Gewerbe- und Industriepark Lübbenau - Altes Kraftwerkgelände wieder besiedelt

Di 02.08.22 | 12:13 Uhr
Historisches Luftbild aus DDR-Zeiten vom Kraftwerk Lübbenau
AG Zeitgeschichte Lübbenau
Audio: Antenne Brandenburg | 02.08.2022 | Daniel Friedrich | Bild: AG Zeitgeschichte Lübbenau

Vor über 25 Jahren war Schluss mit dem Braunkohlekraftwerk in Lübbenau, es wurde stillgelegt. Viele verloren damals ihre Jobs oder gingen in den Ruhestand. Aus dem Gelände ist ein Gewerbe- und Industriegebiet geworden. Von Daniel Friedrich

Das einstige Gelände des Kratwerkes Lübbenau entwickelt sich seit Jahren zu einem Gewerbe- und Industriegebiet. Sich hier anzusiedeln, habe viele Vorteile sagt Sven Rinka, Standortleiter von Reinert Logistic.

Sven Rinka, Standortleiter Reinert Logistic in Lübbenau
Sven Rinka, Standortleiter Reinert Logistic | Bild: rbb/ Daniel Friedrich

Dazu gehören vor allem die direkte Anbindung an die Autobahn A15, die Nähe zu Berlin und Dresden mit Gleisanbindung, begründet Rinka die Entscheidung für eine Ansiedlung auf dem alten Kraftwerkgelände.

Für das Speditionsunternehmen liege die Zukunft auf der Schiene, so Rinka. Lübbenau soll deshalb in einigen Jahren Hauptstandort mit eigenem Waren-Umschlagplatz von Lkw auf Züge werden.

Netz aus Abstellgleisen sowie Be- und Entladeterminal

Die alten Gleise aus Kraftwerkszeiten spielen ein paar hundert Meter weiter auch bei Firma Heicon eine wichtige Rolle. Das Unternehmen baut Oberleitungen, Weichenheizungen und Signalanlagen. Neben der großen, neuen Stahlhalle ist auf der Freifläche schon die nächste Baustelle, erklärt Betriebsleiterin Karen Reimann.

Hier sollen auf einem Areal, das einer Fläche von mehreren Fußballfeldern entspricht, ein Geflecht aus Abstellgleisen für Waggons und ein Be- und Entladeterminal entstehen.

Karen Reimann, Betriebsleiterin Heicon in Lübbenau
Karen Reimann, Betriebsleiterin Heicon in Lübbenau | Bild: rbb/Daniel Friedrich

Der Leiter des Lübbenauer Bauamts, Sven Blümel, zeigt sich zufrieden mit dieser Entwicklung. Im Frühjahr, berichtet Blümel weiter, gab es erstmals Geld aus dem Strukturförder-Topf, um auch die letzten Überbleibsel aus der Kohlezeit zu beseitigen. Dabei handele es sich um alte Kohlebunkeranlagen, Dämme, Gleise und Entwässerungsanlagen, so Blümel.

Schon jetzt arbeiten auf dem 120 Hektar großen Gelände über 2000 Menschen. Das sind etwas so viele, wie zu Zeiten des früheren Kraftwerkes.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.08.2022, 15.12 Uhr

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