Blitzer an der B 169 in Klein Oßnig (Quelle:rbb/Sascha Erler)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.06.2018 | Sascha Erler | Bild: rbb/Sascha Erler

Was hilft gegen Verkehrslärm? - Anwohner der B 169 sollen dank Blitzer ruhiger schlafen

Klein Oßnig gehört zu Schorbus , das wiederum ist ein Ortsteil der Stadt Drebkau, alles im Spree-Neiße-Kreis. Und Klein Oßnig hat 120 Einwohner. Die meisten stört der LKW-Lärm vor ihren Häusern. Ein Blitzer soll jetzt für Ruhe sorgen. Von Sascha Erler

Seit Jahren wird um den Lärmpegel auf und an der B 169. Verursacher sind vor allem schwere LKW. Die meisten Einwohner hätten am liebsten ein generelles Durchfahrverbot durchgesetzt. Statt dessen haben sie einen Blitzer bekommen. Der soll der Lärm reduzieren, denn in Klein Oßnig ist eine 30er Zone.

Seit zwei Wochen macht der Blitzer Fotos von jedem, der schneller als erlaubt fährt.

Der Blitzer macht den Strassenlärm nicht leiser

Ortsvorsteher Frank Schätz ist nicht überzeugt davon, dass durch den Blitzer der Lärm dezimiert wird. Daran werden auch Blitzer-Fotos nichts ändern ist sich Schätz sicher.

Die Zahl der Autos und LKW, die Tag und Nacht hier lang fahren, wird nicht kleiner, die Karawane zieht nur langsamer durch den Ort. Anwohner klagen noch immer über schlaflose Nächte. Bei offenem Fenster zu schlafen ist ohnehin nicht mehr möglich, klagt Charlotte Kabbe, eine Anwohnerin.

Wenigestens in der Nacht könnte die Durchfahrt von LKW verboten werden, schlägt Kabbe vor. Geht aber nicht, widerspricht der Landkreis und beruft sich auf eine Studie.

Statt dessen sollen Anwohner Lärmschutzfenster einbauen, empfiehlt der Landrat. Land und Bund würden die Kosten übernehmen.

Maut auf Bundesstrassen ab 1. Juli soll helfen

Ab 1. Juli müssen LKW für ihre Fahrt über Bundesstrassen Gebühren zahlen. Dafür sind Mautsäulen aufgestellt worden, die jeden Laster registrieren.

Ortsvorsteher Schätz glaubt nicht daran, dass die Maut die Lösung für das Lärmproblem wird. Denn der Weg über das Autobahn-Spreewalddreieck ist weiter, das kostet zusätzlich Zeit und Geld.

Und so werden Spediteure abwägen, was teurer ist. Die Maut für die Benutzung der B 169 oder längere Weg über die Autobahn.  

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