Keine Kommunikation zu Streifenwagen - Polizeifunk bundesweit 16 Minuten lang ausgefallen

Mi 21.09.22 | 14:54 Uhr
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Symbolbild: Ein Motorradpolizist im Dunkeln (Quelle: imago/Klaus Martin Hoefer)
imago/Klaus Martin Hoefer
Audio: Antenne Brandenburg | 21.09.2022 | Daniel Mastow | Bild: imago/Klaus Martin Hoefer

Der Digitalfunk der Polizei ist in der Nacht auf Mittwoch bundesweit ausgefallen. Die Störung habe auch in Berlin und Brandenburg etwa 16 Minuten angedauert, bestätigten Sprecher der Polizeipräsidien dem rbb.

Die Einsatzbewältigung lief laut eines Sprechers des Brandenburger Polizeipräsidiums in Potsdam dennoch reibungslos. Während des Ausfalls wurde mittels Diensttelefonen kommuniziert. Wo Technik im Spiel ist, könne diese auch ausfallen, sagte der Sprecher weiter. Die Polizei habe für solche Vorfälle Lösungen parat. Daher gebe es Redundanzsysteme oder andere Möglichkeiten der Kommunikation, wie etwa über Mobilfunktelefone, die jeder dabei habe.

Wartungsarbeiten verursachen Ausfälle in Berlin

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den bundesweiten Ausfall des Digitalfunks berichtet. Demnach war auch der Funk in der Hauptstadt zwischen 2.23 Uhr und 2.39 Uhr gestört. Dieser Zeitpunkt wurde von der Berliner Polizei bestätigt. Nach Angaben von Polizeipräsidentin Barbara Slowik war die Berliner Polizei darauf vorbereitet. Die Behörde sei im Vorfeld über Wartungsarbeiten informiert worden.

Die erfolgten nach Angaben des Polizeisprechers zwischen 1 Uhr und 7 Uhr. Die Kommunikation mit den Einsatzwagen auf Berliner Straßen sei ebenso wie in Brandenburg telefonisch erfolgt. Die Notrufe und das Einsatzleitsystem seien nicht gestört gewesen, betonte der Sprecher.

Laut "Bild" war auch die Feuerwehr von der bundesweiten Störung betroffen. Das genaue Ausmaß des Ausfalls und wie es dazu kam, werde noch untersucht, schrieb das Blatt. Ein erster Verdacht fiel auf Wartungsarbeiten, die durchgeführt worden sein sollen.

Sendung: rbb24 Inforadio, 21.09.2022, 13:25 Uhr

20 Kommentare

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  1. 20.

    Hust GSM ist seit 30 Jahren in Betrieb und Problem war damals die Latenz weshalb es für den BOS nicht in frage kam. Das GSM Netz ist heute als Backup immer noch im Betrieb, aber LTE oder 5G gibt es diese schwächen nicht mehr.

    Zur WM 2006 sollte Tetra flächendeckend eingeführt werden. Es kam was kommen musste, die WM wurde überwiegend Analog abgewickelt. Dann muss der Bund Plötzlich sparen und die Industrie verlor die Geduld. Diese verwendete die Technologie dann für den Betriebsfunk. Als der Bund wieder Interesse hatte galt die Technik bereits als veraltet, die Datenrate war lächerlich klein, auch wenn sie nochmals etwas aufgebohrt wurde.

    Fakt ist eins, der Bund hat viel Geld verschwendet und die Anforderungen lassen sich ohne weiteres durch LTE oder 5G erfüllen. Bis heute ist die Umstellung nicht abgeschlossen.. Zwar sind die Geräte mittlerweile ausgereift, aber der Betrieb und die Geräte kosten viel Geld.

  2. 19.

    TETRA wurde 2007 eingeführt und funktioniert heute deutschlandweit problemlos.

    TETRA ist ungefähr vergleichbar mit GSM, welches heute auch von jedem im Mobilfunk benutzt wird. Die taktischen Möglichkeiten sind weitaus vielseitiger als im kommerziellen Mobilfunk.

    Vor dem Posten bitte mal informieren und dann nachdenken!

  3. 17.

    Quatsch! Wer den Abstieg nicht sieht, der verschließt entweder die Augen vor der Realität, ist noch zu jung um vergleichen zu können oder findet diese verlotterten Zustände einfach nur toll. Die gutbürgerliche Mehrheit schlägt jedoch die Hände über dem Kopf zusammen. Und wenn man dieser blauen Partei nicht noch mehr Wähler in die Arme treiben will, sollte man schleunigst gegensteuern.

  4. 16.

    Zitat: "Dieses Land ist sowas von marode und schafft sich ab."

    Dann berichten Sie doch mal von Ihren Genereisen, in welchen Ländern Milch & Honig fließen und die nicht so dermaßen marode und kaputt wie Deutschland sind. Dieses ständige Gemecker und Gejammer, wie schlecht es uns hier geht, ist einfach nur boring.

  5. 15.

    Absolut Blödsinn.
    Bund für die Bundesbehörden, Länder für die Landespolizei, Landkreise für den Rettungsdienst, Gemeinden für die Feuerwehr.
    Stadtstaaten sind zum Glück besser dran.
    So auch die Kostenverteilung, dadurch stießen viele an ihre finanziellen Grenzen.
    Politiker ohne Weitblick wollten den Digitalfunk sogar privaten Provider überlassen, bis der Bundesinnenminister Schily sein Machtwort sprach.
    Problem war in den "bergigen" Bundesländer die geforderte 95 bis 98 prozentige Abdeckung hinzubekommen, selbst im Süden Hamburgs
    ( Harburger Berge) musste geklotzt werden, desweiteren gibt es in Deutschland viele Flughäfen,
    zivil und militärisch, mit ihrem " Funkfeuer" , hier darf nur mit geringerer Wattleistung gesendet werden, daher auch zusätzliche Standorte. Das kostet nun einmal.

