Der "Alte Spreewaldbahnhof" in Briesen (Bild: Josefine Jahn/rbb)
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Audio: Antenne Brandenburg | 20.05.20 | Josefine Jahn | Bild: rbb

Vatertag mit Corona-Regeln - Briesener "Spreewaldbahnhof" ist bereit für Himmelfahrt

Zu Christi Himmelfahrt erwarten die Gaststätten und Biergärten im Land viele Ausflügler. In diesem Jahr müssen dabei zahlreiche Regeln eingehalten werden. Die Gaststätten haben sich vorbereitet. So zum Beispiel der "Alte Spreewaldbahnhof" in Briesen. Von Josefine Jahn

Der Himmelfahrtstag oder auch Herrentag wird von vielen traditionell für eine Radtour genutzt. Dazu gehören für die meisten regelmäßige Stopps an Gaststätten und Biergärten. In diesem Jahr ist das durch die Corona-Eindämmungsregeln erschwert. Dennoch haben die Lokale geöffnet - und hatten Zeit sich auf den Feiertag vorzubereiten. So auch der "Alte Spreewaldbahnhof" in Briesen (Landkreis Spree-Neiße).  

Regeln müssen eingehalten werden

Vogelgezwitscher, Grillenzirpen, dabei sonnig aber nicht zu warm - die äußeren Bedingungen für eine Radtour zu Christi Himmelfahrt scheinen ideal. Im "Alten Spreewaldbahnhof", den Ingeborg Schiemenz seit 25 Jahren betreibt, wurden die letzten Tage ausgiebig für Vorbereitungen genutzt. Schließlich sollen die Gäste auch in Corona-Zeiten auf ihre Kosten kommen. "Die Tischreihe nehmen wir dann weg, hier überall Stehtische und dann kommen sie von allen Richtungen", sagt Schiemenz, während sie auf der Terrasse die Stühle zurechtrückt.

Genügend Abstand, getrennte Ein- und Ausgänge, Desinfektion und Einweggeschirr auf der Terrasse - in diesem Jahr müssen einige Regeln eingehalten werden. Das Amt Burg hat bereits alles abgenommen. Die 70-jährige Wirtin freut sich, dass sie und ihre sechs Angestellten wieder Kochen, Zapfen und Servieren können. Der "Probelauf" am vergangenen Wochenende lief gut. Und auch an diverse Herrentage hat Ingeborg Schiemenz noch gute Erinnerungen.

Wirtin Ingeborg Schiemenz in Briesen (Bild: Josefine Jahn/rbb)
Wirtin Ingeborg Schiemenz in Briesen | Bild: rbb

Verschiedene Karten für verschiedene Gäste

"Die verschiedensten Truppen, die da ankommen, geschmückt oder ungeschmückt. Mit Pferdewagen oder Bollerwagen, manche kommen mit Akkordeon, die singen dann. In 25 Jahren hat man einiges hier erlebt", sagt sie und lacht.

Für dieses Jahr plant Schiemenz verschiedene Karten. Kleinere Gerichte im Außen- und aufwändigere im Innenbereich. So soll sowohl etwas für Familien, als auch für die dabei sein, die sich nur kurz erfrischen wollen. Und sie ist sich sicher: "Unsere Plinse sind die besten weit und breit und unser Bauernfrühstück".

Die letzten Wochen haben Ingeborg Schiemenz Sorgen bereitet. Doch ihre Gaststätte nach all den Jahren aufzugeben kam für sie nie in Frage. "Das war schon immer mein Kindheitstraum, so eine Ausflugsgaststätte. Was soll ich zu Hause, da wird man nur alt und steif", sagt sie lachend.

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