Baggerrammschlag am Ostsee (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.07.2018 | Thomas Krüger | Bild: rbb/Thomas Krüger

Baustart für Kaimauer am ehemaligen Tagebau - Ostsee soll den Marktwert von Cottbus verbessern

Es geht vorwärts am neu entstehenden Cottbuser Ostsee: Mit einem Festakt begann am Montag der Bau der Kaimauer. Der 831 Meter lange Hafendamm ist das Herzstück für das künftige Urlauberparadies im ehemaligenTagebau Cottbus-Nord. Von Thomas Krüger

Wenn ein millionenschweres Projekt wie der Bau der Kaimauer des künftigen Cottbuser Ostsees startet, dann darf es kein popeliger Spatenstich sein. So wurde am Montag am Restloch des ehemaligen Tagebaus Cottbus/Nord schweres Gerät aufgefahren: Mit einer Riesenschaufel wird ein Stahlpflock in einen Sandhaufen gerammt - reine Symbolik.

Für Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) ist es trotzdem ein wichtiger Tag, an dem ein "neues Kapitel für die Entwicklung der Stadt Cottbus aufgeschlagen wurde". Auch für den Strukturwandel sei es ein wichtiges Signal. Es sei der erste Schritt für die Entwicklung des Cottbuser Ostsees gemacht worden.  

Rednerpult mit Offiziellen (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
Bild: rbb/Thomas Krüger

Schub für Cottbuser Entwicklung

831 Meter wird die Kaimauer lang. Nächstes Jahr im Mai soll sie fertig sein und dann den Kern für das künftige Cottbuser Hafenquartier bilden. Aus dem Landeshaushalt kommt mit sechs Millionen Euro der Löwenanteil der Kosten, anderthalb Millionen bezahlt Cottbus. 

Da ist es nur logisch, dass die Ministerin von der Bedeutung des Ostsee-Projektes überzeugt ist. Es werde der Stadt Cottbus einen Schub geben, ein wenig Geduld müsse man dafür schon haben.

Spätestens 2025 soll hier alles fix und fertig sein. Dann wird aus dem Tagebau Cottbus-Nord der Cottbuser Ostsee entstanden sein, Deutschlands größter künstlicher See.  

Tourismus ist nur eine Hoffnung

Die Region ist im Umbruch: Die Kohleförderzeit geht zu Ende, damit ist hier für viele bald kein Geld mehr zu verdienen. Der Ostsee kann als künftiger Touristenmagnet nur teilweise die Lücke schießen. Sicher würden hier Arbeitsplätze in der Gastronomie und Hotelerie entstehen. Gebraucht würden aber neue Industriearbeitsplätze - und diese in der Lausitz - so die eindeutige Forderung von Holger Kelch.  

Der Cottbuser Ostsee ist eines von fast 30 Projekten der Internationalen Bauaustellung Fürst-Pückler-Land (IBA) von 2000 bis 2010. So alt ist die Idee für den Ostsee schon. Und sie hat auf dem Weg zwischen Papier von damals und Praxis von heute nichts an Visionen verloren, gibt sich IBA-Chef Rolf Kuhn an einem Tag wie diesem optimistisch.

Wenn der See fertig sei, werde er eine Anziehungskraft für Tourismus, für das Wohnen,  aber auch für Arbeit und Wissenschafft entwickeln. Kurz: Der Ostsee wird den Marktwert von Cottbus verbessern, glaubt Kuhn.  

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hallo, bitte ein bisschen größer denken. Es hängt letztendlich alles miteinander zusammen. Wenn man ordentlich investiert und nicht am falschen Ende spart, wird unsere Region wachsen. Menschen mit Geld werden herkommen , die Stadt wird mehr Geld haben und kann in Kitas und Schulen investieren ....

  2. 1.

    das Geld könnte oder müßte für wichtigere Dinge ausgegeben werden.
    Vielleicht in Wohnungen oder zum sanieren von Kitas und Schulen?

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