Dahme-Spreewald
Bild: dpa/Lisa Ducret

Dahme-Spreewald - Zwischen Flughafen und Spreewald-Gurken

Der Flughafen BER im Norden, der Spreewald im Süden - der Landkreis Dahme-Spreewald im Südosten Brandenburgs ist eine Region mit vielfältigen Ansprüchen. Bei den Wahlen 2014 punktete neben der SPD auch die CDU, während die Linke schwächelte.

Der Landkreis Dahme-Spreewald liegt im Südosten Brandenburgs und umfasst das Dahme-Seengebiet, die Niederlausitz sowie den Spreewald. Im Norden grenzt der Landkreis an das Land Berlin und gehört zum Speckgürtel der Bundeshauptstadt. In diesem Teil ist der Landkreis eher industriell geprägt. Politisch von Bedeutung ist hier vor allem der neue Flughafen Berlin-Brandenburg. Insgesamt ist das Gebiet des Landkreises zu 42,2 Prozent bewaldet und besteht zu 35,6 Prozent aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Während sich andere märkische Regionen zusehends entvölkern, ist die Einwohnerzahl im Landkreis Dahme-Spreewald seit der Wende fast kontinuierlich angestiegen. Aktuell leben gut 167.000 Menschen hier, nach der Wende waren es gut 140.000. Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,9 (Stand März 2019) deutlich unter dem Brandenburger Schnitt von 6,1 Prozent und ist die geringste im Land.

Spreewald-Tourismus boomt

Der Süden des Kreises erfreut sich eines gut laufenden Fremdenverkehrs. Vor allem der Spreewald mit seinen Fließen und Kanälen zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an - insbesondere Wasserfreunde, Wanderer und Radler. Die Bilanz für 2018: fast zwei Millionen Übernachtungen und Platz zwei im Ranking der beliebtesten Brandenburger Reiseziele.

Der Spreewald wurde gleich nach der Wende von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt - davon profitieren der Landkreis und seine Bürger. Sorge bereiten nur die Schadstoffe, die aus dem Lausitzer Braunkohlerevier in das Naturschutzgebiet gelangen und das Spreewasser rostrot färben.

SPD vor CDU und Linken

Bei der letzten Wahl 2014 hatte die SPD mit 27 Prozent ihre führende Stellung in Dahme-Spreewald behaupten können, die CDU legte leicht zu und erreichte Platz zwei, während die Linke einen deutlichen Dämpfer kassierte und nur noch drittstärkste Kraft im Kreistag wurde. Die AfD kam aus dem Stand auf 6,8 Prozent der Wählerstimmen.

Bei der diesjährigen Kommunalwahl bestimmen die Wählerinnen und Wähler in fünf Wahlkreisen unter anderem 56 Volksvertreter für den Kreistag. Zur Wahl stehen dabei die Kandidaten von SPD, CDU, Linke, AfD, Grüne, Freie Wählergruppe Bauern, Gemeinsame Unabhängige Bürgerliste, FDP, Wir für KW, BVB/Freie Wähler sowie in einzelnen Wahlkreisen weitere Bündnisse.

Neben der Wahl des Kreistages finden am 26. Mai in den 37 Städten und Gemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald zudem Stadtverordneten- und Gemeindevertreterwahlen statt. Gewählt werden auch 24 ehrenamtliche Bürgermeister sowie in insgesamt 133 Ortsteilen 17 Ortsvorsteher und 116 Ortsbeiräte.

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