Hinweisschild vor Verwaltung (Quelle: rbb/Wussmann)
Audio: Antenne Brandenburg | 10.07.2018 | Dirk Schneider

Verdächtiger in Untersuchungshaft - Haftbefehl nach Attacke in Cottbuser Wohnungsverwaltung

Nach dem Angriff auf eine Mitarbeiterin der kommunalen Gebäudewirtschaft Cottbus ist gegen den 35jährigen Beschuldigten am Dienstag Haftbefehl wegen gefährlicher  Körperverletzung erlassen worden. Es wurde Untersuchungshaft angeordnet, teilte das Amtsgericht mit.

Der wohnsitzlose und einschlägig vorbestrafte Beschuldigte soll bereits am Montag im Treppenhaus der Verwaltung auf die 61jährige eingeschlagen und diese getreten haben. Er soll erst von ihr abgelassen haben, als jemand ins Treppenhaus kam.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte verlangt haben, dass die Wohnungsverwaltung ein gegen ihn verhängtes Hausverbot zurücknimmt. Danach eskalierte die Situation offenbar.

Angriff mit Fäusten und Fußtritten

Der Mann soll die 61-Jährige im Treppenhaus der Geschäftsstelle im Stadtteil Sandow mit Fäusten und Fußtritten attakiert haben, als sie bereits am Boden lag. Die Angegriffene muss mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befindet sie sich nicht in Lebensgefahr.

Wie die Sprecherin der Cottbuser Staatsanwaltschaft Petra Hertwig rbb|24 sagte, wird derzeit auch der Vorwurf des versuchten Totschlags geprüft. Für die schwere Körperverletzung drohe eine Strafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Der Finanzdezernent der Stadt Cottbus reagierte betroffen auf die Tat. Die Verwaltung prüfe, wie die Sicherheit für die Mitarbeiter verbessert werden könne.

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