Maibaum Symbolbild (Foto: dpa/Gambarini)
Bild: dpa

Vorfall in Raddusch - Boblitzer Jugend will auch nicht am Maibaum gesägt haben

Die Jugend aus Boblitz (Oberspreewald-Lausitz) wehrt sich gegen den Vorwurf, den Maibaum in Raddusch abgesägt zu haben. Der Verursacher hat dafür gesorgt, dass nach alter Tradition nun jahrelang kein Maibaum augestellt werden darf. In einer Mail an rbb|24 machen sie am Mittwochmittag klar "Auch wir waren es nicht."

Zwei Verdächtige - zwei Dementis

Der Radduscher Ortschronist Manfred Kliche äußerte nach dem Vorfall in der Nacht zum 1. Mai den Verdacht, dass die Jugend aus den Nachbardörfern Stradow und Boblitz für die Tat verantwortlich sind.

Die Dorfjugend aus Stradow beteuerte bereits Ende vergangener Woche ihre Unschuld. Nun erklärt die Boblitzer Jugend, dass sie selbst "bis morgens um fünf Uhr Wache" an ihrem Baum gehalten hatten. Bei ihnen sei es die ganze Nacht ruhig geblieben. Und "selber auf Tour waren wir, wie in den Vorjahren, auch nicht", fügen sie hinzu.

Alte Tradition verbietet Tanz

Laut Tradition ist es in Raddusch jetzt nicht nur sieben Jahre lang verboten, einen Maibaum aufzustellen. Genauso lange darf auch nicht in den Mai getanzt werden.

Immer wieder kommt es in ganz Deutschland zu solchen Fällen. Meist werden die Maibäume bewacht, um sie zu schützen. Oft sind es Jugendliche aus benachbarten Dörfern, die Maibäume absägen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.05.2019, 14.50 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift