Mann in Schutzkleidung und Einsatzfahrzeuge am Tatort (Quelle: rbb/Daniel Jorewitz)
rbb/Daniel Jorewitz
Video: rbb24 | 14.05.2019 | Bild: rbb/Daniel Jorewitz

Nach Fund zweier toter Männer - Spurensuche in Forst kann noch Tage dauern

Noch ist nicht bekannt, wer die beiden Männer sind, die am Montag tot in einer Wohnung in Forst gefunden wurden. Klar ist nur, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Die Polizei sieht keinen Grund für eine verstärkte Präsenz in Forst.

Nach dem Fund von zwei Männerleichen in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) gehen die Ermittlungen am Dienstag weiter. Die Männer wurden nach Polizeiangaben Opfer eines Gewaltverbrechens. Das habe die Auffindesituation der Leichen am frühen Montagmorgen nahegelegt, hieß es. 

Über eine Obduktion der Leichen werde ein Richter entscheiden, sagte Gernot Bantleon von der Cottbuser Staatsanwaltschaft.  

Mit Details zu den Ermittlungen hält sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zurück. Wie die Sprecherin der Polizeidirektion Süd, Ines Filohn, rbb|24 sagte, kann die Sicherung der Spuren am Tatort noch Tage dauern. Nach dem Gewaltverbrechen müsse aber keiner Angst oder Bedenken haben. Die Polizei sehe keinen Grund für eine erhöhte Präsenz in der Stadt.

Unterdessen ist die Tat weiter Gesprächsthema in Forst. Ein Anwohner berichtet von "jungen Männern in Kapuzenshirts", die er über Monate in das Haus hat ein- und ausgehen sehen, in dem am Montag die Toten entdeckt worden waren. Das Haus soll einem Berliner gehören. Das bestätigt die Stadt Forst nicht. Sie informiert lediglich, dass es nicht im Eigentum der Kommune ist.

Verdächtige Autos abgeschleppt

Zwei verdächtige Autos in der Nähe des betroffenen Autos wurden inzwischen abgeschleppt. Deren Untersuchung hatte gestern zur Evakuierung im Umfeld geführt. Da Experten nicht auschließen konnten, dass sich Sprengsätze in den Fahrzeugen befinden, mussten 116 Anwohner kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber kurze Zeit später in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem sich der Verdacht nicht bestätigt hatte.

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