Ibrahim Hajtic von Energie Cottbus steht am 04.08.1019 auf dem Spielfeld (Quelle: imago images/Steffen Beyer)
Bild: imago images/Steffen Beyer

Cottbus gegen Nordhausen am Sonntag - Unerklärliche Blutwerte beschäftigen Energie-Trainer Wollitz

Schlechte Blutwerte bei Energie-Spieler Ibrahim Hajtic: Der 21-Jährige bekam jetzt ein Trainingsverbot von seinen Ärzten. Der Innenverteidiger fällt damit für das Topspiel am Sonntag bei Wacker Nordhausen aus (ab 13:30 Uhr im Livestream auf rbb|24). Von Andreas Friebel

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz wirkte am Donnerstag auf der wöchentlichen Pressekonferenz der Lausitzer etwas ratlos. Vor einer Woche hatte er erklärt, dass sein Spieler Ibrahim Hajtic im Krankenhaus liegt, weil er nach schlechten Blutwerten genauer untersucht werden soll. Am vergangenen Samstag tauchte der Abwehrspieler überraschenderweise aber wieder im Stadion auf. Er war Zaungast beim 6:0-Sieg über den BFC Dynamo. "Alles ok", gab Hajtic Entwarnung, nach seinem Kurzaufenthalt im Cottbuser Thiem-Klinikum.

Vier Wochen Trainingsverbot für Hajtic

Doch die medizinische Abteilung des Regionalligisten ordnete zu Wochenbeginn erneut Untersuchungen an. Dabei wurde festgestellt, dass die Blutwerte zwar etwas besser geworden sind, aber immer noch zu schlecht, um Leistungssport zu betreiben. "Wir wurden dann informiert, dass Hajtic vier Wochen lang nicht trainieren darf", so Wollitz. Dann soll er erneut untersucht werden. Für den gebürtigen Hattinger setzt sich damit seine Leidenszeit fort. Ende Juli aus Würzburg nach Cottbus gewechselt, absolvierte er nur ein Spiel über 90 Minuten. Danach fiel er mit einem Muskelfaserriss aus. Mitte September kehrte Hajtic in den Kader zurück. In der Regionalliga spielte er aber lediglich zehn Minuten beim 2:2 gegen den Berliner AK. Nun fällt der Innenverteidiger erneut aus.

Wollitz erwartet "wichtiges und schweres Spiel"

Dabei steht am Sonntag gegen Wacker Nordhausen "ein enorm wichtiges Spiel an", so Trainer Wollitz. Energie hat seit fünf Begegnungen nicht mehr verloren. Das Duell beim Tabellenvierten ist die Chance für die Lausitzer den Topteams der Liga wieder ganz nah zu kommen. Aktuell hat Cottbus 17 Punkte, die Thüringer haben 20 Zähler. "Nordhausen hoffte in den vergangenen Jahren immer auf den großen Wurf. Es hat aber immer nicht ganz gereicht." In der vergangenen Saison wurden sie Dritter. Im Jahr davor Zweiter hinter Energie Cottbus. Möglich wurde das durch viel Erfahrung im Kader. So steht mit Jan Glinker zum Beispiel ein Akteur im Tor, der schon in der 2. und 3. Liga gespielt hat. Auch Carsten Kammlott und Nils Pichinot schossen ihre Tore auch schon in der 3. Liga. "Sie haben sehr viel Routine im Team. Deshalb erwarte ich am Sonntag ein schweres Spiel", erklärt der Energie-Trainer.

Mit Nordhausen kommt ein anderes Kaliber

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Wollitz erneut in einem hohen Spieltempo. "Wir brauchen eine extreme Mentalität und Agressivität. Wenn wir wieder alles rauspusten und an unser Maximum kommen, haben wir eine gute Chance. Davon bin ich überzeugt."

Das Cottbus in der Lage ist, 90 Minuten Vollgas zu spielen, zeigten die Lausitzer am vergangenen Wochenende beim 6:0 über den BFC Dynamo. Die Berliner hatten kaum eine Chance. Nordhausen ist zwar ein anderes Kaliber, aber dieser klare Sieg hat Energie weiter Rückenwind gegeben. "Die Mannschaft ist jetzt deutlich überzeugter, als noch vor ein paar Wochen und weiß, was es bedeutet, wenn sie am Sonntag gewinnen würde", sagt Claus-Dieter Wollitz.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.10.2019, 08:00 Uhr

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