Cottbuser Felix Brügmann umringt von zwei Spieler aus Krieschow (Quelle: imago images/Steffen Beyer)
Video: rbbUM6 | 10.10.20 | 18:00 Uhr | Torsten Michels | Bild: imago images/Steffen Beyer

3:2-Sieg gegen Krieschow - Cottbus zieht ins Landespokal-Viertelfinale ein

Energie Cottbus ist ins Viertelfinale des Landespokals eingezogen. Die Lausitzer gewannen gegen den VfB Krieschow mit 3:2. Der Oberligist machte es ihnen aber besonders in der ersten Halbzeit schwer - und sorgte auch kurz vor Schluss noch einmal für Spannung.

Die Überraschung lag etwa eine Halbzeit lang in der Luft, am Ende setzte sich aber doch der Favorit durch: Am Samstagnachmittag besiegte Regionalligist Energie Cottbus den VfB Krieschow aus der Oberliga Süd mit 3:2 (1:1).

Innerhalb von vier Stunden waren alle Tickets für den "Südbrandenburg-Classico" ausverkauft. 932 Zuschauer waren auf dem Sportpark Krieschow zugelassen. An die vorgeschriebenen Abstände hielten sich jedoch nicht alle.

Der Außenseiter führt früh

Die erste Gelegenheit gehörte dem Regionalligisten. Doch Felix Brügmann scheiterte an Krieschows Torhüter Christian Drangosch. Auch ein Kopfballversuch des Cottbusers wenige Minuten später war leichte Beute für den Keeper. Die Gastgeber aus der Oberliga Süd zeigten früh, dass die Außenseiterrolle keinesfalls die richtige für sie ist. In der Liga ist das Team noch ungeschlagen und Tabellenführer. Und so traten sie auch gegen Cottbus selbstbewusst auf, Kapitän Andy Hebler prüfte Energies Torwart Tim Stawecky.

Cottbus fehlt das Tempo

Ein Cottbuser Fehler brachte Krieschow dann die große Chance. Verteidiger Patrick Storb hatte den Ball eigentlich sicher, ließ ihn sich aber von Paul Pahlow klauen. Der bediente Leo Felgenträger, der aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung für die Gastgeber traf (14.).

Cottbus antwortet mit einem Lattenschuss durch Neuzugang Mario Crnicki. Häufig fehlte es dem Favoriten aber an Tempo, entsprechend schwer tat sich die Mannschaft von Dirk Lottner im Spielaufbau. Plötzlich aber ging es schnell - und wurde direkt gefährlich. Jonas Hofmann legte für Felix Geisler auf, der zum Ausgleich traf (23.).

Brügmann und Crnicki bauen die Führung aus

Nach Wiederanpfiff machte es Krieschow sich dann selber schwer. Eine Cottbuser Chance war eigentlich schon geklärt, als Tobias Gerstmann Energies Crnicki zu Boden riss. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter - und den verwandelte Felix Brügmann souverän zur erstmaligen Cottbuser Führung (52.).

Die Cottbuser hatten das Spiel inzwischen im Griff. Die Gastgeber kämpften, große Chancen blieben aber aus. Und so sorgte Cottbus für die vermeintliche Vorentscheidung. Neuzugang Mario Crnicki belohnte sich für seinen guten Auftritt, hatte viel Platz und erzielte das 3:1 (76.).

Doch kurz vor Schluss war Krieschow plötzlich wieder da. Sven Konzack verkürzte auf 2:3 (90.). In die Verlängerung konnten sich die Gastgeber nicht mehr retten, haben es den Lausitzern aber alles andere als leicht gemacht.

Auch Fürstenwalde, Babelsberg und Luckenwalde weiter

Auch die anderen Brandenburger Regionalligisten zogen am Samstag ins Viertelfinale ein. Union Fürstenwalde gewann bei der SG Einheit Zepernick 1925 mit 2:0. Babelsberg besiegte den Oranienburg FC Eintracht klar mit 4:1. Aufsteiger Luckenwalde setzte sich knapp mit 2:1 beim SV Germania 90 Schöneiche durch.

Sendung: rbb UM6, 10.10.2020, 18 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Dank Neuzugang Crnicki sind die Cottbuser eine Runde weiter! Dieser Junge scheint was drauf zu haben!

  2. 4.

    Die Jungs aus Krieschow haben wirklich einen guten Fußball gespielt. Auch auf Grund der guten sportlichen Verbindungen beider Vereine. Das mit dem Elfer, ist für jede Mannschaft immer auch ein bißchen Gluckssache. Bleibt fair und seit stolz auf die Leistung der Jungs aus Krieschow.

  3. 3.

    Sie meinen nur Dank der gut ausgebildeten Spieler aus dem Cottbuser NWLZ stand Krieschow überhaupt im Achtelfinale. Mal schön auf dem Teppich bleiben. Beide Vereine stehen sich schließlich sehr nahe.

  4. 2.

    Sie meinen nur Dank der gut ausgebildeten Spieler aus dem Cottbuser NWLZ stand Krieschow überhaupt im Achtelfinale. Mal schön auf dem Teppich bleiben. Beide Vereine stehen sich schließlich sehr nahe.

  5. 1.

    Nur dank des geschenkten Elfers.
    Energie holt nie den Cup.

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