Dominik Pelivan (Mitte) spricht am 08.02.2020 mit Manschaftskollegen (Quelle: dpa/Fotostand)
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Audio: Antenne Brandenburg | 13.02.2020 | Andreas Friebel | Bild: dpa/Fotostand

Cottbus empfängt Viktoria Berlin - Ein halbes Jahr Frust und nun wieder Lust

Viktoria Berlin und Energie Cottbus treffen am Sonntag im Stadion der Freundschaft aufeinander. In der Startelf der Lausitzer könnte ein neuer Hoffnungsträger stehen: Dominik Pelivan. Hinter dem Mittelfeldspieler liegen aber schwere Monate. Von Andreas Friebel

Jahrelang ging es in der Karriere von Dominik Pelivan nur bergauf. Als Achtjähriger entdeckten ihn die Talentsucher von Hertha BSC, wo er sich durch alle Nachwuchsmannschaften kickte. Mit 20 unterschrieb er einen Vertrag beim Drittligisten SG Sonnenhof-Großaspach. Dort kämpfte er sich in die Startelf und schoss in der vergangenen Saison fünf Tore. In Großaspach war trotzdem zum Saisonende Schluss. Nun begann für ihn eine lange Zeit voller Frust und Enttäuschung. Sieben Monate fand Pelivan keinen neuen Klub. "In so einer Phase muss man mental stark bleiben und an sich glauben. Es war wirklich eine schwierige Phase und ich bin glücklich, dass sie nun vorbei ist", freut sich der 23-Jährige.

"Es ist echt bitter gelaufen"

Das Lächeln ist zurück, die schwierige Zeit hat der Berliner hinter sich gelassen. Denn in den vergangenen Monaten zog der Deutsch-Kroate wieder zurück zur Familie nach Berlin. Lebte vom Arbeitslosengeld und hatte Glück, dass ihn der SV Babelsberg ein bisschen mittrainieren ließ, um nicht völlig die Form zu verlieren. Ein Freund hatte bei den Nulldreiern ein gutes Wort für ihn eingelegt. "Es ist echt bitter gelaufen", sagt Pelivan, wenn er an die vergangenen Monate zurückdenkt.

Vierte Liga als neue Chance

Wohl auch deshalb, weil der Spielermarkt inzwischen keine Gnade kennt. Wer nicht spielt, ist schnell vergessen. "Es gab anfangs Möglichkeiten - die aber unglücklich verpasst wurden", formuliert Dominik Pelivan etwas verklausuliert, dass er sich auch etwas verpokert hat. Denn Energie Cottbus war schon im vergangenen Sommer an dem defensiven Mittelfeldspieler dran. Nach einem halben Jahr ohne Verein, sieht der Berliner nun die vierte Liga als Chance. "Cottbus ist nicht so weit weg von zuhause. Das hat die Entscheidung leicht gemacht. Und mir war es auch wichtig, dass man mir vertraut und ich endlich wieder Fußball spielen kann."

Gute Chance auf Startelf-Einsatz

Und dieses Vertrauen gibt ihm der neue Cottbuser Trainer Sebastian Abt. Am vergangenen Wochenende (2:2 gegen Lok Leipzig) durfte der Neuzugang eine Halbzeit ran. "Wir haben ihn schon etwas in das kalte Wasser geworfen. Er hat es aber sehr gut gemacht und war sofort im Spiel drin. Wir sind mit ihm sehr zufrieden." Deshalb stehen die Chancen sehr gut, dass Dominik Pelivan am Sonntag gegen Viktoria Berlin (Anpfiff 13.30 Uhr) in der Startelf steht.

Klar ist aber auch, dass das halbe Jahr nicht ganz spurlos am 23-Jährigen vorbei gegangen ist. Er wird noch einige Zeit brauchen, um in Topform zu kommen. Doch Pelivan stellt sich dieser Herausforderung, denn er weiß, dass Energie Cottbus seine letzte Chance im Profifußball ist. "Ich fühle mich wohl. Es macht Spaß, endlich wieder auf dem Rasen zu stehen."

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.02.2020, 15:10 Uhr

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