Brandenburger Kiefernwald in schönster Monotonie (Quelle: rbb/privat)
Audio: Antenne Brandenburg | 04.10.2019 | Anja Kabisch | Bild: rbb/privat

Waldschäden und Klimawandel - Forstminister kündigt Hilfe für Waldbesitzer in Elbe-Elster an

Im Elbe-Elster Kreis sind besonders viele Kiefern von Waldschäden und Klimawandel betroffen. Davon hat sich am Freitag Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger (SPD) in Hohenleipisch ein Bild gemacht. Während seiner Visite wurde er darüber informiert, dass sich schon 2016 die Kiefernbuschhornblattwespe durch die Baumkronen gefressen und die Kiefern geschwächt hatte.

Die Erholungsphase 2017, als es ausreichend Niederschläge gab, sei nur sehr kurz gewesen, berichten Mitarbeiter der örtlichen Fortswirtschaft. Erschwerend kamen Stürme zum Jahreswechsel 2017/18 dazu. Sie verursachten große Mengen Schadholz. Und das lässt sich kaum verkaufen, der Holzmarkt ist übersättigt, erklärt Uwe Lewandowski von der Oberförsterei Hohenleipisch. In seinem Bereich sei fast die Hälfte des Kiefernbestandes faktisch abgestorben.

Die seit 2018 anhaltende Trockenheit hat die Situation dramatisch verschärft. Borkenkäfer, Prachtkäfer und pilzliche Schaderreger haben sich in Elbe-Elster massiv ausgebreitet. 

Waldbesitzern in Elbe-Elster soll geholfen werden

Vogelsänger kündigte an, dass das Land betroffenen Waldbesitzern kurzfristig Hilfe anbieten werde. Die Oberförsterei Hohenleipisch soll kurzfristig personelle Unterstützung aus anderen Bereichen erhalten. 

Außerdem sollen mit Hilfe von Fernerkundungsdaten die Hotspots der Schäden erfasst werden. In Elbe-Elster werden mit Hilfe von Geodaten die konkreten Schadensflächen vermessen.  

Das Brandenburger Forstministerium hatte im August eine Förderrichtlinie zur finanziellen Unterstützung der Waldbesitzer bei der Bewältigung von Schäden, die durch Extremwetterereignisse verursacht wurden, in Kraft gesetzt.

Für eine Wiederaufforstung nach der Beräumung der geschädigten Waldflächen können Waldbesitzer ebenfalls Fördermittel in Anspruch nehmen.

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