Entwurf zur neuen Corona-Verordnung - Brandenburg plant befristete Maskenpflicht in Grundschulen

Schüler und Schülerinnen einer 4. Klasse sitzen im Unterricht einer Grundschule (Bild: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Das Brandenburger Kabinett kommt am Mittwoch zusammen, um über die aktuellen Corona-Regeln zu beraten. Einem Entwurf zufolge sollen die Maßnahmen verlängert werden. Änderungen soll es für Clubs, Festivals und Grundschüler geben.

Brandenburg wird die geltenden Corona-Regeln voraussichtlich verlängern. Das sei wegen der noch nicht ausreichend hohen Impfquote und der Verbreitung der Delta-Variante erforderlich, heißt es im Entwurf der neuen Umgangsverordnung, die dem rbb vorliegt. Sie soll am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Die am 31. Juli auslaufende bisherige Verordnung soll danach im Wesentlichen weiter gelten.

Eine Ausnahme gibt es laut Entwurf für größere Veranstaltungen. Anfang Juli hatten sich die Länder und das Bundeskanzleramt auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Grundsätzlich gibt es bei Großveranstaltungen, in Diskotheken und Clubs dem Entwurf zufolge keine festen Personenobergrenzen mehr. Allerdings sollen nur maximal 50 Prozent der regulären Auslastung erlaubt werden. Bei Festivals sollen maximal 7.000 Menschen gleichzeitig anwesend sein. Beim Tanz oder Festivals in geschlossenen Räumen sollen jedem Gast zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Besucherinnen und Besucher müssen sich demnach vorher testen lassen und ihre Personendaten zur Kontaktverfolgung hinterlegen.

Befristete Maskenpflicht für Grundschüler

Diese Regelungen sollen dem Entwurf zufolge nur bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 gelten. Liegt der Wert höher, dürfen demnach maximal 5.000 Menschen zusammenkommen.

Auch für das am 9. August beginnende neue Schuljahr sollen Regelungen angepasst werden. So ist eine auf zwei Wochen begrenzte Maskenpflicht für Grundschüler und Hortkinder im Gespräch, als Sicherheitsmaßnahme für Urlaubsrückkehrer. Für Schüler ab Jahrgangsstufe 7 sind Masken generell Pflicht. Bei langen Klausuren und während des Stoßlüftens sollen die Masken abgenommen werden dürfen.

Bund und Länder beraten am 10. August

In zwei Wochen wollen sich dann die Ministerpräsidenten der Länder mit dem Bund zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen. Das teilte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), am Dienstag mit. Müller hatte kurz zuvor angesichts der steigenden Infektionszahlen erklärt, dass der Korridor enger werde, in dem der gegenwärtigen Entwicklung noch wirksam entgegengewirkt werden könne.

In Berlin und Brandenburg wie auch bundesweit sind die Covid-19-Infektionen zuletzt wieder gestiegen. In Berlin lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei knapp 25 und damit deutlich über dem bundesweiten Wert von 14,5, in Brandenburg lag die Inzidenz bei fünf Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.07.2021, 19:30 Uhr

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60 Kommentare

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  1. 60.

    Es gibt Leute, die das schon lange machen, die gehen nicht mehr raus, alles per Internet und LIeferservice.

  2. 59.

    Wenn ich einhaken darf: unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten und unter Abwägung von Nutzen und Risiken, sowie eine Abwendung von blinder Angst und gesellschaftlichen Schutzansprüchen durch Kinder, denen wir sonst weiterhin Bildung und freie Entwicklung nehmen wollen, weil einige weiterhin panische Angst vor einem Virus haben, gehen das sie sich bereits haben impfen lassen oder sich dagegen entschieden! Gibt es denn inzwischen klar formulierte Ziele, wann die epidemische Notlage vorbei ist? Muss ja sein, wenn Menschen verreisen, auf Konzerte gehen und sonstige Ansprüche für sonderrechte stellen, wie Konzerte und Co! Hat man während einer bestehenden Krise ja kein Interesse dran, als solidarer Mensch! :-)

  3. 58.

