Arbeitsgericht Cottbus - Lausitzer Busfahrer erklagen bis zu 500 Euro mehr im Monat

Ein Busfahrer am Lenkrad (Symbolbild: dpa/Soeder)
Audio: Antenne Brandenburg | 07.09.2021 | Holger Kessler | Symbolbild | Bild: dpa

Busfahrerinnen und Busfahrer im Oberspreewald-Lausitz-Kreis können nach vier Jahren Rechtsstreit mit höherem Lohn und Nachzahlungen rechnen. Das hat das Arbeitsgericht Cottbus am Dienstag in einer Presseerklärung mitgeteilt.

Im Jahr 2017 hat ein neues Unternehmen den Busverkehr in dem Landkreis übernommen. Ein Großteil der bisherigen Busfahrer wurde neu eingestellt und dadurch bezahlt wie Berufseinsteiger. Dagegen haben zahlreiche Mitarbeiter geklagt.

Weitere Klagen beschäftigen Gericht

Das Cottbuser Arbeitsgericht hatte ihnen in mehreren Prozessen überwiegend Recht gegeben. So musste das neue Busunternehmen die Fahrer neu eingruppieren und ihnen Geld nachzahlen.

Diese Entscheidungen hat nun auch das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt und Berufungen abgewiesen. Dadurch können Busfahrerinnen und Busfahrer mit bis zu 500 Euro im Monat mehr rechnen.

Im Moment liegen beim Arbeitsgericht in Cottbus noch 20 weitere Klagen vor. Dabei gehe es um tarifliche Einstufungen und Nachzahlungen von Vergütungsdifferenzen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.09.2021, 10:30 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Das macht pro Busfahrer 5 bis 6 zusätzliche Abonenten erforderlich.

  2. 16.

    Und das hat ohne einen GDL-Streik funktioniert?

  3. 15.

    Dass Wossi steht immer auf der Seite der Schaffenden und still Gebenden... wirklich immer. Und will kein besserer Mensch sein...

  4. 14.

    Da ja wieder haltlose Theorien ohne Hintergrundwissen verbreitet werden: Der Kreis hat 2017 den ÖPNV neu ausgeschrieben ohne ausreichende Regeln für die Übernahme festzuschreiben. Das hatte zur Folge, dass sich der bisherige Betreiber nicht beteiligt hat und der Neue die Busfahrer als Neueinsteiger eingruppiert hat mit der Folge von Lohneinbußen bis zu 500 €. Viele Busfahrer sind in Folge abgewandert, die Stimmung bei den verbliebenen war mies und viele Fahrten sind ausgefallen. Das das Verhalten des neuen Betreibers nicht rechtens war, wurde jetzt wieder einmal gerichtlich festgestellt und der Arbeitgeber muss den Lohn nachzahlen. Ganz einfach und ohne politische Stimmungsmache.

  5. 13.

    Der "Wossi" hat nichts verwechselt, der hetzt aus Prinzip gegen alles was ein Zentimeter links von der AfD steht. Fakten spielen dabei keine Rolle.

  6. 12.

    Ob sich die Busfahrer damit einen Gefallen getan haben, ist fraglich. Steigende Löhne bedeuten immer steigende Kosten, die gerade im ÖPNV nicht kostendeckend umgekehrt werden können. Letztlich muss der Arbeitgeber Kosten reduzieren und das geht nur noch über Löhne.

    Also muss damit gerechnet werden, dass aktiver oder passiver Stellenabbau folgt.

    Klar ist mehr Gehalt gut, aber gleichzeitig muss man die Lohn Preis Spirale beachten. Höhere Löhne - höhere Preise - höhere Inflation

    Kosten- und Abgabensumpf? Schon allein wegen der Alterspyramide werden die Abgaben und Steuern für Arbeitnehmer zwingend steigen müssen. Anders geht's leider nicht mehr. Nicht schön, aber die Realität tut immer weh

  7. 10.

    Wer nicht mal Cottbus und OSL auseinanderhalten kann, sollte vorsichtiger kommentieren.

    "Die meisten I Deutschland sind halt nicht für Veränderungen bereit."

