Taxen stehen fahrbereit am Flughafen (Quelle: dpa/Arne Immanuel Bänsch)
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Video: Abendschau | 16.09.2020 | Kerstin Breinig | Bild: dpa/Arne Immanuel Bänsch

Fahrdienst am BER - Berlin und Dahme-Spreewald einigen sich im Taxistreit

Welches Land darf wie viele Taxen am künftigen Flughafen BER postieren? Darum ging es im Taxistreit zwischen Berlin und Dahme-Spreewald. Nun gibt es eine Einigung.

Das Land Berlin und der Landkreis Dahme-Spreewald haben den Taxistreit um den Flughafen BER beigelegt. Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung soll nach Angaben der Verkehrsverwaltung ab dem 31. Oktober gelten, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mitteilte.

Wenn der BER am 31. Oktober eröffnet, sollen jeweils 300 Taxen aus Berlin und 300 aus Brandenburg den Flughafen bedienen. Berlin und der Landkreis Dahme-Spreewald gehen davon aus, dass damit die aktuelle Nachfrage am BER gedeckt werden kann.

Falls nötig, wird aufgestockt

Sollten mehr Taxis nötig sein, sollen sie aufgestockt und zu gleichen Teilen auf Berliner und Brandenburger Taxen verteilt werden. Maximal soll jedes Land 550 Taxis zum BER schicken dürfen. Sollten mehr nötig werden, sollen sich Berlin und Brandenburg neu abstimmen.

Die Taxifahrten sollen so viel kosten, wie es der Taxitarif in Berlin beziehungsweise in Dahme-Spreewald vorschreibt. Möglichst schnell wollen Berlin und der Landkreis aber einen einheitlichen Flughafentaxitarif vereinbaren. Dieser würde dann einheitlich für alle Taxen gelten, die am BER Fahrgäste aufnehmen.

Sendung: Inforadio, 16.09.2020, 15:30 Uhr

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24 Kommentare

  1. 24.

    Genau, ich möchte am BER ein Berliner Taxi, wo sich der Fshrer einigermaßen in Berlin auskennt und nicht ewig im Navi tippen muss, der auch mal ne Baustelle geschickt umgehen kann, eine Trennscheibe oder - folie hat und es nicht nach Zigarette riecht. Wenn ich das nicht finde, möchte ich einen anderen Fahrdienst. Das ist zwar nur 2 mal im Jahr, aber genau dann soll es ja funktionieren. Bis jetzt war LDStaxi von Schönefeld nicht gut.

  2. 23.

    Was sollen diese albernenen Einigungen aus der Steinzeit? Der Markt sollte endlich komplett geöffnet werden. Dann kann ich mir den Taxidienst den ich als Kunde möchte aussuchen und brauche mit keiner Gedanken machen, ob ich ein Taxi finde oder nicht.

  3. 22.

    Das Lustige ist viele Taxiunternehmer aus Berlin haben ihren Geschäftssitz nach LDS verlegt um in Schönefeld laden zu können. Nun ist die Zahl begrenzt. Diese wird ev. Nicht reichen, wenn sich der Flugverkehr wieder stabilisiert. Reichen auch die Erhöhungen nicht, denn viele lange Touren können können die Taxenkapazität an die Grenze bringen. 15 volle Flieger in TXL und Taxen fehlen. Erinnere mich noch an lange Warteschlangen in Tegel.

  4. 21.

    Der Deal stinkt doch gewaltig! Was wurde denn da wieder zusammen geschachert? Obwohl wir angeblich einen Klimawandel haben, sollen Taxis leer vom Flughafen wegfahren???? Bei meinen letzten Ankünften kam ich mir da so oder so schon wie in "Istanbul" vor!? Da wurde mir als Kunde schon vorgeschrieben, wo ich einsteigen darf und wo nicht! Und diese wirklich Miese und Berlin feindliche Masche, mit der Zufahrt zum Flughafen, geht einem ja ganz besonders gegen den Strich!!!!

  5. 20.

    In der Corona- Pandemie geht einfach alles.
    Was für eine Rechtfertigung werden sie haben wenn das Chaos in Schönefeld ausbricht?
    Die 2. oder 3. Welle hat sie gehindert einen vernünftigen Plan auszuarbeiten?

  6. 19.

    " Berlin und Dahme-Spreewald einigen sich im Taxistreit "
    das ist schon mal erfreulich, fraglich bleibt wieviele Fluggäste bei dem stark reduzierten Flugverkehr überhaupt ein Taxi benötigen werden , coronabedingt sind die Passagierzahlen der Vergangenheit wohl für längere Zeit vorbei , alle Airlines, inkl LH , motten immer mehr Flugzeuge ein oder wollen sie ganz aufgeben.

  7. 18.

