BTU Cottbus Senftenberg stellt Modellstadt Zukunft vor - Produktionsabläufe werden noch automatisierter

Einzelteile zur Fertigung eines Produktes im automatisierten Ablauf
Automatisierte Fertigung | Bild: rbb/Aline Lepsch

Selbstfahrende Transportfahrzeuge, Sensoren die jeden Schritt einer Produktion überwachen und Spezialkameras, die die Arbiet erleichtern. Teile einer Modellfabrik der BTU Cottbus Senftenberg. Von Aline Lepsch

Die neue Technik steht in einem kleinen Saal auf dem Senftenberger Campus der Brandenburgisch Technischen Universität. Der Raum ist gefüllt mit Regalen, Computern, Kameras. Ein Roboter fährt in den Gängen. Dieser Saal verkörpert das Zentrum für effiziente Fabriken. Beispielhaft werden hier Taschenlampen montiert, erklärt Peggy Näser. Sie ist Professorin für Fabrikplanung und Fabrikbetrieb an der BTU. Zu sehen ist der komplette Prozess von Wareneingang bis Warenausgang, Montagestationen und Lagerwirtschaft.

Viel wird mit Kameras und Sensoren geregelt. Die Technologie prüft beispielsweise ob die Ware am Eingang unbeschadet und in der richtigen Qualität ankommt, oder wo ein Behälter leer ist und Ware nachbestellt werden muss, die der Roboter dann bringt. Seit Juni 2017 gibt es die Modellfabrik, doch seit Ausbruch der Corona-Pandemie stand die Beispielproduktion still. Die Zeit wurde genutzt um zum Beispiel einen 3D Drucker und ein fahrerloses Transportsystem in die Produktionsreihe zu integrieren. Vor allem Studenten im Wirtschaftsingenieurwesen und Partner der Uni nutzen diese Modellfabrik, sagt Peggy Näser.

Modellstadt Zukunft im Reallabor, hier ein 3D-Drucker
3D-Drucker im Reallabor | Bild: rbb/Aline Lepsch

"Die Fabrik der Zukunft wird immer digitaler"

Für die Wissenschaftlerin ist die Modellfabrik Austauschplatz für Ideen und Anregungen. Unternehmer können ihre Vorstellungen in die Entwicklung neuer Produktionstechnologien einbringen. Andererseits stellt die BTU mit diesem Modellprojekt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Automatisierung von Prozessen vor, beschreibt Peggy Näser die Philosophie der Idee.

Die Unternehmen seien jedoch noch zu zaghaft, dieses Angebot zu nutzen, sagt Thomas Krause von einer der Kooperationsfirmen. "Die Fabrik der Zukunft wird immer digitaler", sagt Krause. In der Modellfabrik werde gezeigt, was schon geht und was in Zukunft gehen wird. Ob das aber in jedem Umfeld wirtschaftlich sinnvoll ist, das müsse in jedem Unternehmen individuell betrachtet werden, erklärt Krause.

Blick in die Modellwelt einer Fertigungsanlage der Zukunft
Automatisierter Prozess | Bild: rbb/Aline Lepsch

Neue Möglichkeiten

Dass neue Technologien und weitere Automatisierung von Arbeitsabläufen zu immer weniger Personalbedarf führe, sieht Thomas Krause nicht. Es würden neue Möglichkeiten geschaffen, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Wiederkehrende Aufgaben können automatisiert werden. Die so frei werdenden Arbeitskräfte könnten da eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden.

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wie oft haben wir nicht solchen Unsinn gehört und dennoch bleibt es Unsinn.
    "Dass neue Technologien und weitere Automatisierung von Arbeitsabläufen zu immer weniger Personalbedarf führe, sieht Thomas Krause nicht. Es würden neue Möglichkeiten geschaffen, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Wiederkehrende Aufgaben können automatisiert werden. Die so frei werdenden Arbeitskräfte könnten da eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. "

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