Oberspreewald-Lausitz - Großer Andrang an wiederöffneter Impfstelle in Senftenberg

Mo 22.11.21 | 16:43 Uhr
Lange Warteschlange an der Impfstelle in Senftenberg (Foto: rbb/Erler)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.11.2021 | Sascha Erler | Bild: rbb/Erler

In Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) hat die Impfstelle des Kreises seit Montag wieder geöffnet. Geimpft wird ohne Termin, doch wer sich hier anstellt, muss Zeit haben.

Die Wartezeit zum Auftakt beträgt teilweise mehr als drei Stunden und die Schlange der Impfwilligen reichte einmal um das komplette Gebäude herum.

60 Kilometer Anreise für eine Spritze

Sieben Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz führen aktuell die Impfungen durch. Bei Bedarf kann aber mehr Personal eingesetzt werden, sagte Klinik-Sprecher Benjamin Seidemann dem rbb. "Wir werden das immer wieder anpassen, so wie es gebraucht wird."

In den Spritzen der Impfstelle steckt der Stoff von Biontech. Sollte der nicht mehr geliefert werden können, werde Moderna genommen, sagt Seidemann.

Einer derjenigen, der am Eröffnungstag eine Impfung bekommen hat, ist Bernd Blüher. Er ist über 60 Kilometer angereist, aus Falkenberg im Nachbarkreis Elbe-Elster - der Landkreis mit den seit Tagen höchsten Inzidenzen in Brandenburg. "Meine Hausärztin hätte mir erst am 17. Januar einen Termin angeboten", sagt er. Bis dahin sei es ihm viel zu spät. "Bei unseren hohen Zahlen habe ich einfach Angst gehabt."

Besonders hohe Inzidenzen in Südbrandenburg

Die höchste Inzidenz Brandenburgs meldet seit Tagen der Elbe-Elster-Kreis. Am Montag lag der Wert bei 1.310,8. Die Zahl steigt seit Tagen kontinuierlich. Am 18. November war sie erstmals vierstellig. Zwei Tage später zog der Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz nach. Am Montag meldete der Landkreis mit 1.128,3 die zweithöchste Inzidenz in Brandenburg.

Als dritter Landkreis in Brandenburg meldete am Montag Spree-Neiße eine Inzidenz über 1.000 - zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts lag der Wert am Montag bei rund 1.016.

Der Dahme-Spreewald-Kreis meldete eine Inzidenz von rund 698. Am niedrigsten ist der Wert im Süden Brandenburgs in der kreisfreien Stadt Cottbus, mit rund 545.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.11.2021, 14:40 Uhr

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