BrandenburgTrend - SPD vor Bundestagswahl mit Abstand stärkste Kraft

Grafik: Brandenburg Trend zu Sonntagsfrage Bundestagswahl. (Quelle: infratest dimap)
Video: Brandenburg Aktuell | 01.09.2021 | Markus Woller | Bild: infratest dimap

Dreieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl ist die SPD in Brandenburg im Aufwind. Die AfD liegt dahinter auf Platz zwei. Das geht aus dem BrandenburgTrend von infratest dimap hervor, der im Auftrag des rbb-Magazins "Brandenburg aktuell" und Antenne Brandenburg entstand.

Wenn bereits am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD – anders als vor vier Jahren – in Brandenburg stärkste Kraft werden. Mit 29 Prozent läge sie vor der AfD (18 Prozent), CDU (15 Prozent) und Linken (11 Prozent). Jeweils 9 Prozent ermittelt infratest dimap für Bündnis90/Die Grünen und die FDP. Knapp unter der 5-Prozent-Hürde liegen in Brandenburg die Freien Wähler mit 4 Prozent.

Selbst CDU-Wähler wünschen sich Scholz als Kanzler

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kann seinen Vorsprung deutlich ausbauen. Ihn würde beinahe die Hälfte der Befragten – exakt 47 Prozent – direkt wählen, wenn das möglich wäre. Im Vergleich zur Umfrage im Mai ist das ein Plus von 24 Prozentpunkten. Armin Laschet und Annalena Baerbock erreichen abgeschlagen jeweils 9 Prozent. Der Rückhalt für den CDU-Parteichef unter den eigenen Anhängern ist besonders gering. Nur 45 Prozent der potenziellen CDU-Wähler wünschen sich ihn als Kanzler, 31 Prozent würden für SPD-Kandidat Scholz stimmen. Die SPD-Anhänger stehen dagegen fast geschlossen (91 Prozent) hinter dem SPD-Kandidaten.

Kohleausstieg spaltet weiter

Der geplante Kohleausstieg bis spätestens 2038 spaltet die Brandenburger. Nur bei einem Drittel (37 Prozent) stößt das Ende der Kohleverstromung zu diesem Zeitpunkt auf Akzeptanz. Drei von zehn (29 Prozent) wollen früher aussteigen, 27 Prozent auch darüber hinaus Kohle fördern.

Besonders umstritten ist der Kohleausstieg in den Braunkohleregionen, dort können sich nur 9 Prozent einen früheren Ausstieg vorstellen. Im Berliner Umland sind dagegen 42 Prozent der Meinung, man solle sich früher von der Braunkohle verabschieden.

SPD legt auch landespolitisch zu

Auch landespolitisch hat sich das Kräfteverhältnis in der Kenia-Koalition zugunsten einer dominierenden SPD entwickelt. Wenn am Sonntag der Landtag gewählt würde, käme die SPD auf 34 Prozent der Stimmen – ein Zuwachs um 11 Punkte gegenüber dem BrandenburgTrend im Mai. Die Koalitionspartner verlieren: die CDU kommt auf nur noch 13 Prozent (-3), die Grünen auf 8. Damit hat sich ihr Umfragewert vom Mai halbiert (-8).

Unverändert zweitstärkte Kraft im Landtag wäre die AfD mit 17 Prozent (-1). Die Linke erreicht unter Verlusten 9 Prozent, BVB/Freie Wähler und FDP könnten mit je 7 Prozent ebenfalls in den Landtag einziehen. Das Parlament würde aus sieben Fraktionen bestehen.

Zufrieden mit der Arbeit der rot-schwarz-grünen Landesregierung in Potsdam sind jetzt 53 Prozent der Befragten, im Mai waren es nur 49 Prozent

Mehrheit für Normalisierung an Schulen

Beim Blick auf Corona-Maßnahmen spricht sich eine Mehrheit einerseits für mehr Normalisierung an den Brandenburger Schulen und andererseits für mehr Druck auf Ungeimpfte aus.

Sieben von zehn Befragten sind für Präsenzunterricht in den Schulen, selbst wenn die Infektionszahlen nach oben gehen. Nicht nur Grundschüler, sondern alle Schüler sollen im Unterricht von der Maskenpflicht befreit werden, meinen 56 Prozent. Etwa zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich für die 2-G-Regel aus: Lockerungen sollen nur für Geimpfte und Genesene gelten. Eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen befürworten 61 Prozent der Befragten. Besonders stark ist die Zustimmung hierfür bei unter den über 65jährigen.

Für den BrandenburgTrend sind vom 25. bis 30. August 1.157 Wahlberechtigte in Brandenburg repräsentativ befragt worden.

Die SPD ist weiter im Aufwind

39 Kommentare

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  1. 39.

