Cottbus - Brandenburger AfD startet in den Bundestagswahlkampf

Bei einer Demonstration der AfD Brandenburg gegen die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie trägt ein Teilnehmer am 22.01.2021 einen Mund-Nasen-Schutz mit dem Aufdruck "AfD" (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Mit Reden von einem Bundes- und mehreren Landespolitikern hat die Brandenburger Afd in Cottbus den Bundestagswahlkampf eingeläutet. Schätzungsweise 150 Menschen kamen am Samstagnachmittag auf dem Stadthallenvorplatz zusammen. Redner waren unter anderem die Bundestagskandidaten Daniel Münschke, Steffen Kotré, Hannes Gnauck und die Vize-Vorsitzende des Landesverbandes, Birgit Bessin.

Auch AfD-Fraktionschef Christoph Berndt war vor Ort. Ein AfD-Bus, auf dem "Volksexpress" stand und der in den kommenden Wochen auf Werbetour durchs Land fahren wird, stand auf dem Platz.

Bessin sprach von einem Irrweg der Globalisten, der durch die AfD gestoppt werde. "Es darf keine Stimme für Deutschlandabschaffer geben." Der Lausitzer Landtagskandidat Münschke, Direktkandidat für die Bundestagswahl und AfD-Fraktionschef in Guben (Spree-Neiße), sagte der Deutschen Presse-Agentur, den Menschen müsse ein Angebot für eine starke Opposition gemacht werden, die die Regierung in ihrem Handeln überwache und für die Region im Strukturwandel das Bestmögliche heraushole.

Auch Hannes Gnauck unter den Rednern

Der AfD-Bundestagskandidat Hannes Gnauck aus Prenzlau in der Uckermark sagte bei der Veranstaltung: "Ich werde weiter unbequem sein (...). Und keine Kanzlerin, kein Minister, kein Herr Haldenwang und kein politisch instrumentalisierter Geheimdienst würden mir jemals die Nähe zu Euch, zu meinem Volk, verbieten können."

Gnauck wird vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) als "Extremist" eingestuft. Das Verfahren des MAD gegen ihn laufe, hatte er am Freitag bestätigt. Er will sich dagegen juristisch zur Wehr setzen. Der 29-jährige Oberfeldwebel bei der Bundeswehr ist auch Botschafter der Jugendorganisation Junge Alternative, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird.

Sendung: Brandenburg aktuell, 31.07.2021, 19:30 Uhr

34 Kommentare

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  1. 34.

    Südbrandenburg war schon immer eine Nazihochburg, auch schon vor der "Wende". Nach der "Wende" haben sich dort viele Neonazis aus den alten Bundesländern angesiedelt, weil dort ihre rechtsextremistische Gesinnung auf fruchtbaren Boden fällt.

    Also hat das Wahlergebnis der rechtsextremen AfD weniger mit den "Altparteien" zu tun, sondern mit den dort ansässigen Rechtsextremisten.

  2. 33.

    Eine aktive Opposition ist für die Demokratie sehr wichtig. Sich vor der Wahl zur Oppositionsrolle zu bekennen, ist ganz im Allgemeinen ehrlich und richtig. Ich wähle gerne auch Parteien, die voraussichtlich in die Opposition gehen müssen. Manchmal können sie dort mehr leisten, als in einer Regierungskoalition. Ich möchte damit keiner Partei fürsprechen, aber Ihrer Aussage klar widersprechen, weil sie politisch und sachlich falsch ist.

  3. 32.

    Absahner und Impfvordrängler habe ich eher bei den Altparteien wahrgenommen. Bei der CDU/CSU ist gleich eine ganze Riege von millionenschweren Absahnern aus dem Bundestag veschwunden.

  4. 31.

    Für deutsche Interessen? Für die Interessen von Rechtsextremisten, Verfassungsfeinden, Antisemiten, Rassisten und völkisch-nationale Ewiggestrige meinen sie!

    „Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD“.

  5. 30.

    Nicht zu vergessen die Schwätzer welche immer von Öko reden und als der Bio-Strom in der ersten Jahreshälfte knapp dann bei Kohle- und Atomstrom saßen anstatt im Dunklen.

  6. 29.

    Sie verbreiten Fake-News. Aber dies ist ja nicht neues bei ihnen. Der RBB widerlegt Sie. Wäre Sie wirklich aus Cottbus würden dann würden sie nicht immer solchen Unsinn schreiben.

    https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/ergebnisse-wahlkreise/landtagswahl-brandenburg-wahlkreis-38-oberspreewald-lausitz-1.html

    https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/ergebnisse-landkreise/landtagswahl-2019-brandenburg-landkreis-oberspreewald-lausitz.html

  7. 28.

    Angesichts dieser Bilanz staune ich, dass es immer noch so viele Leute gibt, die die Altparteien wählen.

  8. 27.

    Demokratieabbau ist nicht schlimm? Wissen Sie eigentlich, was das selbst für Sie persönlich bedeutet? Die Folgen haben unsere Vorfahren erlebt, nicht eine positive Geschichte darunter, sie bezahlten mit Flucht und Tod und Vertreibung und einer riesigen Schuld gegen das Leben. All das ist nicht schlimm? Die AfD ist unwählbar und mindestens 70% würden diese Wölfe in Schafspelzen nie wählen.

  9. 26.

    sondern hetzen offen gegen Andersdenkende, wie z.B. die AFD "
    Nicht alles, was Ihnen so nicht gefällt ist Hetze,
    Es kann einfach nur eine Meldung sein.
    Zumeist liegt es dann am Gegenstand der Meldung, das da nicht so besonders viel positives bei rumkommt.

  10. 25.

