13.05.2019, Brandenburg, Forst: Ein Sprengstoffexperte geht in Schutzausrüstung über die gesperrte Amtstraße. Zwei Männerleichen sind in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) entdeckt worden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird davon ausgegangen, dass die Männer Opfer eines Gewaltverbrechens wurden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. (Quelle: dpa/Pleul)
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Video: Brandenburg Aktuell | 13.05.2019 | Rico Herkner | Bild: dpa/Pleul

Großeinsatz der Polizei - Zwei Tote in Wohnung in Forst gefunden

Zuerst wurden in einer Wohnung in Forst (Spree-Neiße) zwei Tote entdeckt, dann mussten mehr als 100 Anwohner kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen - wegen Explosionsgefahr. Informationen über den Großeinsatz sind noch Mangelware.

Hinweis: Dieser Artikel wird nicht mehr aktualisiert. Über die aktuellen Entwicklungen in dem Fall berichten wir hier.

Über den Fund zweier Leichen in einer Wohnung in von Forst (Spree-Neiße) will die Staatsanwaltschaft Cottbus erst am Dienstag über den Einsatz und Ermittlungen informieren.

Am Montagvormittag waren zwei Männer in einer Wohnung in der Innenstadt tot aufgefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Einer gemeinsamen Mitteilung nach führt die Kriminalpolizei die Ermittlungen zu den Todesumständen.

Polizeibeamte vor Einsatzfahrzeug. (Quelle: rbb/Iris Wussmann)
Polizeibeamte vor Einsatzfahrzeug in Forst. | Bild: rbb/Iris Wussmann

Anwohner mussten wegen Explosionsgefahr Wohnungen räumen

Bei den Ermittlungen wurden nach Polizeiangaben zwei verdächtige abgestellte Autos in der Nähe des betroffenen Wohnhauses entdeckt. Sprengstoffspezialisten seien hinzugezogen worden, die die Autos untersuchten, sagte eine Polizeisprecherin. Rund 116 Anwohner im Umkreis von rund 50 Metern mussten vorläufig ihre Wohnungen verlassen. Als Ausweichquartier wurde eine Sporthalle bereitgestellt. Am Nachmittag konnten sie wieder in ihre Wohnungen zurück.

Polizeisprecherin Ines Filohn begründete die Maßnahme damit, dass Explosionsgefahr bestehe. Gegen 15.30 Uhr konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Weitere Angaben zur Identität der Toten und möglichen Hintergründen machte die Polizeisprecherin nicht. Auch die Aussage von Anwohnern, die vom Abtransport eines Verletzten mit dem Rettungshubschrauber berichteten, kommentierte sie nicht. Die Ermittlungen würden allerdings noch Tage in Anspruch nehmen.  

Das Umfeld des Tatortes ist weiter weiträumig abgesperrt. Feuerwehr, Kriminaltechniker, Spürhunde, Polizei und ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes waren in der Straße am Nachmittag zu sehen.

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