Urteil wegen versuchten Mordes an Ex-Freundin erwartet (Foto: dpa/Kneffel)
Archivbild | Bild: dpa

Ins Haus der Ex-Freundin gerast - Cottbuser muss nach Mordversuch mit Kleinbus ins Gefängnis

Wegen versuchten Mordes muss ein 33-jähriger Cottbuser für sieben Jahre ins Gefängnis. Der Mann sei mit einem Kleinbus durch eine Hecke am Haus seiner Ex-Freundin gerast, um den neuen Lebenspartner der Frau zu töten, begründete der Richter am Landgericht München II die Strafe am Freitag. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil sorgfältig zu prüfen. Es ist noch nicht rechtskräftig.

Der verurteilte Kfz-Mechaniker hatte im Prozess zwar gestanden, mit seinem Wagen Mitte Juni 2018 im oberbayerischen Indersdorf (Landkreis Dachau) in die Terrassentür seiner ehemaligen Freundin gefahren zu sein. Einen Mordversuch hatte er aber mehrfach abgestritten. Dem Richter zufolge lag ein Tötungsvorsatz "allerspätestens mit dem Durchbrechen der Hecke" vor.

Ex-Freundin verfolgt und zu Boden gedrückt

In der Anklage hatte es zu Prozessauftakt vor gut zwei Wochen geheißen, der Angeklagte habe auch seine Ex-Freundin umbringen wollen und zudem den Tod von deren Tochter in Kauf genommen.

Nachdem der Mann mit dem Wagen in das Haus gefahren war, war er seiner flüchtenden Ex-Freundin hinterher gerannt und hatte sie zu Boden gedrückt. Der Richter urteilte nun, dass der Angeklagte sich zu diesem Zeitpunkt dazu entschieden hatte, die 30 Jahre alte Frau nicht zu töten. Eine Gefährdung des Kindes lag nach seiner Einschätzung nicht vor.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.05.2019, 9.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift