Die Schwarze Elster bei Senftenberg liegt trocken (Bild: Daniel Jorewitz/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.08.2019 | Krüger/ Augustin | Bild: rbb/Daniel Jorewitz

Niedrigwasser durch Trockenheit - Spree und Schwarzer Elster fehlt immer noch Wasser

Wegen fehlender Regenfälle ist die Lage in den beiden Flussgebieten Spree und Schwarze Elster nach wie vor sehr angespannt. Darüber hat die länderübergreifende Arbeitsgruppe "Extremsituation" nach ihrer jüngsten Sitzung informiert. In der Gruppe sitzen Vertreter aus Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Zu Wochenbeginn wurde in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch ein Abfluss von 1,87 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Der mittlere Abfluss liegt im August normalerweise bei 12,8 Kubikmeter pro Sekunde.

Die Schwarze Elster leidet besonders unter der Trockenheit. Ihr Flussbett ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet. Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 unterhalb von Senftenberg betrug am 12. August 0,374 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 1,82.

Durch Wasser aus den Talsperren und Wasserspeichern in Sachsen und Brandenburg werden die Fließgewässer derzeit noch unterstützt. So wurden aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf 2019 bereits 14 Millionen Kubikmeter abgegeben.

Tagebauspeicher dienen als Reserve

Noch sei Wasser vor allem in der Talsperre Bautzen vorhanden; bei anhaltender Trockenheit könnten aber auch diese Vorräte langsam zur Neige gehen, sagt Kurt Augustin vom Brandenburger Umweltministerium. Mit den Sachsen ist ein Jahresliefermenge von insgesamt 20 Millionen Kubikmeter Wasser verabredet.

Es stehen aber auch drei Tagebauspeicher zur Verfügung, erklärt Augustin. Dabei handelt es sich um die Speicher in Bärwalde, Lohsa II und Dreiweibern. Diese Seen sind miteinander verbunden und können das Wasser in die Spree ableiten. Allein in Bärwalde stünden sieben Millionen Kubikmeter zur Verfügung.

Augustin zeigte sich im Gespräch mit rbb|24 optimistisch, dass die Trockenheit gut überstanden werden könne. Die Lage werde sich ab Oktober vermutlich deutlich entspannen, da dann die Vegetationsphase beendet sei. Zudem sorge die alle zwei Wochen stattfindende Sitzung der Arbeitsgruppe dafür, immer zu wissen, wo und wieviel Wasser gebraucht wird.

Dennoch sei ein sparsamer Umgang mit Wasser dringend geraten. Die Entnahmeverbote in mehr als zehn Brandenburger Landkreisen seien unbedingt einzuhalten, fordert Kurt Augustin. Im Süden Brandenburgs gelte zur Zeit ein Wasserentnahmeverbot aus Flüssen und Seen von 9 Uhr bis 21 Uhr. Im Barnim und in der Uckermark gelte ein solches Verbot bereits rund um die Uhr.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift