Pressekonferenz des FC Energie Cottbus vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München (Quelle: imago images/Steffen Beyer)
Video: Brandenburg aktuell | 11.08.2019 | Jörg Klawitter | Bild: imago images/Steffen Beyer

Cottbus-Trainer vor Bayern-Spiel - "Ich verbiete keinem zu träumen, aber ich träume nicht"

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Energie Cottbus am Montag auf Bayern München. Mehr als 20.000 wollen das Gastspiel des Rekordmeisters sehen, auch wenn sie wissen, dass Energie nicht den Hauch einer Chance hat. Von Andreas Friebel

Selten wirkte der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz so entspannt wie vor dem Pokalduell gegen München (Montag ab 20:15 live im Ersten). Während in der Regionalliga von seiner Mannschaft Siege erwartet werden, rechnet im DFB-Pokal niemand mit einer Überraschung. "Dieses Duell ist noch ungleicher als ungleich", machte Wollitz am Sonntag auf der Abschlusspressekonferenz klar - und schob gleich nach: "Ich verbiete keinem zu träumen, aber ich träume nicht. Ich glaube auch nicht an eine Sensation."

15 gesunde Feldspieler haben die Cottbuser aktuell. Der drittligaerfahrene Robert Müller (mehr als 300 Einsätze) fällt mit Rückenproblemen weiter aus. Auch Neuzugang Ibrahim Hajtic kann wegen einem Muskelfaserriss nicht mitspielen. "Damit bleibt mir noch ein gelernter Innenverteidiger. Damit schicke ich gegen München eine leicht verbesserte U19-Mannschaft auf den Rasen", so Wollitz.

Bisher zwei Siege gegen München

Weil diese "verbesserte U19" schon in der Regionalliga große Probleme hatte (neun Gegentore in drei Spielen), ist die Erwartungshaltung in der Lausitz gering. Trotzdem will sich Energie nicht verstecken. "Wir müssen in erster Linie kompakt stehen. Und nach vorn haben wir gute Stürmer, die auch mal ein Tor machen können", erklärt Verteidiger Jan Koch.

Einer dieser Stürmer ist Dimitar Rangelov. Als er 2008 für Energie Cottbus spielte, gelang seiner Mannschaft ein 2:0-Sieg über die Bayern. Er war der zweite und zugleich letzte Erfolg über den Rekordmeister. Der erste Sieg (1:0) datiert aus dem Oktober 2000. Damals wurde Energie noch von Ede Geyer trainiert. "Die Bayern haben uns an diesem Tag etwas unterschätzt - und ich glaube, sie haben sich vor uns auch ein bisschen in die Hose geschissen", erinnerte sich Geyer später an diese Sternstunde des Cottbuser Fußballs.

Cottbus trainiert Elfmeterschießen

2019 will der aktuelle Trainer Wollitz, dass "es Montagabend ein Fußballfest gibt" und dass seine Spieler die "große Bühne nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen". Immer wieder aber auch verbunden mit dem Hinweis, dass "Cottbus gegen Bayern keine Chance hat".

Aber eine klitzekleine Chance sehen seine Spieler offenbar dann doch. Beim Abschlusstraining am Sonntagmittag übten sie freiwillig Elfmeterschießen. Denn in den beiden vergangenen Jahren war Cottbus gegen die damaligen Erstligisten Stuttgart (jetzt 2. Liga) und Freiburg jeweils erst nach Elfmeterschießen gescheitert. Eigentlich hätte es Energie mal verdient, eine Runde weiterzukommen. Aber gegen die Bayern ist das unter normalen Umständen unmöglich.

Sendung: Brandenburg aktuell, 12.08.2019, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 1.

    Ich erwarte keinen Sieg für Cottbus, da die Bayern eine echt harte Nuss sind. Aber bitte bitte lieber FCE spielt vernünftig und mit erhobenem Haupt !!! Die ganze Nation schaut auf Euch. Ich drücke Euch die Damen -> ein Sieg wäre natürlich auch nicht schlecht.

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