Kuh neben Dorfhaus (Quelle: rbb/Schiller)
Audio: Antenne Brandenburg | 10.07.2018 | Sebastian Schiller | Bild: rbb/Schiller

Aufatmen nach Großbrand in Klein Liebitz - Der Regen war ein großer Segen

Das war knapp: der Großbrand in der Lieberoser Heide drohte bis in den späten Montagabend hinein auch das kleine Dorf Klein Liebitz zu erfassen, eine Evakuierung wurde bereits vorbereitet. Doch dann kam der Regen und damit Erlösung. Von Sebastian Schiller

Güllefahrzeug auf Dorfstraße (Quelle: rbb/Schiller)
Bild: rbb/Schiller

Nichts erinnert an diesem verregneten Dienstag in Klein Liebitz mehr an die nervenaufreibende und bedrohliche Situation vom Vortag. Da saßen die 30 Einwohner praktisch schon auf gepackten Koffern, nachdem das Amt sie über eine mögliche Evakuierung informiert hatte. Der Großbrand in der Lieberoser Heide drohte, auch ihre Ortschaft zu erfassen. Die Aufregung war groß.

"Ich musste eine Tablette nehmen, sonst hätte ich die Nacht nicht überstanden", so Elisabeth Jakubitz. Sie habe lange wach gelegen und gesehen, wie das Feuer näher kommt.

Jetzt ist sie unsagbar erleichtert. Es regnet seit dem Morgen. "Das war ein wahrer Segen", so die Klein Liebitzerin.

gepackte Taschen auf Sofa (Quelle: rbb/Schiller)
Bild: rbb/Schiller

"Es geht uns wieder blendend"

Dieses Gefühl ist überall die Dorfstraße entlang, zwischen Pfützen und einem einsamen Tankwagen, nahezu greifbar. Auch bei Brigitte und Günther Donath.

Die hatten am Montag schon ihre wichtigen Unterlagen zusammengetragen, Sachen gepackt, Bekannte und Verwandte für den Transport angerufen. Sie waren völlig aufgelöst und gestresst. "Nun geht es uns wieder blendend", so Günther Donath.

Die Akten werden zurück in den Schränke geräumt. Auch wenn Kreisbrandmeister Ronald Judis noch keine Entwarnung für Brandenburgs Wälder geben kann:  In der Lieberoser Heide ist das Feuer aus.  

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