    Ach, brülle ich? "Alles Faschisten, alles Rechtsradikale" brüllt er unaufhörlich."

    Nö, nur wenn ich die Rechtsextremen der AfD meine, die im Schlepptau Faschisten und Rechtsextremisten mitbringen.

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/09/mitarbeiter-afd-fraktion-brandenburg-rechtsextremer-hintergrund.html

    Achja... und deren Anhänger hier.

    Nein, Höcke nicht...aber ein Berndt... ein... ach. lesen sie doch im link nach...

  2. 38.

    Ach der LAutSprecHeR klärt auf: "Alles Faschisten, alles Rechtsradikale" brüllt er unaufhörlich.
    Höcke steht in Brandenburg zur Wahl?

  3. 37.

    Was mich erschreckt, sind die 11% für die viermal umbenannte Mauerschützen- und Stasi-Partei, Die Linke, deren Wähler nicht aus der deutschen, insbesondere die der DDR, Geschichte gelernt.

  4. 36.

    Ich stelle ihren Verschwörungstheorien Fakten entgegen und nicht so wie sie, der sich Zahlen herauspickt, die ihm genehm sind.

    Was hat "Man muss berücksichtigen, dass die AfD einer geballten Medienmacht der MSM gegenüber steht." mit dem Auftreten bei Labershows zu tun? Nichts!

  5. 35.

    Ihre Beiträge würden vielleicht an Überzeugung gewinnen, wenn sie sich mehr an die Fakten hielten.

    Laut Statista durfte die AfD im Jahr 2020 nur 1,2 Prozent aller Politiker in den Talkshows von ARD und ZDF stellen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/954672/umfrage/parteizugehoerigkeit-der-politiker-in-talkshows-vs-sitzanteil-im-bundestag/

  6. 34.

    "Besorgnis" wird das sicherlich bei den Altparteien auslösen. Das ist logisch. Ansonsten wird die AfD gerade von mittleren und jüngeren Wählern gewählt, die im Berufsleben stehen.

    Das hat eine MDR-Auswertung von Wahlergebnissen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergeben.

  7. 33.

    Das einzig besorgniserregende sind die nahezu 20 % der AFD.
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    Gerne würde ich die Altersstruktur und die Anzahl der schulpflichtigen Kinder der Befragten kennen.

  8. 32.

    "Der SPD-Erdrutsch nach oben ist doch auch ein Zeichen dafür, dass es gelungen ist, die Programmatik von CDU + Grüne auseinanderzunehmen. "

    Jetzt setzen die Anhänger der rechtsextremen AfD auch noch die Physik außer Kraft. Klar freut es Rechtsextreme wenn die sPD deutlich nach rechts rutscht und so den Konsens der demokratischen Parteien aufweicht. Rechtsextreme hat es schon immer gefreut wen sich Demokraten gegenseitig blockieren, ist das doch die einzige Cahnce für die rechtsextreme AfD den Finger in die Wunde zu legen.

    Ausgerechnet sie, die sonst bei jeder Gelegenheit über die "Merkel-CDU" (Originalzitat von Rechtsextremen) herzieht, wünscht sich angeblich eine sPD, die diesen Kurs erben möchte. Was für eine Heuchelei!

  9. 31.

    Es ist aber auch nicht ganz korrekt, dass sich die AfD nicht konstruktiv beteiligt. Man schaue sich mal Dr. Vincentz in NRW an. Er agiert anders als die Ultrarechten in Brandenburg und Thüringen. Oder in Forst, wo AfD und Linke eine gemeinsame Entscheidung zum Wohle der Forster getroffen haben, das aber von Medien scharf kritisiert wurde. Man stelle sich mal vor die Mehrheit dort wählt mit AfD und Linke ca. 60 % und dann werden gemeinsame Beschlüsse an den Pranger gestellt. Was sagt das über unsere Demokratie aus? Auch Parteien von rechts und links sollten gehört werden, wie in jedem anderen Land auch. In Israel regierte lange ein rechtes Bündnis. Keinen interessiert es!

    Sicher sind Höcke und co. keine guter Vertreter ihrer Reihen, genau wie Baerbock bei den Grünen oder Laschet bei der CDU. Es gibt immer wieder Personalentscheidungen die schlecht sind für Parteien, weil oft auch auf Zwang Ämter besetzt werden, leider nicht nach Fähigkeiten und ohne Background Checks...

  10. 30.

    Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH ist eine größere Medienholding, die starke Minderheitsanteile in vielen Unternehmen hält. Z.B. im Redaktionsnetzwerk Deutschland einen von 40%. Zitat einer ehemaligen Generalin der Holding:

    „Auch dort, wo wir 30 oder 40 Prozent haben, kann in der Regel nichts ohne uns passieren. Doch wir behalten uns nur Einfluss auf den Wirtschaftsplan und die Besetzung der Geschäftsführung vor.“
    Die Chefetage wird ihren Einfluß dann nach unten ausüben.

