Blick auf das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus am 11.04.2016 (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
Bild: rbb

Bei Rot über Ampel gegangen - 14-Jähriger von Autofahrer krankenhausreif geschlagen

In Cottbus ist ein jugendlicher Fußgänger von einem Autofahrer krankenhausreif geschlagen worden, weil er die Ampel bei Rot überquerte. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, konnte sie den Täter kurze Zeit später stellen.

Äußerst unkooperativer Autofahrer

Der 14-Jährige hatte am Montag die Straße bei roter Ampel überquert, als plötzlich der 24-jährige Autofahrer stoppte, ausstieg und den Jugendlichen mehrfach schlug. Er musste zur Behandlung in das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gebracht werden.

Als die Polizei den Autofahrer wenig später kontrollierte, zeigte er sich "äußerst unkooperativ", heißt es am Dienstag von einem Sprecher. Der Mann wurde in die Inspektion mitgenommen, leistete aber Widerstand, so dass er fixiert werden musste.

Im Fahrzeuginnern fanden die Beamten zudem einen Baseballschläger. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen der Körperverletzung und wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.05.2019, 14.30 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Lasst einfach mal die Kirche im Dorf. Sicherlich ist der handgreifliche Übergriff keine Lösung. !!!!!!!
    Aber ich muss immer wieder feststellen wie provokant es auf der Straße zu geht. Vom Autofahrer, Radler bis hin zum Fußgänger.
    Vielleicht hat der Junge man es nicht beigebracht bekommen bei rot nicht auf die Straße zu gehen. Aber er könnte sich es ja für die Zukunft merken.

  2. 11.

    Leider kommt das provozierende loslaufen bei roter Ampel recht oft vor. Nur jemanden deshalb krankenhausreif zu schlagen ist wohl nicht der richtige Weg.

  3. 10.

    Bei Rot provozierend langsam loslaufen und dann den Stinkefinger zeigen kann eine unkontrollierte Aktion auslösen. Wenn Eltern meinen, nichts unternehmen zu müssen, weil es bequemer ist, ja dann kann das Leben härter zurückschlagen als gedacht.

  4. 9.

    Wer als erwachsener Mann einen 14-Jährigen krankenhausreif schlägt, sollte nicht frei herum laufen dürfen.

  5. 8.

    Klar kann man beide Seiten hören, aber der Typ hat wen krankenhausreif geschlagen und war bei der Polizei unkooperativ. Ich glaube solche Autofahrer kennt man. Wahrscheinlich war der Fußgänger zur Hälfte auf der Straße als die Ampel auf rot geschalten ist. Autofahrer sind dann oft der Meinung, man müsse sich dann einfach in Luft auflösen.

  6. 7.

    Klar muss man auch den Autofahrer hören. Das erfordern Gesetz und Rechtsstaat. Und nachdem man ihn gehört hat, sperrt man ihn hoffentlich ein, den sozial andersbegabten Kindesmisshandler!

  7. 6.

    Die Vorgeschichte, die rechtfertigt, dass ein 24-Jähriger einen 14-Jährigen krankenhausreif prügelt, würde ich ebenfalls gerne hören.

  8. 5.

    "Beide Seiten hören" ist eine gute Idee, auf die die ermittelnden Beamten und Staatsanwälte wohl ohne Hinweis nicht selbst kommen werden. Ich empfehle dringend, in Cottbus mal auf der Wache anzurufen und sicherheitshalber auch einen Termin beim Staatsanwalt zu vereinbaren. (Wer Ironie findet, darf sie behalten.)

    Es ist der "Befassung" in so einem Forum nahezu immer innewohnend, dass Meinungsäußerungen zu tagesaktuellen Themen aus großer Distanz stattfinden. Insofern verwundert mich regelmäßig bei "Beiträgen" zu allen möglichen Themen, mit wie viel Verve einige Foristen als Richter, Vollstrecker und Erklärbär in einer Person auftreten. In juristischen Zusammenhängen dann gern auch naiv-unbedarft gänzlich ohne Einblick in juristische Betrachtungsweisen oder das jeweils anzuwendende Recht.

    Dass die Kriminalpolizei wegen Körperverletzung gegen den Autofahrer ermittelt, darf als Hinweis dafür gedeutet werden, wer nach bisherigen Erkenntnissen als Verursacher/Schädiger angesehen wird.

  9. 4.

    Man sollte beide Seiten hören? Egal, was der Junge gemacht hat, er wird nicht geschlagen. Wo kommen wir denn da hin? Beide Seiten brauche ich in diesem Fall nicht hören! Gewalt ist keine Lösung, für nichts!!! Sorry für diese Phrase aber Ewalds Kommentar hat mich dazu ermuntert, es noch zu erwähnen.

  10. 3.

    Nein, wenn ein erwachsener Mann einen Jungen zusammenschlägt, ist die Vorgeschichte völlig egal. Was auch immer passiert ist, der Mann ist aggressiv und eine Gefahr für die Allgemeinheit sowie im Besonderen für den Straßenverkehr.

  11. 2.

    Warum Führerscheinentzug? Es gibt bestimmt eine Vorgeschichte und man sollte erst einmal beide Seiten hören.

  12. 1.

    Ich finde da gibt es eine ganz einfache Lösung. Führerscheinentzug auf Lebenszeit.

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