Bilanz des Aktionsbündnisses - Wasserqualität der Spree nur teilweise verbessert

Mi 11.05.22 | 14:48 Uhr
Stark eisenhaltiges Grundwasser fließt durch einen Kanal vom Braunkohletagebau der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg) zu einem Absetzbecken (Quelle: Patrick Pleul/dpa)
Patrick Pleul/dpa
Audio: Antenne Brandenburg | 11.05.2022 | Daniel Friedrich | Bild: Patrick Pleul/dpa

Das Problem der sogenannten braunen Spree beschäftigt die Bergbausanierungsgesellschaft LMBV nach wie vor. Das Aktionsbündnis "Klare Spree", das sich vor zehn Jahren gegründet hat, zieht eine ernüchternde Bilanz. Die Wasserqualität hat sich laut Bündnis nur teilweise verbessert.

Bisher errichtete Barrieren funktionierten - das Eisen, das sich in die Spree mischt und sie braun färbt, werde an vielen Stellen erfolgreich zurück gehalten. Das bestätigt auch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg. Allerdings gebe es noch Barrierelücken, die in den kommenden Jahren geschlossen werden sollen. Geplant ist unter anderem eine Wasserreinigungsanlage in Raddusch (Oberspreewald-Lausitz).

Noch zu viel Eisenablagerungen

Die Eisenbelastung in Spremberg (Spree-Neiße) hat sich in den vergangenen zehn Jahren aufgrund eingebauter Wasserreinigungsanlagen um die Hälfte verringert. Dennoch fließen täglich bis zu 5.000 Kilo Eisen durch die Stadt in die Spremberger Talsperre und setzen sich dort ab.

Engere Zusammenarbeit mit Sachsen

Darüber hinaus sei es wichtig, enger mit den sächsischen Behörden zusammen zu arbeiten, so das Aktionsbündnis. Etwa, um eine geplante Dichtwand an einem Speicherbecken in Lohsa (Bautzen) schnellstmöglich zu errichten. Nach aktuellem Stand der Planungen soll die Barriere erst bis 2038 fertig werden. Nach Meinung des Aktionsbündnisses "Klare Spree" ist das zu spät, der Verein will sich dafür einsetzen, dass die Bauarbeiten beschleunigt werden.

Mit Informationen von Daniel Friedrich, Antenne Brandenburg, 11. Mai 2022, 5.30 Uhr

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