Energie Cottbus-Trainer Dirk Lottner bläst die Backen auf/imago images/Picture Point
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Regionalliga-Spiel im Livestream - Bleibt Cottbus auch gegen Hertha II in der Erfolgsspur?

Auf einen neuen Trainer muss nicht immer eine Trendwende folgen. Bei Energie Cottbus hat Dirk Lottner jedoch innerhalb kürzester Zeit dafür gesorgt, dass die Mannschaft wieder Siege einfährt. Können die Lausitzer auch gegen Hertha II punkten? Von Lukas Scheid

 

rbb|24 zeigt das Spiel am Sonntag ab 13:25 Uhr im Livestream

Energie Cottbus reist am Sonntag zum Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von Hertha BSC nach Berlin. Tabellarisch findet das Duell im Niemandsland der Regionalliga Nordost statt - Energie Cottbus steht mit 13 Punkten auf Rang sechs, Hertha BSC II mit einem Punkt weniger auf dem zehnten Rang. Bereits 14 beziehungsweise 15 Punkte beträgt der Abstand zu Spitzenreiter Viktoria Berlin.

Noch einmal oben angreifen? Für den Cottbusser Trainer Dirk Lottner ist das eher unrealistisch, Ziele gibt es dennoch: "Wir wollen uns individuell und als Mannschaft weiterentwickeln, damit wir eine gute Basis haben, auch für die neue Saison."

Dreierkette als Stabilisator

Energie Cottbus ist zunächst noch immer dabei, den verkorksten Saisonstart mit vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen zu korrigieren. Sebastian Abt musste gehen, Dirk Lottner kam. Und prompt verbesserte sich auch die Punkteausbeute der Lausitzer.

In vier Ligaspielen seither gab es drei Siege und ein Remis, dazu der Viertelfinaleinzug im Brandenburger Landespokal. Entscheidend dafür, sagt Lottner, sei die Stabilisierung der Defensive und die Systemumstellung auf eine Dreierkette.

Die Abwehr der Cottbuser muss nun auch dem unberechenbaren Sturm von Hertha II standhalten. Die zweite Mannschaft des Hauptstadtklubs spielt bislang eine durchwachsene Saison mit drei Siegen, drei Niederlagen und drei Unentschieden. Energie-Coach Lottner erwartet Unbekanntes: "Sie haben in den letzten Wochen immer wieder ihr Spielsystem verändert und hatten auch immer wieder Spieler aus der ersten Mannschaft dabei. Deshalb ist es wie immer gegen eine zweite Mannschaft: Du weißt nicht so richtig, was auf dich zukommt."

Liga-Debüt für Neuzugänge

Nach einer Grippeerkrankung wird Mittelfeldspieler Niclas Erlbeck wieder zur Verfügung stehen. Neuzugang Jonas Hoffmann, der in letzter Minute des Transferfensters von Schalke 04 II in die Lausitz kam, wird voraussichtlich sein erstes Meisterschaftsspiel bestreiten. Auch Neu-Stürmer Mario Crnički, der aus Sarajevo kam, soll sein Liga-Debüt geben.

Nicht dabei ist Yanik Frick. Der Liechtensteiner wurde vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet und stößt frühestens kommenden Montag zurück zur Mannschaft, wie Lottner erklärte.

Die Corona-Pandemie wird sich jedoch auch über die Infektion von Frick hinaus bei Energie Cottbus bemerkbar machen. Erst am Donnerstag stieg der Inzidenzwert im Stadtgebiet Cottbus über 50 und Cottbus gilt somit als Risikogebiet. Kurz nach Bekanntwerden der erhöhten 7-Tage-Inzidenz hatte der Verein angekündigt, künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu trainieren, keine Pressekonferenzen mehr abzuhalten und beim nächsten Heimspiel am kommenden Wochenende gegen den Berliner AK vor leeren Rängen zu spielen.

Energie ohne Fans im Rücken

Lottner fürchtet, dass die Zuschauer vor allem in brenzligen Spielsituationen fehlen könnten: "Wenn man, wie im letzten Heimspiel, 0:2 zurück liegt und dann den Anschluss erzielt, merkt man schon, dass so eine Kulisse dabei helfen kann, so ein Spiel noch zu biegen." Beim 3:2-Sieg gegen den BFC Dynamo Anfang Oktober waren rund 3.200 Zuschauer im Stadion der Freundschaft. Dass das gegen BAK nicht wieder möglich sein wird, findet Lottner ärgerlich, auch vor dem Hintergrund, dass die finanzielle Situation bei Energie Cottbus sich dadurch eher verschlechtern dürfte.

Sendung: rbb UM6, 18.10.2020, 18 Uhr

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