    Warum das hierals Kommentar?
    Nun, die DDVG gehört wiederum zu 100% einer ganz speziellen Firma, die auf dem Gebiet der politischen Willens- und Meinungsbildung tätig ist - der SPD!

  11. 29.

    Wie wäre es denn mit Einem der es wirklich kann und bei einer Direktwahl oben ganz steht.
    GROKO wäre nicht ausgeschlossen und keine schlechte Option.
    Alle anderen Parteien sind schlichtweg nicht regierungsfähig!

  12. 28.

    wenn sich die AfD bis dahin nicht komplett selbst zerlegt hat.

    Junge raus
    Meuthen werden sie auch rauskicken
    vll. noch v. Storch
    und konsequenterweise müsste dann auch Gauland vertrieben werden.
    Letzterer ist vll. zu populär und da wartet man auf die biologische Lösung.

    Was bleibt?
    Höcke Jugend und Kalbitz

    Das wird dann nicht mehr jedem schmecken,
    der eigentlich nur eine bürgerliche Alternative suchte,
    denn der Kern ist mittlerweile nicht mehr nur Rechts, sonder ganz klar Extrem

  13. 27.

    Wer den Auftritt von Frau Weidel am Dienstag im ZDF erleben durfte hat gemerkt, dass ihr gesamter Auftritt nur Fassade ist. Wissen und Antworten gleich Null. Und dieser Laden AFD hält sich für fähig politische Verantwortung zu übernehmen und unsere Land zu regieren??? Unfassbar!!!!

  14. 26.

    Für die schlechten Zahlen der CDU in Brandenburg ist nicht Armin Laschet der Verantwortliche. Die CDU-Wähler fühlen sich hintergangen. Was geht man wählen wenn dann in München mittels intrigieren der Spitzenkandidat der Brandenburger in die Wüste geschickt wird. Durch diese Seilschaften der Amigos die Grünen mit ihren 2 Prozent im Volk zur Macht geholfen wurde. Schon in der kurzen Zeit mit immensen Schaden für zukünftige Generationen in Brandenburg. Schulden sind die Höhe geschossen. Wegen Spritz-Verbot in der Wald kaputt und das ganze gebundene Co2 wird auch freigesetzt.

  15. 25.

    Vielleicht sollten CDU und Grüne doch die Kandidaten noch austauschen. Vorallem erstaundlich wie Laschet abfällt.

  16. 24.

    Man sollte aber die Menschen auch so wählen lassen, wie sie wollen.
    Der SPD-Erdrutsch nach oben ist doch auch ein Zeichen dafür, dass es gelungen ist, die Programmatik von CDU + Grüne auseinanderzunehmen.
    Die SPD hat ein paar Leitplanken gesetzt wie mit den 12,00€ Mindestlohn oder der Schere zwischen Arm und Reich.
    Auch lohnt es sich offenbar für die SPD, mit Innerer Sicherheit zu Punkten sowie klare Kante zur Pipeline zu zeigen.
    Man sieht nun auch, dass CDU- und Grünen-Ergebnisse teilweise auch ziemliche FataMorgana-Ergebnisse waren.

  17. 23.

    Deshalb wähle ich eine demokratische Oppositionspartei, nur bei demokratisch fällt die Blau braune Truppe schon mal raus. Und das nicht nur wegen verschenkter Stimme.

  18. 22.

    Die Menschen fallen doch immer wieder auf die PR Wahlkämpfe herein und vergessen sich zu erinnern wie die letzten 4, 8 Jahre, die Parteien und Köpfe gehandelt haben. Wer jetzt noch nicht weiß wen er wählt, wo ist der bitte die letzten Jahre gewesen?

  19. 21.

    "Ordentliche Bilanz für die Alternative. Man muss berücksichtigen, dass die AfD einer geballten Medienmacht der MSM gegenüber steht."

    Verschwörungstheorien aus der der rechtsextremen Ecke. Primitiv. Dafür benutzen sie auffallend oft diese Medien.

    "Mir fällt auf Anhieb kein Thema ein, wo Merkel erfolgreich war, ob nun bei der verkorksten EU Migrantenpolitik, der gewaltigen EU Schulden,die auf Deutschland lasten oder der Merkelschen Energiewende."

    Die deutschen Unternehmen und Banken (!) sind die größten Nutznießer der EU.

  20. 20.

    Nein, Swen hat Recht. Die AfD ist alles, nur nicht demokratisch. Der Verein um Höcke, Curio und Co. ist unwählbar. Die Fans der AfD können gerne nach Zitaten googeln, jedem normal denkenden Menschen wird speiübel, wenn er/sie das liest.

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