Blick in den Tagebau Jänschwalde
Video: Brandenburg aktuell | 01.10.2019 | Anke Blumenthal | Bild: rbb/Anke Blumenthal

Zwangspause bei Kohleförderung - Tagebau Jänschwalde ruht - weniger Arbeit für Dienstleister

Seit vier Wochen wird im Tagebau Jänschwalde keine Kohle mehr gefördert. So hat es das Cottbuser Verwaltungsgericht am 30. August 2019 entschieden. Grund für den Stopp ist eine fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung. 

Der Kraftwerks- und Tagebaubetreiber Leag rechnet mit einem weiteren Stillstand für mindestens weitere zwei Monate. Bis dahin sollen die fehlenden Unterlagen vorliegen.

Während die Leag intern Mitarbeiter auch in anderen Bereichen weiterbeschäftigen kann, haben Zulieferer größere Probleme.

Keine Kohle - weniger Aufträge für Dienstleister

Einer der Dienstleister ist die Gerüstbaufirma Bilfinger Arnholdt GmbH. Für Reparaturen im Tagebau Jänschwalde stellt das Unternehmen die Gerüste. Zu zwei Dritteln sind die Aufträge jetzt weggebrochen, bestätigt Standortleiter Sven Leopold. Die Folge: Der Fuhrpark musste verkleinert werden, der Personalbestand wurde halbiert.

Zu Zeiten des laufenden Tagebaus hatte Bilfinger gut zu tun. Teilweise musste sich die Firma Gerüstbauer aus anderen Unternehmen ausleihen. Der Bedarf daran war groß, jetzt ist er fast bei null. Für Standortleiter Leopold steht fest: Sollte der Tagebau bis Weihnachten nicht wieder in Betrieb gehen, werde er seinen Standort in Jänschwalde schließen.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

3 Kommentare

  1. 3.

    Ja, es geht um mehr. Jede 10. Stunde Strom deutschlandweit kommt aus der Lausitz. Und im Durchschnitt ebenfalls durchschnittlich und deutschlandweit kommt 1 Stunde am Tag aus dem Kraftwerk Jänschwalde. Das ist bis jetzt und wird auch in Zukunft durch erneuerbare Energie nicht zu jeder Zeit ersetzt werden können. Da müssten wir Windräder bauen bis zum Horizont und darüberhinaus.

  2. 2.

    Was die Öko-Träumer und Baggerhampler zu gern vergessen, es geht eben um mehr als die paar Jobs direkt in der Kohle.

  3. 1.

    NUR wegen einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung? Die buddeln doch nur ein ganz kleines Loch - siehe Bild ;)

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift