Trainingsauftakt beim FC Energie Cottbus (Quelle: FC Energie Cottbus)
Audio: Inforadio | 07.01.2020 | Andreas Friebel | Bild: FC Energie Cottbus

Trainingsstart mit neuen Gesichtern - Bei Energie Cottbus beginnt die Nach-Wollitz-Ära

Nach dem Abgang von Claus-Dieter Wollitz hat bei Energie Cottbus eine neue Zeitrechnung begonnen. Neben dem neuen Cheftrainer Sebastian Abt stellten sich beim Trainingsauftakt am Montag auch der neue Präsident und der neue Sportchef vor. Von Andreas Friebel

So viele neue Gesichter gab es zu einem Cottbuser Trainingsstart nach den Weihnachtsferien selten. Als das Team vor drei Wochen in den Urlaub ging, hieß der Coach noch Claus-Dieter Wollitz. Und nun hat man einen neuen Präsidenten, einen neuen Sportdirektor, einen neuen Co-Trainer und mit Sebastian Abt auch einen neuen Chef auf der Bank. Der aber zunächst so viel gar nicht ändern wird: "Die Mannschaft hat im letzten halben Jahr erfolgreich Fußball gespielt. Da muss ich das Rad nicht neu erfinden. Wir werden aber an kleinen Stellschrauben drehen. Aber wir werfen jetzt nicht alles über den Haufen."

Neuer Präsident Auth hat für 2022 eine Vision

Der langjährige Cottbuser Nachwuchscoach übernimmt zum ersten Mal eine Profimannschaft. Und das ganz klar mit der Ziel, Erster zu bleiben und aufzusteigen, machte der neue Präsident Matthias Auth am Montag bei seiner Ansprache an die Mannschaft klar. Zudem stellte er seine Vision 2022 vor. "Wir wollen bis dahin Voraussetzungen schaffen, um uns aus sportlicher und finanzieller Sicht dauerhaft im Profifußball zu etablieren. Das gilt für die dritte Liga und gern auch höher."

Von höheren Zielen hatten auch schon seine Vorgänger gesprochen. Allerdings scheiterten sie an der Realität. Millionenschulden, der kostspielige Unterhalt des Stadions der Freundschaft und die Gefahr, dass der Hauptsponsor nach dieser Saison aussteigt, schweben wie ein Damoklesschwert über dem Präsidenten. "Wir haben verlässliche Partner und gehen auch mit diesem großen Sponsor in Gespräche, um auszuloten, wie es in Zukunft weiter geht."

Cottbus will junge Spieler entwickeln

Neben Präsident und Trainer stellte sich am Montag auch Sebastian König vor. Der bisherige Leiter des Nachwuchszentrums ist nun Sportchef. Diese Aufgabe hatte Claus-Dieter Wollitz bis zu seinem Abschied in Doppelfunktion ausgeübt. "Unsere Zukunft liegt in unserer Nachwuchsarbeit", machte König beim Amtsantritt klar. Energie wird in Zukunft ein Ausbildungsverein sein. "Junge Spieler zu entwickeln oder zu uns zu holen und dann zu verkaufen, sichert uns das wirtschaftliche Überleben. Das ist der Weg, den wir in Zukunft gemeinsam gehen wollen."

Testspiele gegen Chemnitz und Altglienicke

Und um das zu unterstreichen, wurden beim Trainingsauftakt gleich zwei Nachwuchsspieler in den Profikader befördert. Neu im Team ist auch Florian Brügmann. Der Verteidiger ist bislang der einzige Neuzugang in der Winterpause. Brügmann spielte zuletzt bei Drittligist Duisburg. Dass er eine Liga tiefer nach Cottbus wechselt, liegt auch an seinem Bruder Felix. Der hat in dieser Saison schon zehn Treffer für die Lausitzer erzielt. "Felix musste mich nicht überreden, hier herzukommen. Er hat mir aber gesagt, dass es bei Energie eine intakte Mannschaft mit guten Spielern gibt."

Ob Florian Brügmann noch weitere Neuzugänge folgen, werden die nächsten Tage zeigen. Auch im Mittelfeld sucht Cottbus noch nach Verstärkungen, bevor Anfang Februar das erste Ligaspiel in Erfurt ansteht. Bis dahin gibt es mindestens drei Testspiele. Unter anderem gegen Drittligist Chemnitzer FC und Ligakonkurrent Altglienicke.

Sendung: Inforadio, 07.01.2020, 10:15 Uhr

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