Lockerungen von Montag an - Corona-Testpflicht an Brandenburger Schulen und Kitas entfällt

Mo 02.05.22 | 08:16 Uhr
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Nachdem die Kinder in einer Kindertagesstätte eine Corona-Pooltestung gemacht haben, werden die Testkassetten eingesammelt. (Quelle: dpa/Peter Kneffel)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.05.2022 | Ronald Schleif | Bild: dpa/Peter Kneffel

Nach den Masken nun auch die Tests: Brandenburger Schüler und Kita-Kinder müssen sich von Montag an nicht mehr verpflichtend auf Corona testen. Die GEW rät trotzdem dazu, das freiwillig zu tun. Auch für Berliner Schulen könnte es bald soweit sein.

Für junge Menschen in Brandenburg treten am Montag weitere Corona-Lockerungen in Kraft. An Schulen, Kitas, Krippen und Horten entfällt die Testpflicht. Diese war wegen der vielen Reiserückkehrer noch für eine Schutzwoche nach den Osterferien aufrechterhalten worden.

Nicht geimpfte Schülerinnen und Schüler mussten sich zuvor an mindestens drei Tagen (Kita-Kinder an mindestens zwei Tagen) testen. Auch die tägliche Testpflicht für nicht immunisierte Lehrkräfte entfällt ab sofort. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft dazu auf, sich trotzdem freiwillig weiter zu testen. Die Maskenpflicht an Schulen und Kitas war bereits vor einem Monat entfallen.

Verkürzte Isolationsdauer geplant

Unverändert bestehen bleiben vorerst die Isolations- und Quarantäne-Regelungen. Brandenburg plant jedoch eine Verkürzung der Isolationsdauer für Corona-Infizierte. Eine entsprechende Entscheidung werde gerade im Gesundheitsministerium vorbereitet, sagte dessen Sprecher Gabriel Hesse.

Aktuell können sich in Brandenburg Infizierte erst nach einer Woche freitesten, wenn sie zuvor 48 Stunden lang ohne Symptome waren. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich Ende der vergangenen Woche auf eine Verkürzung der Isolationsdauer auf fünf Tage geeinigt. Die Quarantäne als Kontaktperson endet für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung bereits nach fünf Tagen mit einem Antigen-Schnelltest oder einem PCR-Test.

Weitere Teststrategie an Berliner Schulen noch unklar

Während die Testpflicht an Berliner Kitas ebenfalls zum 9. Mai endet, diskutiert die rot-grün-rote Koalition in Berlin dagegen noch über die künftige Teststrategie an Schulen. Am heutigen Montag werde sich der Hygienebeirat der Bildungsverwaltung mit der Testpflicht an Schulen befassen, kündigte ein Sprecher an. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Aufgeschlossen für ein baldiges Ende der Testpflicht hatte sich die grüne Gesundheitssenatorin Ulrike Gote im Gesundheitsausschuss vergangene Woche gezeigt. Skeptischer zeigte sich die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Franziska Brychcy. Anhand der ferienbedingt mangelhaften aktuellen Daten lasse sich eine Abkehr von der Testpflicht nicht rechtfertigen.

Sendung: rbb|24 Inforadio, Nachrichten, 02.05.2022, 8 Uhr

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Weil man Minderjährigen leichter etwas vorschreiben kann laut gültiger Rechtslage, mehr gibt es nicht her. Mir wird jetzt noch übel wenn ich an die tägliche Konrolle der Ungeimpften einschleßlich Leiharbeiter im Betrieb denke.

  2. 8.

    Manche Arbeitnehmer würden da wohl nicht mitmachen - entlassen können sie deswegen wohl kaum werden. Und wenn, dann hätte wohl schon das erste Gericht etwas dagegen...
    Mit Kindern dagegen kann man es eben machen! Bald müssen dann wieder Himmelfahrt und Pfingsten als Rechtfertigung für diese Maßnahmen herhalten - mit einem Extratag frei können Kinder und Eltern ja wieder groß verreisen :-) , und schon hat man wieder Reiserückkehrer...

  3. 7.

    Ich finde diese Entwicklung sehr beunruhigend. Es gibt immer ein weiter so, ohne feste Kritereien zu nennen, wobei testen, Maskenpflicht in der ÖPNV..entfallen würden. Übrigens, wenn es so eine Sorge gibt uber Reiseruckkehrer, dann warum gibt es nicht weiter eine Testpflicht für alle Arbeitnehmer? Es ist willkürlich.

  4. 5.

    Nein. Es gibt mittlerweile vierzehn andere Bundesländer, die vormachen, dass es geht. Alles wird gut.

  5. 4.

    Na dann werden die Negativzahlen in den Keller gehen, so lässt sich die Preisspirale nach oben, für lebensnotwendige Dinge des Alltags, besser ertragen.
    Ach was geht es uns doch zünftig gut.

  6. 3.

    In dieser Frage beweist die bildungspolitische Sprecherin der Linken eindeutig mehr gesundheitspolitische Kompetenz als die grüne Gesundheitssenatorin.

  7. 2.

    "Anhand der ferienbedingt mangelhaften aktuellen Daten lasse sich eine Abkehr von der Testpflicht nicht rechtfertigen."
    Das ist seit über zwei Jahren der klassische Grund dafür, nie einmal etwas abzuschaffen - entweder waren gerade Ferien, so dass man erst einmal um die 52 Wochen abwarten muss, oder es sind bald Ferien, weswegen man irgendetwas auch genauso gut gleich noch bis dahin verlängern kann...
    Aber wer nichts macht, macht eben auch nichts verkehrt, denken ja manche - also im Zweifel alles so lassen, bloß nichts ändern... :-)

  8. 1.

    „Anhand der ferienbedingt mangelhaften aktuellen Daten lasse sich eine Abkehr von der Testpflicht nicht rechtfertigen.“
    Und da denkt man immer, dass Beschränkungen einen Nachweis brauchen… also müssen jetzt die Kids nachweisen, dass eine Testpflicht aufgehoben werden kann.

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