Lübbener Schulkinder, die sich an der Oleander-Aktion im Fontanejahr beteiligen (Bild: Daniel Mastow/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.08.19 | Daniel Mastow | Bild: rbb/Daniel Mastow

Fontane-Jahr in Brandenburg - Lübben gedenkt Fontanes mit Oleander-Aktion

Vor exakt 160 Jahren besuchte Theodor Fontane den Spreewaldort Lübben. Besonders die zahlreichen blühenden Oleander-Sträucher vor den Häusern begeisterten den Dichter. Seine Eindrücke kann man nachlesen.

Auf der Internetseite der Stadt [externer Link] wird der berühmte Schriftsteller so zitiert: "Alles ist hier grün und rot, nicht bloß die Lübbener Jäger, die eben zu einem Appell zusammentreten, sondern auch die Stadt selber. Jedes Haus nämlich versteckt sich hinter blühenden Oleanderbäumen, die hier in einer Pracht und Fülle sich durch die Straßen ziehen, daß die Berliner Kugelakazie in der Rückerinnerung fast noch steifer und häßlicher wird, als sie ohnehin schon ist (...)."

Die Stadtverwaltung forderte am Dienstag die Bürger anlässlich des Reiseberichts auf, Oleander-Sträucher vor die eigenen Haustüren zu stellen und mit einem Fontane-Zitat abzulichten. Viele Lübbenerinnen und Lübbener machten mit.

Beteiligung in der ganzen Stadt

Auch auf dem Schulhof der Jahn-Grundschule Lübben steht eine der Pflanzen. Mit Kreide haben die Kinder Birnen auf den Asphalt um den Strauch gemalt. Sie sollen an das Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" erinnern, mit dem sich die Schüler im Unterricht beschäftigt haben.

Die Begeisterung Fontanes über die zahlreichen Oleander-Pflanzen war ebenfalls Thema im Unterricht. Dörthe Ziemer von der Stadt Lübben hatte aus diesem Grund die Idee zur Fontane-Aktion. "Er war heute genau vor 160 Jahren in Lübben. Er ist früh mit der Postkutsche angekommen, die Pferde wurden gewechselt, er hat sich ein bisschen umgeschaut und hat dann ein paar sehr schöne Sätze über Lübben hinterlassen. Daran wollen wir heute erinnern", erzählt sie.

Auch in den umliegenden Gemeinden haben sich viele Bürger an der Aktion beteiligt. Schon jetzt gebe es viele Einsendungen von Oleander-Bildern, sagt Dörthe Ziemer. Im Laufe des Mittwochs sollen alle Bilder auf der Internetseite der Stadt zu sehen sein.

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