Maskenpflicht jetzt auch in den Malls von Einkaufszentren
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Audio: Antenne Brandenburg | 16.10.2020 | Daniel Mastow | Bild: rbb/Daniel Mastow

Seit Donnerstag Risikogebiet - Infektionszahlen in Cottbus steigen weiter an

Seit Donnerstag gilt Cottbus als Corona-Risikogebiet. Der Grenzwert von 50 war mit 66 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen deutlich überschritten. Die am Freitag mitgeteilten Zahlen weisen einen weiteren Anstieg aus.

In Cottbus sind weitere 17 Corona-Infektionen labordiagniostisch bestätigt. Darüber informierte am Freitag die Stadtverwaltung. Damit steige die Zahl der registrierten Fälle auf kumuliert 156, heißt es in der Mitteilung.

Die Zahl der Infektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet, die sogenannte Inzidenzzahl, ist auf 75 gestiegen. Damit manifestiert die Stadt ihren Status als Corona-Risikogebiet. Diese Einstufung ist am Donnerstag fällig gewesen, als erstmals der Grenzwert von 50 deutlich überschritten worden ist.

Nach Informationen der Cottbuser Stadtverwaltung gelten derzeit 53 Personen als genesen. Ein Patient, der positiv getestet worden war, ist am Donnerstag im Carl-Thiem-Klinikum verstorben. Dort werden aktuell neun Patienten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stationär behandelt, teilte die Stadt mit.

Insgesamt ist für etwa 500 Personen die häusliche Quarantäne angeordnet.

Masken in Shopping-Malls jetzt Pflicht

Seitdem Cottbus Corona-Risikogebiet ist, das erste im Land Brandenburg überhaupt, gelten verschärfte Regeln. So müssen jetzt auch Mund-Nasen-Schutzmasken in den Gängen großer Einkaufszentren getragen werden. In den Geschäften selbst gilt bereits seit längerem Maskenpflicht.

Die meisten Menschen kommen mit der neuen Situation klar. Kundin Anna Sambale aus Cottbus sagt, mit der Maske wolle sie nicht nur sich, sondern auch andere vor eventueller Ansteckung schützen. "Und so bedrückend finde ich das auch nicht, man ist ja keine drei Stunden hier drin", sagt sie einem rbb-Reporter in einem Cottbuser Einkaufszentrum.

Dort verkauft Kathrin Weiner an ihrem Stand Quarkkeulchen. Die Verkäuferin ist ständig den Besucherströmen ausgesetzt. Ihr Fazit nach den ersten Stunden der verschärften Maskenpflicht-Regel: kaum jemand ohne Maske, manche ziehen sie mal kurz unter die Nase, das passiere aber selten.

Auf Shopping-Tour ist auch Monika Apelt, sie erwarte von jedem hier, eine Maske zu tragen. Die Aufregung von einigen könne sie nicht nachvollziehen, man müsse schließlich gegenseitige Rücksichtnahme üben.

1 Kommentar

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  1. 1.

    Die Maskenpflicht wird bei uns in Cottbus viel zu wenig kontrolliert.
    Die letzten Tage immer Straßenbahn gefahren und da waren immer sehr viele Menschen ohne Maske unterwegs.

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