Symbolbild: Rapsfeld vor Windrädern in Brandenburg (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Landtags-Beschluss - Brandenburger Kommunen erhalten künftig "Windkraft-Euro"

Die Kommunen in Brandenburg werden künftig mit einem "Windkraft-Euro" an den Erträgen naher Windräder beteiligt. Der Landtag beschloss am Dienstag in Potsdam mit breiter Mehrheit von SPD, Linken und CDU ein Gesetz, mit dem Betreiber neuer Windkraftanlagen eine Sonderabgabe von 10.000 Euro im Jahr an Gemeinden in einem Drei-Kilometer-Radius zahlen müssen. Anlagen, die seit 2017 bei Ausschreibungen einen Zuschlag bekommen haben, sind ausgenommen.  

Mit dem Vorhaben soll die Akzeptanz für Windkraft bei den Bürgern steigen. Das Geld kann etwa für eine Aufwertung des Ortsbildes, Informationen über Öko-Strom oder Veranstaltungen verwendet werden. SPD, Linke und CDU hatten den Entwurf vorgelegt. Die Grünen enthielten sich, die AfD stimmte dagegen.

Brandenburg hatte im Jahr 2018 nach Angaben der Deutsche Windguard GmbH 3.821 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 7.081 Megawatt. Noch mehr hatte demnach nur Niedersachsen: 6.305 Windkraftanlagen mit 11.165 Megawatt Leistung.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 11.06.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

9 Kommentare

  1. 9.

    Ich frage mich woher die Unternehmen/ Betreiber das Geld für diesen „1Euro“ nehmen? Bestimmt steigen die Strompreise auf Grund von „Marktanpassungsmechanismen“.. Sagt es doch den Bürgern gleich direkt, dass sie ihre Ortsvorhaben selbst bezahlen sollen solch eine intransparente Hinterzimmerfinanzierung einzuführen.

  2. 8.

    Die Abgabe ist unverständlich. Die Gemeinden werden jährlich von den Windkraft-Betreibern mit hohen Beträgen entschädigt. Es ist genau nicht so, dass Gemeinden hier in irgendeiner Form leer ausgehen.
    Die Komponente Wind ist darüber hinaus für niemanden verlässlich planbar. Weht kein Wind, verdient kein Betreiber. Aber alle halten immer fleißig die Hand auf, weil sie glauben, dass irgendwo mal wieder ein großer Kuchen steht, von dem sie nichts abbgekommen könnten...

  3. 7.

    Wo haben Sie denn die Zahl der Seeadler her? Das interessiert mich wirklich.
    Insekten werden wohl nicht von den Rotoren zerschreddert, dafür sind die ein wenig zu groß. Richtig, schön sind die nicht. Ob dann ein Anblick eines Kraftwerkes ein besseres landschaftliches Bild abgibt bleibt offen.

  4. 6.

    Sie pauschalisieren.
    Auch wenn sie es nicht glauben,ich besitze kein Auto.
    Und
    ich bleibe dabei,der Süden soll erst einmal selbst seine Urlaubsregionen verschandeln.

  5. 5.

    Ja super, dann können noch mehr von diesen hässlichen Dingern aufgestellt werden. Aber wenn man bedenkt was so ein Teil kostet, sind das im Vergleich nur Peanuts als "Entschädigung". Windkraft ist übrigens toll. Letztes Jahr sind von rund 500 Paaren geschützter Seeadler 138 Tiere an diesen zerschellt. Nun gut von den Millionen Insekten wollen wir gar nicht reden. Auch alternative Energien haben ihre Nachteile!

  6. 4.

    Wüstenromantik ist ja schon und gut, aber doch bitte nicht in Brandenburg. Darum lieber heute statt morgen raus aus der Kohle und rein in die Erneuerbaren.

  7. 3.

    So kauft man sich Zustimmung .

  8. 2.

    Ich finde auch, man sollte die wunderschönen Kohletagebaue und rauchenden Schornsteine nicht für hässliche Windkraftanlagen opfern. :-P

    Und dieselben Leute, die über Landschaftsverschandelung durch Windkraft jammern, verlangen noch mehr Autobahnen und Umgehungsstraßen. Da mache ich mir meinen Reim drauf.

  9. 1.

    Wieder ein Grund die Parteien nicht zu wählen.
    Wir haben genug unsere Heimat verschandelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift