Video: rbb aktuell | 03.07.2018 | Bild: Thomas Krüger/rbb

Lange Wartezeiten - Cottbuser Herzzentrum eröffnet seinen neuen OP-Saal

Wer eine Herzoperation benötigt, hat meistens nicht viel Zeit. Im Herzzentrum in Cottbus gibt es aber mittlerweile Wartezeiten von bis zu acht Wochen. Abhilfe soll nun ein neuer OP-Saal schaffen. Von Thomas Krüger

Immer mehr Menschen haben Herzprobleme. Dafür kann es zahlreiche Gründe geben. Sofern sich diese Probleme medizinisch beheben lassen, kommen die Cottbuser Patienten häufig ins Sana Herzzentrum. Das Problem: Die Zahl der Patienten hat deutlich zugenommen.

Bei den sogenannten minimalinvasiven Herzklappen-Implantationen sind mittlerweile acht Wochen Wartezeit aufgelaufen. Für die Patienten eine Zeit des Hoffens und Bangens. Minimalinvasiv bedeutet, dass die Patienten wach bleiben und nur örtlich betäubt werden. Der Eingriff erfolgt dann über Venen im Schulter- oder Leistenbereich.

Cottbuser Sana-Herzzentrum (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
Das Sana-Herzzentrum in Cottbus | Bild: rbb/Thomas Krüger

3,6 Millionen für die bessere Versorgung

Damit sich die Wartezeiten auf eine Operation nicht noch weiter verlängern, wurde am Cottbuser Herzzentrum nun ein neuer Hybrid-Operationssaal eingeweiht - nach neun Monaten Bauzeit und 3,6 Millionen Euro Baukosten. Das meiste davon hat der Sana-Konzern selbst bezahlt, 1,3 Millionen kamen vom Land Brandenburg.

Mit dem neuen Saal können nicht nur mehr Operationen durchgeführt werden. Durch die neue Kapazität können auch die alten Räumlichkeiten für andere Untersuchungen genutzt werden. "Bisher sind Patienten nach Berlin, Dresden oder Leipzig gefahren", meint der Chefarzt der Kardiologie, Axel Harnath. "Ich glaube, das gehört der Vergangenheit an."

Ausstattung des neuen Hybrid-Operationssaals im Cottbusser Sana-Herzzentrum (Bild: Thomas Krüger/rbb)
Moderne Technik im neuen OP-Saal | Bild: Thomas Krüger/rbb

Schon am Mittwoch die erste OP

Dass der neue OP-Saal dringend gebraucht wird, merkt man daran, dass nicht mal einen Tag nach der Eröffnung die erste Operation durchgeführt wird. Eine 78-jährige Patientin wird damit als erste die bunte Landschaft auf der Wand des Raumes sehen. Falls sie dafür überhaupt einen Nerv hat. Sie wird aber davon profitieren können, dass nun alles etwas schneller und mit mehr technischer Raffinesse vonstatten geht.

Auch Almuth Hartwig-Tiedt zeigt sich begeistert vom neuen Saal. Die Brandenburger Staatssekretärin im Gesundheitsministerium war ebenfalls bei der Eröffnung dabei und kann bestätigen, dass der Ruf von Brandenburger Gesundheitseinrichtungen hervorragend ist. Auch deshalb kämen mittlerweile Patienten aus anderen Bundesländern extra in unsere Region. Zum Beispiel in das Cottbuser Herzzentrum, das nun besser mit den zahlreichen Patienten umgehen kann.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.07.2018, 15:40 Uhr

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