Cottbuser Ostsee: Ein kleines Holzschiff steht symbolisch am Rand des ehemaligen Braunkohletagebaus Cottbus-Nord. Im Hintergrund sind die dampfenden Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde zu erkennen. (Quelle: dpa/Pleul)
Bild: dpa/Pleul

Pause wegen Trockenheit - Leag will Cottbuser Ostsee spätestens ab Herbst weiter fluten

Der Bergbaubetreiber Leag hält an seinem Ziel fest, den Cottbuser Ostsee bis 2024 zu fluten. Spätestens im Herbst, wenn voraussichtlich mehr Niederschläge zu verzeichnen sind, könne die Flutung des Tagebausees wieder aufgenommen werden, zeigte sich eine Sprecherin am Montag zuversichtlich. Einen verbindlichen Zeitpunkt zu nennen, sei aber nicht möglich.

Wegen der anhaltenden Trockenheit darf derzeit kein Wasser aus der Spree entnommen werden. Das Wasser für den neuen See soll zu etwa 80 Prozent aus der Spree kommen, 20 Prozent werden aus dem Grundwasser bezogen. Mitte April hatte die Flutung des ehemaligen Tagebaus begonnen, war aber nach knapp zwei Wochen wegen der Trockenheit wieder unterbrochen worden.

Vier bis sechs Jahre für Flutung eingeplant

"Dass Trockenphasen auftreten können, war eingeplant", sagte die Sprecherin. In Berechnungen, wann der See gefüllt sein könnte, seien unterschiedliche Niederschlagsmengen berücksichtigt worden. Bestenfalls sei die Flutung in vier Jahren abgeschlossen, im schlechtesten Fall nach sechs Jahren.

Nach Angaben der Leag soll für den riesigen künstlichen See Wasser aus der Spree über den Hammergraben in das Tagebauloch fließen - insgesamt rund 45 Millionen Kubikmeter jährlich. Der Ostsee soll einmal eine Wasserfläche von knapp 19 Quadratkilometern haben.

Die Umweltgruppe Grüne Liga in Cottbus hatte kritisiert, dass der große und extrem flache See durch die riesigen Verdunstungsverluste die Wasserbilanz besonders dann belaste, wenn ohnehin wenig Wasser in der Spree sei. Ein kleinerer tieferer See hätte dieses Problem zumindest verringert.

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