Bauer im Stall mit Kühen
Audio: Antenne Brandenburg | 11.01.2018 | Anja Kabisch | Bild: rbb/Anja Kabisch

Blick in den Stall zum Tag des Milchrindhalters - Milchbauern weiter in der Bredoullie

Unser Milchglas ist halbleer, nicht halbvoll! Die Milchbauern hatten in der Vergangenheit oft genug Anlass zum Klagen. Preise von 22 bis 24 Cent pro Liter haben viele aufgeben lassen. Am Tag der Milchrindhalter steht die Frage: Hat sich etwas geändert ? Von Anja Kabisch

Genüsslich lassen es sich die Milchkühe im Stall des Landwirtschaftsbetriebes Zinnitz-Groß Jehser schmecken. 365 Kühe hält Robert Häusler hier, rund 10.000 Liter Milch geben sie täglich. Eines macht Häusler gleich klar: Anstoßen auf den Jahrestag der Milchrindhalter will er nicht. Die Lage sei nach wie vor angespannt. 2015 und 2016 seien für jeden Milchbauern so schwierig, dass ein gutes Jahr wie 2017 nicht ausreiche, um die großen Löcher wieder aufzufüllen.  

Das Jahr 2017 habe ordentlich Geld in die Kassen gespült, sagt er. Zwischendurch war der Milchpreis bei einem Hoch von 37 Cent, aktuell bekommt er 33 Cent.

34 Cent wären nötig um einen Gewinn zu erwirtschaften, ohne den habe das alles keinen Sinn. Momentan seien die Zeichen wieder auf Minus.  

Traum vom großzügigen Kunden

Häuslers Molkerei hat schon angekündigt, dass der Milchpreis im Februar wieder ein bißchen absinken wird. Die Kunden im Supermarkt werden davon wahrscheinlich nichts zu spüren bekommen.

Dort zahlen sie momentan verhältnismäßig viel für Milch. Knapp 70 Cent kostet die fettreduzierte H-Milch, für 3,5-prozentige müssen schon 1 Euro 30 auf den Tisch gelegt werden.  Soviel kostet auch die Frischmilch an der Milchtankstelle vor dem Einkaufscenter Lausitz Park. Die Kunden hier zahlen den vergleichsweise hohen Preis gern.

Ihnen ist wichtig, dass es frische Milch vom Bauern ist. Diese würden ohnehin zu wenig Geld bekommen, da würde man gern mehr helfen.

Solche Kunden sind natürlich ein Traum für den Milchbauern. Robert Häusler hofft auf ein Umdenken bei noch mehr Kunden.

 

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