Rennen ohne Corona-Einschränkungen - DTM-Rennen auf dem Lausitzring startet mit Steilkurve

Do 19.05.22 | 16:24 Uhr | Von Andreas Friebel
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Eine Szene vom DTM-Rennen auf dem Lausitzring 2021. Quelle: imago images/Jan Huebner
Audio: rbb24 Inforadio | 18.05.2022 | Andreas Friebel | Bild: imago images/Jan Huebner

Mit 250 Sachen in eine Kurve zu gehen, erfordert immer jede Menge Mut. Noch mehr davon wird allerdings gebraucht wird, um am Wochenende bei der DTM auf dem Lausitzring ganz vorne mitzufahren. Von Andreas Friebel

Einmal im Jahr wird es auf dem Lausitzring richtig voll. Nämlich dann, wenn die DTM - die Deutschen Tourenwagenmasters - auf dem Ring vorbeischauen. An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Zehntausende Motorsport-Fans werden dazu erwartet.

Spektakuläre Steilkurve wieder im Einsatz

Es ist das erste DTM-Rennen in diesem Jahr in Deutschland. Und das hat es wieder in sich. Denn auf die 29 Rennfahrer wartet direkt nach dem Start die spektakuläre Steilkurve des Lausitzringes. Weil sie so anspruchsvoll und nicht ganz ungefährlich ist, wurde sie fast 20 Jahre nicht gefahren. Einst für das Europa-Gastspiel der amerikanischen Champ Cars genutzt, fährt die DTM diese Steilkurve seit vergangenem Sommer nun exklusiv. Keine andere Rennserie sonst darf sie fahren.

Auch Lucas Auer ist da schon durch - und hat mächtig Respekt. "Das ist echt Hardcore. Aber trotzdem ist der Lausitzring eine tolle Strecke", sagte der Österreicher. Eine Strecke, die mit sich bringt, dass die Fahrer mit etwa 250 km/h in die Steilkurve gehen. Und das manchmal sogar zu dritt oder zu viert nebeneinander. Dafür braucht man Mut, oder wie es der Däne Nicki Thiim in bester Oliver Kahn-Manier formuliert: "Da brauchen wir Eier!"

Keine Corona-Einschränkungen mehr

"Im vergangenen Jahr habe ich mir in dieser Kurve fast in die Hose gemacht", gibt Audi-Pilot Nico Müller zu, der am Wochenende in Portimão (Portugal) das Sonntagsrennen gewann. Neben Audi sind auf dem Lausitzring auch BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche dabei, die durch diese Kurve donnern wollen.

Nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen erlebt die Strecke in Südbrandenburg erstmals wieder ein Rennwochenende praktisch ohne Einschränkungen. 2020 konnten keine Zuschauer dabei sein. 2021 nur einige Tausend. Diesmal soll alles wie in der Vor-Corona-Zeit sein.

Dazu gehört ein buntes Rahmenprogramm auf und abseits der Strecke. Auch Peter Mücke ist voller Vorfreude: Der Berliner Rennstall "Mücke Motorsport" ist das einzige Team, dass in der DTM sowie in der Talentschmiede DTM Trophy und in der DTM Classic teilnimmt. "Das ist schon ein riesiges Paket für uns, aber wir fühlen uns auf dem tollen Lausitzring immer wohl", so der 75-Jährige.

Eintritt am Freitag frei

Zwei Rennen bestreitet die DTM an diesem Wochenende. Am Samstag und am Sonntag geht es jeweils um 13:30 Uhr los. Das Qualifying startet jeweils um 10:05 Uhr. "Wichtig ist, dass man seinen Rhythmus findet und im Qualifying eine möglichst freie Runde hat", sagt Mercedes-Pilot Lucas Auer. Und der Schweizer Müller ergänzt: "Es würde mich sehr überraschen, wenn immer die gleichen Fahrer vorne sein würden. Das Feld ist so stark, so ausgeglichen."

Am Freitag, zu den ersten Testfahrten, ist der Eintritt auf den Lausitzring frei. Zu den Rennen am Wochenende zahlen Kinder bis 14 Jahre zehn Euro. Erwachsene sind je nach Kategorie mit etwa 60 Euro dabei. Verkauft werden die Karten online über die DTM-Homepage und direkt am Lausitzring.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.05.22, 15:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 3.

    Bei der DTM wird eher keine Serienplörre verheizt, somit hat der Vergleich einen Plattfuß. Seit 2019 (Hockenheim) wird ein Kraftstoff verwendet sowohl die Anforderungen der Hochleistungsmotoren als auch dem CO2-Ausstoß gerecht (-30%) wird. In Zusammenarbeit eines großen Automobilsherstellers und einer "Spritbude" wird die zeitnahe Serienreife angestrebt.
    Übrigens wird auch der EMI-Pokal ausgefahren (einer meckert immer).

  2. 2.

    Genau das was in Zeiten des Klimawandels gebraucht wird.....und ein Zeichen das Sprit noch viel zu billig ist.

  3. 1.

    Endlich wieder! Zwar etwas weiter weg als die AVUS direkt vor der Tür aber eben eine mega Atmosphäre für Rennfans und der Ring ist einfach der anspruchsvollere und modernere Track. Freue mich auf packende Duelle.

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