Ein Blässhuhn schwimmt durch einen Algenteppich auf einem See (Symbolbild, Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Cottbus - Branitzer See weiterhin mit Blaualgen belastet

Im Branitzer See bei Cottbus gibt es noch immer gesundheitsgefährdende Blaualgen. Das habe eine Untersuchung von Wasserproben ergeben, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung Cottbus am Dienstag mitteilte. Am See seien Warnschilder aufgestellt, die auf die Belastung hinweisen.

Sechs verschiedene Algenarten nachgewiesen

Insgesamt seien sechs verschiedene Algenarten nachgewiesen worden, wobei eine Art als stark toxinbildend gelte. Aus Vorsorgegründen warnt die Stadtverwaltung davor, im See zu baden. Besonders Kinder und Kleinkinder sollten weder ins Wasser gehen noch am Ufer spielen. Bereits Anfang Juli waren im Branitzer See bei turnusmäßigen Untersuchungen sogenannte Cyanobakterien festgestellt worden.

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Cyanobakterien, die umgangssprachlich auch als Blaualgen bezeichnet werden, können sich bei warmen Wassertemperaturen schnell vermehren. Ihre Giftstoffe gehören zu den stärksten natürlichen Giften, sie können allergische Reaktionen auslösen und Übelkeit, Erbrechen oder Hautreizungen hervorrufen. Insbesondere für Kleinkinder und geschwächte Menschen kann das schlucken von belastetem Wasser sogar lebensbedrohlich werden.

Das massenhafte Vorkommen von Blaualgen ist meist schon mit bloßem Auge erkennbar. Auch muffiger Geruch des Wassers kann ein Hinweis sein. Sollte es zu Kontakt kommen, sollten die betroffenen Hautstellen gründlich abgespült und Badekleidung gewechselt werden. Bei heftigen Symptomen sollte umgehend medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Die brandenburgischen Gesundheitsämter prüfen regelmäßig die Wasserqualität an Badeseen oder Strandbädern. Badegäste sind dazu aufgerufen kurzfristig auftretende potenzielle Gefahren zu melden.

Mehr Infos zur Badewasserqualität in Brandenburg [badestellen.brandenburg.de]

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