Schild "Lebensgefahr" zur Sperrung der Insel im Senftenberger See (Foto: rbb/Jahn)
Audio: Antenne Brandenburg | 09.08.19 | Christian Matthée | Bild: rbb/Jahn

Wegen möglicher Rutschungen - Strand am Senftenberger See vorübergehend gesperrt

Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LGBR) und der Landkreis Oberspreewald Lausitz haben einen Strand am Senftenberger See bei Großkoschen gesperrt. Das teilte das Amt am Freitag mit. Entsprechende Hinweisschilder seien bereits aufgestellt worden. Betroffen ist ein Bereich im Umkreis von 50 Metern um einen Wasserpark. Der Grund seien Sicherheitsbedenken.

Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe habe festgestellt, dass Gefahren von dem Wasserpark ausgehen können. Dabei könnte auch der Strand betroffen sein. Die Sperrung sei eine Vorsichtsmaßnahme. Gesichert ist der Bereich durch einen Bauzaun.

Rutschgefahr als Ursache

Das LGBR Habe Hinweise von einem geotechnischen Sachverständigen bekommen, dass der Untergrund eventuell rutschungsgefährdet sei. Der Wasserpark, aufgebaut auf Pontons, sei mit über 70 Ankern im Boden fixiert. Starke Wind könnten dafür sorgen, dass die Anker ruckartig bewegt werden und sich lockere Sandböden im See "verflüssigen". Dies stelle eine Gefahr unter anderem für Kinder dar, heißt es vom Amt.  

Für den Wasserpark sei lediglich eine Genehmigung in Aussicht gestellt worden, erteilt wurde sie laut LBGR noch nicht. Außerhalb des Sperrbereiches könne weiterhin gebadet werden. Auch eine tatsächliche Rutschung habe es noch nicht gegeben.

Der Wasserparkbetreiber sei per Ordnungsverfügung vom Landkreis aufgefordert worden, die Anlage zurückzubauen. Anschließend, vorraussichtlich Mitte der nächsten Woche, werde der Strandabschnitt wieder freigegeben.

Bereits im letzten Jahr musste der See wegen Rutschungen an einer Insel komplett gesperrt werden. Daraufhin wurden Teile der Insel und Uferbereiche verdichtet.

Betreiber: Sperrung lediglich noch bis zur "visuellen Abnahme"

Der Betreiber des Wasserparks am Senftenberger See allerdings erklärte, dass die Sperrung lediglich so lange gelte, bis die "visuelle Abnahme" durch die Untere Wasserbehörde erfolgt sei. Sie habe aus personellen Gründen seitens der Wasserbehörde noch nicht stattfinden können, sagte er dem rbb. Er habe von der Behörde die Information erhalten, dass nichts dagegen spreche, den Park zu betreiben. Der Wasserpark war erst vor wenigen Wochen, am 9. Juli, eröffnet worden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.08.2019, 15:30 Uhr;

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1 Kommentar

  1. 1.

    Hallo ,seit 40 Jahren hat dort keine Rutschung statt gefunden an dieser Stelle was jeder Senftenberger wie auch ich bestätigen kann. Was hier abgeht ist ein Schildbürgerstreich gegenüber dem Betreiber. Wir als Einheimische sind echt wütend auf diesen Akt der Willkür. Was hier behautet wird wegen Rutschungsgefahr ist überhaupt nichts erwiesen. Es ist lediglich eine Behauptung von einem zweifelhaften Experten. Endlich investiert mal jemand in eine richtig tolle Anlage und schon werden ihm Steine in den Weg gelegt. Das ist eine Frechheit. Diese Anlage ist eine richtige Bereicherung für unsere Urlauber. Daher verurteilen wir aufs schärfste diesen Willkürakt. Das hat hier überhaupt nichts mit Sicherheit zu tun. Wir hoffen sehr das diese Anlage bleibt und die Verantwortlichen die diese Sperrung veranlasst haben zur Verantwortung gezogen werden, Dirk Graeber

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