    Warum bist du dann noch hier? Keine Lust auf Veränderung? :-D

    "Warum hat man sich dann einstellen lassen"

    Die sind nicht eingestellt, sondern übernommen worden. Und sie haben sich gegen die Übernahmebedingungen gewehrt - mit Recht und mit Erfolg. Aber an dir haben "Arbeitgeber" ihre helle Freude. :-P

  8. 9.

    Und da ist es wieder: ein weiteres Beispiel dafür, dass Wossi kein Anlass zu abwegig ist, um über Linke, Gendersternchen und alles mögliche zu motzen. "Pflege im Bergmann-Klinikum, Feuerwehr oder Lehrer" und jetzt die Busfahrer in OSL - die haben "Linke*innen Arbeitgeber"? Wenn in der Antarktis ein Gletscher kalbt, ist wahrscheinlich auch bloß der Gesinnungsterror der "Linke*innen Arbeitgeber" schuld …

  9. 8.

    Den Arbeitgebern fallen immer wieder neue Tricks ein, um die Löhne zu drücken. Allerdings glaube ich nicht, dass die Busfahrer dieses Geld jemals sehen werden. Der Großteil verschwindet im Steuer-und Abgabensumpf.

  10. 7.

    Oder wie in diesen Fall einfach die Einbußen nicht akzeptieren und erfolgreich dagegen vorgehen.

  11. 6.

    Warum hat man sich dann einstellen lassen und nichts woanders was gesucht? Cottbus Ost eine vergreiste Stadt. Wo hätten die denn andere Busfahrer finden sollen?
    Die meisten I Deutschland sind halt nicht für Veränderungen bereit. Man muss da arbeiten, wo man schon seit Geburt wohnt und maximal ein paar Kilometer darf es weg sein.

  12. 5.

    Und da ist es wieder: ein weiteres Beispiel, wenn "Linke*innen" selber Arbeitgeber sind"
    Helfen Sie mir doch bitte einmal: Wie kommen Sie jetzt darauf, das Die Linke Arbeitgeber der Busfahrer sei?

  13. 4.

    Wusste garnicht das die Linke nun ein Busunternehmen hat. Meines Wissens nach ist die DB der Arbeitgeber um den es geht. Folglich bitte bei Herrn Scheuer als Verkehrsminister beschweren statt solch einen Quatsch zu erzählen.
    Das öffentliche Leistungen regelmäßig neu ausgeschrieben werden ist im Interesse der Bürger um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu sichern.

  14. 3.

    Sofern es sich hier um die kreiseigene Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz handelt, verstehe ich Ihren Kommentar nicht.

    Der Landrat des Kreises ist parteilos und hat für die CDU kandidiert. Die stärksten Parteien im Kreistag sind SPD, CDU und AfD, jeweils mit rund 20% der Sitze. Das sind offenkundig alles drei keine linken Parteien, eine linke Mehrheit gibt es im Kreistag spätestens also nicht. Auch vor der Wahl 2019 war die Situatuon nicht besonders anders.

    Vielleicht haben Sie den Landkreis verwechselt?

  15. 2.

    Bis zu 500 Euro pro Monat über 4 Jahre? Das wären im Maximum 24.000 Euro Nachzahlung!!
    Von wie vielen Fahrern spricht man denn hier, wenn es (vielleicht auch mit den 20 Nachzüglern noch) 40, 50 Leute sind, dann wäre das rund eine Mille Nachzahlung. Mal sehen was das Unternehmen dazu sagt^^

  16. 1.

    Und da ist es wieder: ein weiteres Beispiel, wenn "Linke*innen" selber Arbeitgeber sind. Egal ob Pflege im Bergmann-Klinikum, Feuerwehr oder Lehrer, alle Prozesse für Mindestbezahlung wurden gewonnen. Wohlgemerkt rentenwirksame MINDESTBEZAHLUNG. Aber es soll ja gegen Andersdenkende, moralische Politik zum staatlichen Handeln erklärt werden und Alle eine "gerechte" Mindestbezahlung erhalten? So senkt man Lohnkosten... Aber was besteuert man dann?

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