  6. 14.

    Absolut Blödsinn.
    Bund für die Bundesbehörden, Länder für die Landespolizei, Landkreise für den Rettungsdienst, Gemeinden für die Feuerwehr.
    Stadtstaaten sind zum Glück besser dran.
    So auch die Kostenverteilung, dadurch stießen viele an ihre finanziellen Grenzen.
    Politiker ohne Weitblick wollten den Digitalfunk sogar privaten Provider überlassen, bis der Bundesinnenminister Schily sein Machtwort sprach.
    Problem war in den "bergigen" Bundesländer die geforderte 95 bis 98 prozentige Abdeckung hinzubekommen, selbst im Süden Hamburgs
    ( Harburger Berge) musste geklotzt werden, desweiteren gibt es in Deutschland viele Flughäfen,
    zivil und militärisch, mit ihrem " Funkfeuer" , hier darf nur mit geringerer Wattleistung gesendet werden, daher auch zusätzliche Standorte. Das kostet nun einmal.

  7. 13.

    Wer mehr über den BOS Digitalfunk wissen möchte,
    ( Entstehung, Realisierung, Betrieb)einmal 5 Minuten Zeit nehmen und bei Wikipedia
    "BOS - Funk" nachlesen.

  8. 11.

    Lassen Sie mal die Kirche im Dorf.

    Ohne diesen Beitrag hätten Sie das nicht mal gemerkt da es keinerlei negative Folgen mit sich brachte.

    Die Behörden waren vorab informiert und vorbereitet. Was wollen Sie denn noch?

    Regen Sie sich auch so auf wenn mal für zwei Stunden das Wasser abgestellt wird weil Wartungsarbeiten stattfinden?

    Ehrlich. Es gibt vieles wo man sich auf Ihre Art zu Recht beschweren kann. Aber hier geht Ihre Kritik weit an der Realität vorbei.

  9. 10.

    Die Technik ist heute schon völlig veraltet. Zur Fußball WM 2006 sollte diese Eingeführt werden und naja sie wissen schon wie es in Deutschland bei solchen Projekten läuft. Die Industrie hat es für viel Steuergeld entwickelt, aber der Bund hatte dann plötzlich kein Geld mehr um die Technik Bundesweit einzuführen. So blieb es 2006 und weitere Jahrzehnte beim Analog Funk. Die Möglichkeiten sind gegenüber dem Handy er lächerlich und deswegen gibt es auch ein Diensthandy. Welches sogar Vorrang gegenüber anderen Teilnehmer besitzt, andere Nutzer fliegen bei Kapazitätsengpässen der Zelle aus dieser.

    Bis heute funktioniert TETRA nicht reibungslos und der Termin zur endgültig Umstellung ist bis heute Unklar. Deutschland eben!

  10. 9.

    Lieber rbb, geplante Wartungsarbeiten stellen keinen Ausfall dar. Sie reduzieren in SLAs üblicherweise auch nicht die Verfügbarkeit.

  11. 8.

    Zitat: "Deutschland pfeift aus dem letzten Loch. Da wird einem Angst und Bange!"

    Wegen 16 Minuten Digitalfunkausfall, der aufgrund der Vorankündigung kompensiert wurde.? Ich bitte Sie, Falk.

  12. 7.

    Danke, sie haben vollkommen Recht. Dieses Land ist sowas von marode und schafft sich ab. Und immer diese Schönredereien dieser "Sprecher": "Nein nein, alles ist gut!" Das ich nicht lache. Dieser Herr Calbitz oder Cablitz oder wie er heißt wird schon wissen warum er geht.
    Aber Hauptsache wir "gendern" in diesem Land...

  13. 6.

    Vor dem Schreiben informieren. Das digitale Funknetz ist gerade 10 Jahre alt. Wartungsarbeiten und Up Date gibt es laufend, Black out sollte esnicht geben, aber hochkomplexe Systeme können auch mal ihre Macke haben. Redundanz vorhanden, in HH die Diensthandys bei Polizei und Feuerwehr, sowie die alte bewährte Drahtverbindung.
    Einem weiteren User sei gesagt, weder Siemens noch irgendwelche andere Firmen /Provider haben ihre Finger im BOS - Netz drinnen.

  14. 5.

    Man möchte sich gar nicht vorstellen was in dieser Zeit hätte alles passieren können SO VIEL ZUR DIGITALISIERUNG IN DEUTSCHLAND.

  15. 4.

    Ja, sicher hat jeder ein Handy mit dabei, sein eigendes.
    Bei der Polizei sind die Wachen, technische Geräte, Funkübertragung und und, und völlig veraltet.
    Aber Hauptsache Frau Giffey hat ein Ticket

  16. 3.

    Der Anfang vom Ende
    Blackout in D

  17. 2.

    Wartungsarbeiten? War Siemens daran beteiligt?

  18. 1.

    Bundesweit? Unfassbar! Deutschland pfeift aus dem letzten Loch. Da wird einem Angst und Bange! Wie hat man unser Land in weite Bereiche des öffentlichen Lebens und der Infrastruktur innerhalb der letzten 20-30 Jahre an die Wand gefahren.

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