Kindereinrichtung Neustart Jänschwalde (Foto: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.10.2019 | Schomber/Schneider | Bild: rbb

Auflagen für Jugendeinrichtung - Aufnahmestopp für Jugendeinrichtung in Jänschwalde

Nach Misshandlungsvorwürfen in einer Jugendeinrichtung in Jänschwalde hat die Heimaufsicht des Brandenburger Jugendministeriums Auflagen für den weiteren Betrieb erteilt. Damit sollen das Wohl der Kinder gesichert und mögliche Gefahren abgewendet werden, gab das Bildungs- und Jugendministerium am Freitag bekannt.

Bis zur abschließenden Prüfung aller Vorwürfe gilt ein sofortiger Aufnahmestopp für die Einrichtung.

Außerdem dürfen einige Verfahren ab sofort nicht mehr durchgeführt werden. Dazu gehört unter anderem, dass die Kinder und Jugendlichen nicht mehr Klopfen müssen, wenn sie auf Toilette gehen wollen.

Ferner darf es keine Isolation und Kontakteinschränkungen mehr für bestimmte Bewohner geben. Bis zur Klärung der Vorwürfe ist einem einzelnen Erzieher der weitere Umgang mit den untergebrachten Kindern und Jugendlichen untersagt.

Das Brandenburger Bildungs, Jugend und Sportministerium untersucht die Vorwürfe. Auch die Staatsanwaltschaft hat Vor-Ermittlungen aufgenommen.

Die erteilten Auflagen dienen ausdrücklich dem Kindeswohl und stellen keine Vorverurteilung dar, heißt es in der Pressemitteilung des Brandenburger Jugendministeriums.

Die Tageszeitung taz hatte zuerst über die Vorwürfe berichtet. Demnach sollen Kinder und Jugendliche drangsaliert, fixiert oder eingesperrt worden sein.

In der Einrichtung in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes werden Kinder- und Jugendliche aufgenommen, die besonders schwierige und herausfordernde Verhaltensweisen aufweisen.

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