    Sie meinen meine Arbeitspausen von 30 und 15 Minuten? Ziehen Sie die ab und rechnen 60 Minuten Fahrweg dazu.
    Hat nichts mit Mimosen zu tun. Einfach mal machen anstatt ohne persönliche Erfahrungen zu kommentieren.

  4. 57.

    Wieviele von den positiv getesteten Schülern und Lehrern an Ihrer Schule waren ernsthaft krank?

  5. 56.

    Sehr geehrter Mani,
    da gebe ich Ihnen Recht. Zum Beispiel im Kulturhaus Hennigsdorf werden ja die Nachholveranstaltungen geplant. Und wie sollen Künstler, Schriftsteller etc. das einplanen? Da kommen ja auch noch Kosten darauf zu. Leider ist es für die Veranstalter wirklich unmöglich zu planen.
    Mit freundl. Grüßen

  6. 55.

    Sehr geehrter Herr Eichstädt,
    warum haben Sie die Frage nicht auf den Kommentar von Herrn Jörg BB gepostet als er sagte das Brandenburg die geringste Inzidenz hat?
    Mit freundl. Grüßen

  7. 54.

    Sehr geehrter Herr Sven,
    Ich wollte damit nur sagen daß Brandenburg NICHT die geringste Inzidenz hatte. Vielleicht haben Sie nur meinen Kommentar gelesen und nicht den dementsprechenden auf den Meine Antwort bezogen war.
    Mit freundl. Grüßen

  8. 53.

    "...Masken für Heranwachsende sind einfach unverhältnismäßige Auflagen ..."
    Was wären für Sie verhältnismäßige Auflagen?

    "... Vernunft anhand klarer Tatsachen ..."
    Welche Tatsachen meinen Sie?

    Wie sollte man Ihrer Meinung nach, das neue Schuljahr beginnen?

  9. 52.

    So wie manch anderer hier, verstehe ich dieses ganze Gemotze auch nicht mehr.
    Wir wollen doch unsere Kinder schützen!
    Sie können noch nicht geimpft werden, also ist die Gefahr - auch wenn gering - nicht gebannt!
    Eine Masken- / Testpflicht zum Schulbeginn finde ich sehr sinnvoll und ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und für die ersten zwei Wochen Wechselunterricht anbieten.
    (evtl. Kompromiss für die Erstklässler, damit für diese ein normaler Schulstart.)

    Die Grundschüler können sehr gut mit den Masken umgehen, bekommen beim Lüften oder beim Unterricht außerhalb des Klassenraums "Maskenpausen". Oft sind es die Eltern, die ein Problem daraus machen!

    Wenn Corona einmal in einer Schule angekommen ist, geht's schnell durch alle Klassen.
    (eigene Erfahrung aus November 2020)
    Kinder erkranken, ganze Klasse in Quarantäne, Eltern nicht zur Arbeit, Infektionen gehen weiter ...
    Und dann?
    Dann haben wir den selben Sch... wie im letzten Jahr!
    Ist es das wert?

  10. 51.

    Kinder gewöhnen sich an vieles. Das bedeutet nicht zwangsläufig, die Umstände seien in Ordnung.
    Masken für Heranwachsende sind einfach unverhältnismäßige Auflagen! Das hat nix mit mimosenhaften Eltern zu tun, sondern mit Vernunft anhand klarer Tatsachen.

  11. 50.

    Ja! Kinder scheinen nicht mehr zu interessieren! Leider! Mein jüngster sagte neulich zu mir : Mama, kein Auserirdiischer würde freiwillig auf unseren Planeten kommen! Besser hätte ich es nicht denken können:)

  12. 49.

    Kinder sind keine Mimosen, wenn sie die Maske nicht tragen möchten! Jedes Empfinden ist individuell und auch von bestimmten Faktoren wie zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit, akuten oder chronischen Erkrankungen (zum Beispiel Allergien oder Hautkrankheiten) abhängig.

