Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
Audio: Studio Cottbus | 02.07.2018 | Anja Kabisch | Bild: rbb/Thomas Krüger

Fünfjähriges Jubiläum - BTU Cottbus-Senftenberg feiert Geburtstag

Unter Protest wurde die Brandenburgische Technische Universität Cottbus 2013 formal aufgelöst - und mit der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg fusioniert. Trotz einiger Startschwierigkeiten feiert die Uni nun ihren fünften Geburtstag. Von Anja Kabisch

"Ihr seid der Leuchtturm hier in der Lausitz, gebt der Region eine Zukunft." Mit großen Worten hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) zum fünfjährigen Bestehen gratuliert. "Die Entscheidung für die Fusion war richtig." Aber viele hätten diesen Geburtstag am liebsten gar nicht gefeiert.

Woidke: Startschwierigkeiten überwunden

Vor fünf Jahren wurde die damalige Brandenburgische Technische Universität Cottbus formal aufgelöst und mit der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg zusammengelegt. Demonstrationen forderten damals den Erhalt beider Hochschulen. Als die Entscheidung gefallen war, wurde die alte BTU von Studenten theatralisch zu Grabe getragen.

Die Startschwierigkeiten seien bewältigt, sagte Woidke beim Festakt. Die BTU hat eine neue Verwaltungsstruktur, inzwischen sei Vieles zusammengewachsen. Rund 7.600 Studenten aus 110 Ländern studieren in Cottbus und Senftenberg. Die Bewerberzahl ist in diesem Jahr sogar um 20 Prozent gestiegen. Auch bei den für die Unis so wichtigen Drittmitteln holt die BTU Cottbus-Senftenberg langsam auf.

Knapp 40 Millionen Euro aus der freien Wirtschaft sollen im nächsten Jahr zusammenkommen. Das Ziel seien aber 60 Millionen Euro.

Eine 2+ für die fusionierte Universität

Jörg Steinbach ist seit vier Jahren der Präsident der neu gegründeten Uni. Müsste er seine Hochschule bewerten, würde er ihr eine gute Zwei geben. Da ist noch Luft nach oben, so Steinbach. So sieht das auch Sebastian Saule von der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg. Vor allem gäbe es noch Nachholbedarf bei der Existenzgründung von Absolventen in der Region. Ein geplantes Gründerzentrum auf dem Campus der BTU soll Abhilfe schaffen.

Festveranstaltung im Audimax | Bild:

Studenten der BTU sehen nicht alles so positiv, wie es Steinbach und Woidke heute darstellen. Vor allem die zwei Standorte seien ein großes Problem. "Wir sind so eine kleine Uni, wenn man die noch teilt, dann sind es noch weniger, die wirklich aktiv irgendwo herumlaufen" meint Student Moritz Petrick. Aber daran wird sich bis zum nächsten runden Geburtstag wahrscheinlich nicht viel ändern.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.07.2018, 15:10 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ob das so eine große Erfolgsgeschichte ist, wage ich zu bezweifeln. Vor der Fusion hatten die Fachhochschule FHL und die Universität BTU zusammen über 11.000 Studenten gegenüber jetzigen 7.600. Die Region hat also das verloren, was am dringendsten braucht: junge gebildete Leute. Dass es so wenig Gründungen von Absolventen gibt, liegt daran, dass die meisten nach dem Studium die Region wieder verlassen, sofern sie nicht ohnehin nur gependelt sind. Es gibt auch nicht nur 2 Standorte sondern 3 (mit Sachsendorf). Und das Gründerzentrum am Standort Senftenberg zeichnet sich besonders durch Leerstand aus...

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