Kritik aus der Wirtschaft - SPD setzt sich für 8. März als Feiertag auch in Brandenburg ein

Mo 27.11.23 | 16:49 Uhr
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Symbolbild: Eine Person markiert dem 8. März im Kalender. (Quelle: IMAGO/xafrica_imagesx)
Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 27.11.2023 | Juliane Gunser | Bild: IMAGO/xafrica_imagesx

Die Brandenburger SPD will sich dafür einsetzen, dass der 8. März zu einem gesetzlichen Feiertag ernannt wird. Beim Landesparteitag am Wochenende bekam ein Antrag der Jugendorganisation Jusos dazu eine Mehrheit. Damit wird nun die Landtagsfraktion aufgefordert, die Einführung des Internationalen Frauentags als zusätzlichen Feiertag zu prüfen.

Kritik an dem Vorstoß kommt von den Unternehmensverbänden. "Ein zusätzlicher Feiertag für Brandenburg passt überhaupt nicht in die Zeit. Der Wohlstand im Land würde dadurch um rund 107 Millionen Euro niedriger ausfallen", kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Alexander Schirp, am Montag. "Angesichts der überaus schwierigen Wirtschaftslage brauchen die Betriebe jeden einzelnen Arbeitstag, um über die Runden zu kommen."

Internationaler Frauentag ist Feiertag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Hinzu komme, dass die Jahresarbeitszeit der Beschäftigten in Deutschland schon jetzt so niedrig wie in keinem anderen Industrieland sei, so Schirp. "Es wäre fahrlässig, wenn sich Brandenburg durch einen solchen Beschluss selbst schwächen würde. (...) Finger weg von einer weiteren Verkürzung der Arbeitszeit", so Schirp.

Im vergangenen Jahr war die Linksfraktion im Landtag in Potsdam mit einem Antrag gescheitert, den 8. März zum Feiertag zu machen. Die SPD-Fraktion war damals dagegen, ebenso die anderen Regierungsfraktionen von CDU und Grünen.

Der Internationale Frauentag ist seit 2019 in Berlin ein gesetzlicher Feiertag und seit diesem Jahr auch in Mecklenburg-Vorpommern.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 27.11.2023, 19:30 Uhr

28 Kommentare

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  1. 28.

    Sorry, falsch verstanden. Dass Ihre "Frage" rhetorisch gemeint war, hatte ich nicht auf dem Schirm.

  2. 27.

    Und auch @Dagmar. Ich weiß welche Bundesländer wieviele Feiertage haben und ich kenne auch die Gründe.
    Mir ging’s aber um die Tatsache, dass man im Feiertagskorridor der Bundesländer ( über die wirtschaftlichen Zugpferde Bayern und Baden-Württemberg) zeigen kann, dass die Anzahl der Feiertage nicht mit der verrichteten wirtschaftlichen Arbeit korreliert.

    Also liebe SPD lasst die Brandenburgische Wirtschaftslobby ruhig stöhnen und erklärt ruhig den Frauentag zum Feiertag.

  3. 26.

    Richtiges Lesen der Kommentare kann helfen.
    Mir gings in dem Kommentar nicht um eine Liste der Bundesländer mit gleich wenig Feiertagen oder der Tatsache, dass Berlin mal Schlusslicht war, denn das kenne ich alles selber. Mir gings dabei zu zeigen, dass die Anzahl der Feiertage im Tolleranzschlauch der Bundesländer nicht mit der verrichteten Arbeit korrelieren, wie man unschwer an den Zugpferden Bayern und Baden-Württemberg zeigen kann.

  4. 25.

    Tja, Bayern hat zu viele aktive Katholiken, und in diesem Glauben geizt man nicht mit Feiertagen, ergo, es historisch begründet!
    Die Evangeliken haben den Buß und Beettag, aber nur in einem Bundesland als Feiertag, warum eigentlich?

  5. 24.

    Nicht weniger aber dank 08.03. jetzt genauso viele wie Brandenburg - nämlich Berlin.
    Bedenke, Berlin hat den Reformationstag nicht, Brandenburg schon.

  6. 23.

    Da dies in der heutigen Situation aber leider nicht so ist, nehme ich gerne dafür den Feiertag :-)

  7. 22.

    DDR 2

  8. 21.

    Können wir uns überhaupt zusätzliche Feiertage leisten ?

  9. 20.

    Aber nur, wenn wir Berliner den 31.10. als Feiertag bekommen!

  10. 19.

    Warum stellen Arbeitgeber eigentlich nicht ausschließlich Frauen ein, wenn die doch die selbe Arbeit für angeblich weniger Geld erledigen?
    Selbst das Statistische Bundesamt erkennt beim bereinigten Gender-Gap keine statistische Abweichung bei den Gehältern. Das Gap besteht damit ausschließlich unbereinigt und ist damit auf die unterschiedliche Berufswahl und den höheren Teilzeitanteil zurückzuführen.

  11. 18.

    Dann will ich in Berlin aber auch wieder den 31.10. wieder als Feiertag.
    Der wäre den meisten eh lieber gewesen, denn im ersten Halbjahr gibt´s genug freie Tage

  12. 17.

    Sehr sinnvoll. Gerade wenn Länderübergreifend gearbeitet wird.

  13. 16.

    Weil Frauen immer noch weniger verdienen und z.B. viel häufiger von Altersarmut bedroht sind...

  14. 15.

    Natürlich wieder das liebe Geld, wie schaffen es dann Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die noch 3-4 Feiertage im Jahr mehr haben?

  15. 14.

    "Welches sind nun die reichsten und welches die ärmsten Bundesländer? Finde den Fehler!!! "
    Also die reichsten Bundesländer haben die meisten Feiertage - folglich müsste BRB eher einen streichen. Die Berliner tun mir dann aber echt leid - im Verhältnis -3. Das tut weh.

  16. 13.

    Scheinheilig von der SPD. Vorschlag vor einem Jahr ablehnen und jetzt als eigenen verkaufen. 2024 sind Wahlen, kann man ja mal versuchen. Für wie blöd halten die uns?

  17. 10.

    Und wer keine hat, der feiert dann Maurerpfingsten?
    Es würde auch genügen, für Feiertage, die auf Sonntage fallen, einen Tag Sonderurlaub zu geben, dann kann der Arbeitnehmer selbst entscheiden, wann er den nimmt.

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