    Der BER soll ein Flughafen für eine ganze Region sein. Taxis aus LDS können diesen Flughafen nicht befriedigt bedienen und dürfen dort kein Privileg haben. Warum dürfen nicht einfach alle Taxis aus der Region dort Fahrgäste aufnehmen? Eventuelle Tarfunterschiede könnten dadurch abgefangen werden, das für alle am BER aufgenommene Fahrgäste ein einheitlicher Tarif gilt, den alle Taxis, die dort operieren wollen, egal wo sie herkommen, anerkennen müssen.

  8. 17.

    "Im gegenzug dürfen alle 300 lds taxen auch in Berlin laden"

    Wieso alle? Es gibt mehr als 1.200 LDS-Taxen, Tendenz steigend (weil Prüfung einfacher als in Berlin).

    "Was passiert wenn diese 600 Taxen im Einsatz sind?"

    Wenn das regelmäßig passiert, wird auf max. 1100 aufgestockt.

  9. 16.

    "Die Taxifahrten sollen so viel kosten, wie es der Taxitarif in Berlin beziehungsweise in Dahme-Spreewald vorschreibt."

    Das heißt wenn ich ein B Taxi nehme zahle ich für die selbe Strecke einen anderen Preis als wenn ich ein LDS Taxi nehme???

    Na wenn sich das rumspricht... Gerade für längere Strecken...
    Der Fahrgast hat schließlich das Recht zu wählen und ist nicht gezwungen, das Taxi zu nehmen, das in der Schlange vorne steht.

  10. 15.

    Irre Schacherei um Gewerbesteuereinnahmen. Ohne Sinn und Verstand und gegen die Umwelt. Wo sind die Proteste?
    Planwirtschaft wie bei Honecker. Zustände wie einst in Griechenland, wo die Lizenzen vererbt oder teuer verkauft wurden.
    Was ist bloß aus der Marktwirtschaft geworden.

  11. 14.

    Berliner Taxigewerbe akzeptiert heutigen Vertrag über die laderechte in BER nicht.In Berlin sind 7500 Taxen und es sollen NUR 300 Taxen laderecht bekommen. Im gegenzug dürfen alle 300 lds taxen auch in Berlin laden. Wir fordern für alle Berliner Taxen laderecht in BER.Was passiert wenn diese 600 Taxen im.einsatz sind ?Die anderen dürfen nicht da laden und kunden müssen auf diese Taxen die mit Genehmigung warten .Dazu noch die restlichen Berliner Taxen die keine Genehmigung haben, müssen wieder leer zurück fahren (Umweltschutz).Daher egal ob es für 600 Taxen Platz da ist ,fordern laderecht für alle.
    Wer ,wie und mit welche Kriterien werden diese 300 Taxen von Berliner seite ausgewählt?Das bringt grosse Unruhe und Ungerechtigkeit.Also Politik macht wieder irgiedetwas und lässt aber den Inhalt total leer.

  12. 13.

    Der BER ist aber nicht Tegel; sprich man ist nicht mehr auf Taxis angewiesen. S-Bahn, Regionalbahnen, Fernverkehr - viele Möglichkeiten, um schnell nach Berlin oder in manche Städte/Orte Brandenburgs zu kommen.

  13. 12.

    Auch wenn ich persönlich nicht fliege, möchte ich Ihnen etwas erklären:
    Berlin hat auch in den südlichen Außenbezirken Bewohner, die hin und wieder das Flugzeug ab/zum BER nutzen werden.
    Und, oh Wunder, um z.B. nach Lichtenrade zu kommen (oder auch davon weg) muss man nicht über den Ku'damm fahren. Die meiste Zeit kann durchaus durch Brandenburg gefahren werden und dort können auch andere Fahrgäste ggf. aufgenommen werden.

  14. 11.

    Juhu!!! Es hat geklappt! Alles andere wäre echter Schwachsinn gewesen. Und nur UBER hätte sich gefreut.

  15. 9.

    Der fortschrittliche Berliner Senat wird doch wohl auf Taxis mit Elektromotor bestehen. Bike-Sharing, Car-Sharing und E-Scooter-Sharing wird bestimmt auch angeboten. Im Gespräch sind auch Rikschas und Sänften. Fahrer und Fahrerinnen sowie Träger und Trägerinnen sollen im Quotensystem eingestellt werden und auch abwechselnd fahren bzw tragen. Ist da etwas dran? Liegen schon mehr Informationen vor?

  16. 7.

    Hat ja nun auch Jahre gedauert.
    Die Taxen müssen bestimmt, wie in Tegel auch, eine Zufahrtberechtigung erwerben.

  17. 6.

    Gut auch, dass sie sich jetzt geeinigt haben jeweils die Hälfte zu bedienen. Ich wäre ja dafür gewesen, dass jeder 51% des Anteils bekommt um sich nicht benachteiligt zu fühlen.

  18. 5.

    Ein interessanter Kompromiss, auf dem Rücken der Umwelt ausgetragen.
    Da 90% der Fluggäste Berlin und nicht den Kreis Dahme-Spree anfliegen und besuchen wollen, werden die Taxen nach Berlin fahren und umweltvernichtend weil leer zurück.
    Regelwut hat viele dämliche Gesichter.

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