Moritz Broschinski jubelt über seinen Führungstreffer (imago images/Steffen Beyer)
Audio: Inforadio, 12.05.2020, Andreas Friebel | Bild: imago images/Steffen Beyer

Energie-Talent Broschinski wechselt zum BVB - Erst Abi, dann Dortmund

Für Moritz Broschinski ist der Traum von der Bundesliga greifbarer geworden: Der 19-jährige Energie-Spieler unterschrieb einen Vertrag bei Borussia Dortmund - und weiß, dass er sich dort hinten anstellen muss. Andreas Friebel stellt den jungen Cottbuser vor.

Paderborn, Freiburg, Wolfsburg und Dortmund buhlten um Moritz Broschinski, den 1,90-Meter Stürmer von Energie Cottbus. Dass die Wahl letztendlich auf Borussia Dortmund fiel, hat damit zu tun, dass Moritz Broschinski zunächst im neuformierten U23-Teams des Klubs für die Bundesliga aufgebaut werden soll. Denn er weiß genau, dass ihm noch sehr viel zu einem Spieler im Profifußball fehlt. "Wenn man direkt in die zweite oder dritte Liga geht, schafft man es oder nicht. Die Gefahr nicht zu spielen, war mir zu groß. Und um mich weiter in Ruhe zu verbessern, habe ich mich für die U23 von Dortmund entschieden."

Vertragsangebot von Energie kam zu spät

Allerdings spielt der Nachwuchs von Dortmund aktuell nur Regionalliga. Das hätte der 19-Jährige auch in Cottbus haben können. Wollte er aber nicht, weil Energie lange zögerte, bis es ein Vertragsangebot gab. Als das kam, war der Wechsel aber schon weit vorangeschritten. Und selbst die Möglichkeit, sich eine Ausstiegsklausel einbauen zu lassen, damit Energie über diesen Weg noch eine kleine Ablösesumme bekommt, kam für Broschinski nicht in Frage. "Natürlich hätte das dem Verein gutgetan. Ich habe den Verantwortlichen aber auch gesagt, dass ich meine Dankbarkeit darin gezeigt habe, dass ich jeden Tag 100 Prozent Leistung gebracht habe. Und dann war das Thema für mich durch."

Sechs Tore und acht Vorlagen - so lautet die bisherige Saisonbilanz des gebürtigen Finsterwalders. Der über den Zwischenstopp bei Brieske Senftenberg 2012 schließlich auf der Lausitzer Sportschule in Cottbus landete. Auf der macht er gerade sein Abitur. Dank Corona-Zwangspause in der Regionalliga war die Vorbereitung darauf auch ziemlich gut möglich. "Was das Abi betrifft, war das für mich optimal."

Moritz Broschinski (links) im Gespräch mit Claus-Dieter Wollitz. Bild: imago-images/Steffen BeyerMoritz Broschinski im Gespräch mit Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz.

"Bin froh, dass ich endlich wieder zocken kann"

Weniger optimal war die Zwangspause mit Blick auf das immer wieder gleiche Fitnessprogramm, was im Wesentlichen aus Laufen bestand. Dass bei Energie nun wieder in kleinen Gruppen trainiert wird, freut den 19-Jährigen. "Das ist zwar auch nicht das Wahre. Aber ich bin erstmal wieder froh darüber, dass ich wieder zocken kann."

Dass er für seinen aktuellen Verein nochmal zockt, glaubt Broschinski unterdessen nicht mehr. Er geht von einem vorzeitigen Ende der Saison aus. "Natürlich wäre es schön, wenn wir noch ein Aufstiegsturnier spielen dürften. Sich mit dem Aufstieg zu verabschieden, wäre echt super. Aber warum sollten, die die vor uns stehen, da mitmachen? Wir würden es wahrscheinlich auch nicht machen." Sein nächstes Fußballspiel wird das Lausitzer Talent also wahrscheinlich dann erst im Spätsommer für seinen neuen Klub Borussia Dortmund bestreiten.

Sendung: Inforadio, 12.05.2020, 8:15 Uhr

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