    Das Tragen einer Maske beeinträchtigt das Wohlbefinden erheblich. Besonders bei Kindern im Grundschulalter, wo eine besondere Empfindsamkeit vorliegt. Deshalb ist das "Verordnen" einer Maske ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Kindes. So ein Eingriff in das Wohlbefinden eines Kindes muss deshalb täglich, sogar stündlich und minütlich und dem Einzelfall nach, immer wieder in frage gestellt werden, ob hier der Schaden höher als der Nutzen ist. Ein Vergehen am Kind würde nach meiner Meinung dann vorliegen, wenn ein Kind im jeweiligen Einzelfall ganz ersichtlich durch das Tragen einer Maske gequält wird. Dann ist das Kind nach Hause zu schicken oder unverzüglich von der Maske zu befreien.

  13. 48.

    " auf vorerst nur 2 Wochen beschränkte Maskenpflicht"

    Sie sagen es. "VORERST" . Und danach wird verlängert, und verlängert, und verlängert...
    weil es sich "bewährt" hat und man so "gute Erfahrungen" damit gemacht hat.

    genau wie die Corona-LVO die am 31.7. ausläuft immer wieder im 4-Wochen Rhytmus schön verlängert wird.

    Maßnahmen müssen auf Sinn und Zweck überprüft werden.
    das heißt nicht: Datum ändern, neu ausdrucken und weitermachen wie bisher!

    Nicht vergessen: Dient alles nur zu unserem Schutz.
    Deshalb müssen sich jetzt auch Geimpfte wieder Testen lassen, die sich haben impfen lassen, damit sie sich eben nicht mehr testen lassen müssen.

  14. 47.

    Die Kinder sind willenlos, leicht formbar, glauben alles was man ihnen im Kika erzählt und vor allem: rechtlich unmündig.
    Die Politiker, die lieber in den Ferien im Urlaub waren anstatt ihre Hausaufgaben zu machen und Vorkehrungen für das neue Schuljahr zu treffen (gewarnt wurde lange genug), also neue Ideen statt der blöden Masken, denken sich wohl "mit denen können wirs ja machen..."

  15. 46.

    Einfach mal nach Florida gucken oder North und South Dakota vergleichen. Dann ist klar was zu tun ist!

  16. 45.

    Ab Kl. 7 mussten ab Mai mit Rückkehr in den Wechselunterricht und ab Mitte Juni in den Regelunterricht wochenlang die Masken im Unterricht, auf dem Schulhof und im Schulgebäude getragen werden.
    Im schlimmsten Fall von 8:00Uhr bis 16:00Uhr bei acht Stunden Unterricht. Nur zum Essen und Trinken durften sie gnädigerweise abgenommen werden.
    Soweit ich gehört habe, hat sich kaum ein Schüler über diese Zumutung beschwert, vielleicht weil sie das alles "spielerisch" und nicht "mimosenhaft" hingenommen haben! Diese Einstellung wünsche ich auch denen, die sowas ernsthaft beschließen: also Frau Ernst und Herrn Woidke nur zu, eine Woche Maske als Praxiserfahrung!
    Kein Erwachsener würde das ohne Widerstand mit sich machen lassen!!

  17. 44.

    Ich habe noch nicht ein Kind gesehen, dass beim Spielen freiwillig eine medizinische Maske trägt.

    Und vielleicht sollte die BB-Regierung sich lieber doch für die Anschaffung von Lüftungsgeräten aussprechen.
    Es wird so viel Geld woanders verpulvert. Dann bräuchten die Kinder in der Schule gar keine Masken tragen.

    Dieses Gehetze hier nervt. Konstruktive Lösungen werden gebraucht und kein gegenseitiges Cyber-Mobbing.

  18. 43.

    Erst keine angemessenen Restriktionen und Maßnahmen für Reiserückkehrer und andere Einreisende ergreifen und dann rumheulen, dass die Delta-Variante sich rasch verbreitet und wieder Einschränkungen im Alltag verfügen.Super....

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