"Lederjackentrick" und angebliche Unfälle - Mehrere Betrugsversuche in Cottbus und Spree-Neiße angezeigt

Symbolbild für ein Enkeltrick (Quelle: dpa/Eibner)
Bild: dpa-Symbolbild/Eibner

Gleich fünf Betrugsversuche in Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis wurden am Mittwoch der Polizei angezeigt. Das teilte die Polizeidirektion Süd in Cottbus am Donnerstag mit. Keiner der Betrugsversuche habe Erfolg gehabt, einer sei aber lediglich durch eine Bankmitarbeiterin vereitelt worden.

In vier Fällen hätten die Betrüger die Betroffenen angerufen und ihnen Geschichten von nahen Verwandten erzählt, die in Unfälle verwickelt seien. Dafür seien Kautionen von bis zu 40.000 Euro verlangt worden.

"Lederjackentrick" seit langem erneut versucht

Beinahe Erfolg hatte ein Betrüger mit dem sogenannten "Lederjackentrick", eine Masche, die laut Polizei seit längerem nicht mehr genutzt worden ist. Der Unbekannte habe ein Ehepaar in Cottbus angesprochen und erklärt, sich auf eine längere Flugreise begeben zu wollen. Insgesamt vier Kleidungsstücke aus Leder wollte er dabei nicht verzollen, weshalb er dem Ehepaar drei schenken wollte und für das vierte einen völlig überzogenen Kaufpreis verlangte.

Die 88 und 82 Jahre alten Eheleute wurden von dem Unbekannten zur Bank gefahren, dort verhinderte eine Angestellte die Geldübergabe. Der vermeintlichen Betrüger kontne unerkannt verschwinden.

Die Polizei warnt daher noch einmal vor Telefonbetrugsversuchen. Angerufene sollten niemals Auskunft über ihre finanzielle Situation geben und sich stets bei den echten Verwandten erkundigen. Kautionen, um sich aus dem Gefängnis freizukaufen gibt es zudem in Deutschland nicht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.07.2021, 15.30 Uhr

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