Elbe-Elster
Bild: imago/Rainer Weisflog

Elbe-Elster - Mit moderner Landwirtschaft und Tourismus in die Zukunft

Der Landkreis Elbe-Elster im Südwesten Brandenburgs ist der am bäuerlichsten geprägte des Landes. Die Bevölkerungsprognosen sind miserabel, aber der Kreis will sich mit Tourismus ein zweites Standbein schaffen. Politisch ist Elbe-Elster aktuell eine CDU-Hochburg.

Der Landkreis Elbe-Elster liegt im äußersten Südwesten Brandenburgs, direkt an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und Sachsen. Berlin und Potsdam sind weit weg, im Osten des Landkreises ragt die Lausitz herein, in den Norden der Fläming.

Sinkende Einwohnerzahlen und steigender Altersdurchschnitt sind das Hauptproblem des berlinfernen Landkreises. Und die Zukunftsprognosen sind noch miserabler: Bis 2040 wird die Bevölkerung des Landkreises statistischen Berechnungen zufolge nochmal um fast ein Viertel zurückgehen. Derzeit leben rund 103.000 Menschen im Kreis Elbe-Elster, Anfang der 1990er Jahre waren es noch rund 140.000.

Der Grund für diese Entwicklung: Elbe-Elster ist stark bäuerlich geprägt. Allerdings bemüht sich die Region seit Jahren, mehr aus seinem wirtschaftlichen Hauptstandbein, der Landwirtschaft, zu machen: weg von der traditionellen Lebens- und Futtermittelproduktion hin zu moderner und lukrativerer Agrarwirtschaft. Im Detail bedeutet das einen verstärkten Anbau von Biomasse für Biogasanlagen oder den Verkauf von Strom aus Solarmodulen auf Stalldächern.

Tourismus als zweites Standbein

Wie viele andere brandenburgische Kreise setzt aber auch Elbe-Elster große Hoffnungen in den Fremdenverkehr. Der Tourismusverband wirbt auf seiner Webseite mit einem großen Angebot an Radrouten durch Auen und Wälder, mit Wanderwegen und Wassersportmöglichkeiten. Highlight ist der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Besichtigt werden können auch alte Industrierelikte - Bergbaugeräte oder Braunkohlekraftwerke. Doch deren aktive Zeiten sind längst vorbei. Größere Industrie-Ansiedlungen gibt es im Landkreis Elbe-Elster mit der Stadt Herzberg als Zentrum heute nicht mehr.

Elbe-Elster als CDU-Hochburg

Politisch ist die Lage in Elbe-Elster recht eindeutig: Haushoch war die CDU bei der letzten Kommunalwahl 2014 überlegen (35,1 Prozent), SPD und Linke verloren und teilten sich mit 16,6 Prozent Platz zwei. Ein zweistelliges Ergebnis erreichte auch die Bauernvereinigung LUN.

Am 26. Mai geht es nun darum, die 50 Sitze im Kreistag neu zu verteilen. Zur Wahl stehen neben den vier genannten Parteien die Listen von BVB/Freie Wähler, FDP, AfD, Grüne, NPD, Unabhängige Wählergemeinschaft Elbe-Elster sowie weitere Bündnisse, die nicht in allen drei Wahlkreisen antreten.

Außerdem werden in den 33 Städten und Gemeinden des Landkreises die Stadt- und Gemeindevertretungen neu gewählt, dazu 22 ehrenamtliche und für Uebigau-Wahrenbrück ein hauptamtlicher Bürgermeister. In 145 Ortsteilen werden zudem 59 Ortsvorsteher und 86 Ortsbeiräte neu gewählt.

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