Corona-Auflagen - Weihnachtsmarkt Cottbus startet mit strengen Regeln - und muss wieder schließen

Mo 22.11.21 | 15:59 Uhr
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Pyramide und Stände auf dem Weihnachtsmarkt in Cottbus (Foto: rbb/Schomber)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.11.2021 | Jasmin Schomber | Bild: rbb/Schomber

Der Weihnachtsmarkt in Cottbus wurde am Montag eröffnet. Es ist der größte Weihnachtsmarkt im Süden des Landes und sollte eigentlich bis zum 23. Dezember geöffnet sein.

Doch so wie es aussieht, wird er - wie alle anderen im Land - bereits früher geschlossen werden. Die Landesregierung plant, die Coronaregeln noch in dieser Woche zu verschärfen, und alle Weihnachtsmärkte zu schließen, hieß es am Montagnachmittag aus der Staatskanzlei.

"Weihnachtsmärkte sollen nicht eröffnet bzw. bestehende wieder geschlossen werden", heißt es in der Mitteilung.

Grund ist die "sich täglich auch in Brandenburg weiter verschärfenden Pandemie-Lage". Die bestehende Eindämmungsverordnung soll bereits am Dienstag geändert werden und ab Mittwoch Mitternacht gelten - zunächst bis einschließlich 15. Dezember.

Die Verschärfungen der Regeln wurden "vorbehaltlich der Kabinettsentscheidung" bereits am Montag bekanntgegeben, damit sich die Betroffenen darauf einstellen können.

Ein Ordner beim Weihnachtsmarkt in Cottbus (Foto: rbb/Schomber)
Ein Ordner steht am Eingang zu einer Weihnachtsinsel | Bild: rbb/Schomber

Weihnachtsinseln nur für Geimpfte oder Genesene

Der Cottbuser Markt wurde aufgrund der hohen Coronazahlen in diesem Jahr anders aufgebaut als gewohnt. Außerdem wurden besondere Regeln festgelegt. Unter anderem Polizei und Ordnungsamt sollten unter anderem ein Auge darauf haben, dass sie eingehalten werden.

Anstatt eines zusammenhängenden Weihnachtsmarktes gab es in diesem Jahr einen auseinandergezogenen. Im gesamten Stadtgebiet stehen noch die Marktinseln, alle sind eingezäunt. Wer hinter den Zaun will, muss am Inseleingang an jeweils Ordnern vorbei.

Am Weihnachtsgeschäft hängt viel für Gastronomen

Eine Schließung, die dann tatsächlich eingetreten ist, fürchteten schon am Vormittag einige Händler. Einer, der aus Sachsen angereist war, wollte die "Daumen drücken und nochmal Daumen drücken, dass bis zum 23. alles gut abläuft." Schließlich hatte er Ware für den kompletten Zeitraum dabei. Müsste er vorzeitig schließen, wäre das fatal, sagte er. "Dann ist es wirklich eine Katastrophe für uns."

Schon in den vergangenen Monaten war er mit seinem Grillstand unterwegs, hier und da immer ein bisschen. Das Weihnachtsgeschäft soll die verpatze Saison noch retten, sagte er. "Das ist nun mal das beste Geschäft, bei dem man [danach] ein halbes Jahr auskommen kann."

Alle Märkte in Oberspreewald-Lausitz abgesagt

Cottbus gehört zu den ersten Weihnachtsmärkten, die am Montag in Berlin und Brandenburg zunächst öffneten. Am Montag gab zunächst der Landkreis Oberspreewald-Lausitz bekannt, dass nun alle Weihnachtsmärkte im Kreis nicht stattfinden sollen, bis die Absage für ganz Brandenburg folgte.

Oberspreewald-Lausitz ist der Kreis mit der zweithöchsten Inzidenz Brandenburgs (rund 1.247) und grenzt Elbe-Elster, den Corona-Hotspot des Landes. "Eine Inzidenz von mehr als 1.000 und eine voll ausgelastete Intensivstation in unserem Klinikum passen mit einem geselligen Zusammensein bei Glühwein auf den Weihnachtsmärkten nicht zusammen", wird Landrat Siegurd Heinze (parteilos) in der Mitteilung zitiert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.11.2021, 14:10 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Es ist einfach eine bodenlose Frechheit den Weihnachtsmarkt abzusagen. Wer denkt an die Händler, die die Stände alle mit Hoffnung aufgebaut haben. Warum werden nicht auch die Fussballspiele abgesagt. Hier treffen sich viele Menscheb auf engsten Raum und teilweise ohne Masken, es geht somit nur um das Geld,damit die Vereine überleben können. Wer denkt dabei ab die Händler, die so schon keine Gelder haben, da das meiste schon aufgebraucht ist.

  2. 3.

    Fraglich, warum man in dieser Zeit ohnehin einen Weihnachtsmarkt geöffnet hat. Schon seit 2 bis 3 Wochen sind die Fälle von Patienten sehr hoch.

    Verunsicherung auch bei Eltern die sich fragen ob sie ihre Kinder vor den Inseln stehen lassen müssen, da sie natürlich nicht geimpft sind. Alle Eltern die ich kenne gehen aus Solidarität zu ihren Kindern auf keinen Weihnachtsmarkt. Die Eltern sagen, Corona wird oftmals in jüngster Zeit von Kindern übertragen ( so auch die Medien ) und da 2G gilt sind Kinder ausgeschlossen.

    Für die Händler und Schausteller ist das natürlich ein Supergau.

  3. 1.

    Na dann wars das wohl...zum glück!
    Na wenigstens war er 1-2 tage offen;)

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