    Die AFD setzt sich für Deutsche Interessen ein.
    Was ist daran schlimm?

  11. 24.

    Und deshalb wähle ich sie. Wer sich erinnert, das haben die Grünen auch mal erlebt."
    So, so. Sie haben schon mal Grüne gewählt.

  12. 23.

    HarryLausitzSonntag, 01.08.2021 | 14:09 Uhr
    "Es ist immer das Gleiche. Leute, welche ständig Offenheit und Toleranz predigen, halten sich selbst nicht daran sondern hetzen offen gegen Andersdenkende, wie z.B. die AFD oder deren Wähler.
    Was ich von anderen verlange, muss ich selbst vorleben."

    Nein Herr Harry. Nein. Ich muss dem rechtsautoritären, völkischen, antidemokratischen Gehetze. Dem parlamentarischen Arm des Rechtsterrorismus AfD keine Toleranz entgegenbringen. Ist nämlich nicht völlig wurscht was man sagt und tut und nachher ist Demokratie auch den letzen Dreck tolerieren zu müssen. Damit Sie das Demokratie finden.
    Sie schreiben hier, als müsste ich das Tun von Schulhofschlägern, Lügnern, Betrügern "tolerieren", weil alle ja irgendwie alles dürfen können müssen. Nein. Das ist eben nicht Demokratie. AfD sind Antidemokraten, die die Demokratie funktionalisieren für ihre antidemokratische, völkische und ultrawirtschaftsliberale Agenda. Dafür: Null Toleranz!

  13. 22.

    Norbert KrügerBerlinSonntag, 01.08.2021 | 09:29 Uhr
    "Die AfD ist leider die einzige Oppositionspartei in Deutschland die wir haben und gegen die ständig manipulativ gehetzt wird. Und deshalb wähle ich sie. Wer sich erinnert, das haben die Grünen auch mal erlebt."

    Ja ist klar. Das war auch die Rede über die NSDAP. Ist nun mal schlicht so gewesen. Also schwadronieren Sie hier nicht über angebliche "Opposition", als sei Opposition an sich schon gut. Reden Sie über die Inhalte. Über das Personal. Das Programm. Die Praxis und das Netzwerk der AfD.
    Und da bleibt unterm Strich: Der parlamentarische Arm des Rechtsterrorismus, der nationalistischen, völkischen, pseudodeutschen Hetze. Und dazu ein ultra neoliberales Wirtschafts- und Sozialprogramm. Was sollte das für eine "Opposition" sein? Die alles noch schlimmer macht und eskaliert. Und deren Personal sich dabei noch an Steuergeldern und illegalen Spenden fett macht. Was ist mir Ihnen los? Man sieht bei der AfD doch was man kriegt.

  14. 21.

    Es ist immer das Gleiche. Leute, welche ständig Offenheit und Toleranz predigen, halten sich selbst nicht daran sondern hetzen offen gegen Andersdenkende, wie z.B. die AFD oder deren Wähler.
    Was ich von anderen verlange, muss ich selbst vorleben.

  15. 20.

    All die Kommentatoren die sich in jeden Cottbuser oder Lausitzer hineinversetzen können meine Hochachtung vor ihrem Versagen! Alle schimpfen und hetzten nur gegen die Menschen der Lausitz! Aber beschäftigen sie sich mal mit den Menschen der Lausitz seit 1990? Da kamen Politiker die immer nur viel versprochen haben und nichts gehalten haben!!! Es gibt nur wenige Regionen in Deutschland die das so durch gemacht haben! Und leider glauben die Menschen nicht mehr an die Blasen der Politik. Es sind sicher einfach mehr Protest Wähler als überzeugte AFD Anhänger in der Lausitz! Die Menschen dort wollen einfach nur eine sichere Zukunft und das vertrauen müssen sich die „Altparteien“ erst mal glaube wieder durch wirkliche Taten verdienen. Ich bin kein Anhänger dieser Braunen Partei aber ich verstehe zum Teil die Menschen mit ihrer Enttäuschung und ja mit all ihrer Aussagen werden sie die Menschen überzeugen!

  16. 19.

    Sind Ihnen 50% Wahlbeteiligung lieber???
    Also das Andersdenkende an Wahlen nicht teilnehmen?
    Das war bisher sehr bequem für die Etablierten.
    Nun wählen die Leute AfD.
    Das ist natürlich unappetitlich für alle, die weiter ungebremst nach Links rutschen wollen.

  17. 17.

    Na Sie sind mir gut.
    Ihre Lieblingsparteien nutzen doch auch Strom.
    Wer will den Atom, Kohle und Erdgas ausschalten???
    Frustriert?
    Wenn die Straßen im Dorf kaputt sind und TV-Studios in ständig neuen Designs auflaufen. Da fragen sich manche schon, warum das so ist?
    Oder wenn für Schulen vor Ort kein Geld da ist, aber Milliarden in Linksgrüne Ideologieprojekte wandern.
    Nur ist dies kein Frust.
    Man kann dazu NEIN sagen.
    Und eben auch das NEIN wählen.

  18. 16.

    Einige wollen keine Cottbusser als Nachbarn und ich will keinesfalls besserwisserische, sich selbst moralisch erhöhende Berliner als Nachbarn.

  19. 15.

    Aufgrund der Fehlentwicklungen der Etablierten Parteien auf den Gebieten:
    - Asyl
    - Grenzschutz
    - EU/Euro
    - Russland
    - Gendern
    - Sprachverbote
    - Klima/Energiepolitik
    ist die AfD in den Parlamenten absolut notwendig.
    Natürlich ist es für die Etablierten doof, wenn nicht mehr sie allein die Mandate unter sich aufteilen und es Widerspruch im Parlament gibt.

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