Blitzer-Bilanz 2021 - Verschärfte Kontrollen in Cottbus stellen deutlich mehr Temposünder fest

Do 13.01.22 | 13:01 Uhr
  6
Stationärer Blitzer mit langzeitbelichteten Autolichtern, Foto: imago images / MiS
Stationärer Blitzer mit langzeitbelichteten Autolichtern | Bild: imago images / MiS

In Cottbus haben verstärkte mobile Kontrollen, vor allem vor Schulen und Kitas, zu deutlich mehr festgestellten Temposündern geführt. Das ist das Ergebnis der am Mittwoch veröffentlichten Blitzer-Bilanz der Stadt Cottbus für das vergangene Jahr.

Cottbus setzt vermehrt auf mobile statt auf feste Blitzer, damit die Stadt flexibler sei, heißt es in der Mitteilung. Rund 700.000 Fahrzeuge haben die mobilen Blitzer im Vorjahr gemessen und dabei über 47.400 Verstöße festgestellt, beide Werte haben sich im Vergleich zu 2020 etwa verdoppelt. Die stationären Blitzer in Cottbus haben 2021 mehr als 33.000 Mal ausgelöst. Dort sank im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Verstöße um fast 3.000.

Negativer Jahres-Spitzenreiter war ein Fahrzeugführer aus Berlin, der im Stadtgebiet Cottbus statt des erlaubten Tempo 50 mit 146 Stundenkilometern gemessen wurde. Er muss mit einem Bußgeld in Höhe von 680 Euro, zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot rechnen, teilt der zuständige Fachbereich der Stadtverwaltung mit.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.01.2022, 5.30 Uhr

6 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 6.

    Da muss ich Ihnen recht geben. Das ist doch nur ein Du,Du.
    3 Jahre statt 3 Monate würde abschrecken. Aber bei dem FDP-Minister gilt Freie Fahrt für freie Bürger. Der ist womöglich noch indutrienäher als Scheuer. Man sehe nur das letzte Parteispendenaufkommen, die FDP ist Spitzenreiter mit weitem Abstand.

  2. 5.

    Sehe ich genauso. Wenn es mich erwischt weil ich unaufmerksam war nehme ich es sportlich und sehe es als Lehrgeld.

    Wer aber fast 100 km/h im Ort zu schnell ist scheint deutlich zu billig davon zu kommen. Da könnte man gern rigoroser werden und das Bußgeld erhöhen bzw. das Fahrverbot verlängern.

    Aber es werden sich bestimmt genug melden die wieder „Abzocke“ rufen und in Kauf nehmen das mehr Leute durch die Stadt brettern.

  3. 4.

    Wie bei Corona - je mehr getestet wird , desto mehr wird festgestellt .
    Die Inzidenz der Geschwindigkeitsverstöße hat sich somit verdoppelt ...
    Was für eine Erkenntnis ...

  4. 3.

    Wenn ständig so viele Menschen in solche Fallen tappen und darum bereits eine vollautomatische, maschinelle Blitzer-Industrie ohne Unterschrift gültig entstanden ist, dann ist das Gesetz offensichtlich nicht ganz realitätskonform und dient nur dem Zweck unter einem Vorwand Einnahmen zu erzielen. Wider die Natur oder wie immer man das nennen möchte. Ich sage, so etwas ist Verfassungswidrig.
    Diese Argumentationskette vertritt ein medial gehypter Jugendrichter aus Bernau bezüglich der Drogengesetze.

  5. 2.

    Wir haben zwar einen neuen Bußgeldkatalog aber die Strafen sind aus meiner Sicht immer noch viel zu niedrig . Aber …. wir wollen ja niemanden wehtun.

  6. 1.

    Ist die Erfolgsquote von 6-7% bei mobilen Geräten wirtschaftlich? Oder ist das ein Beweis für diszipliniertes Fahren der Cottbuser Mehrheit? Für die Akzeptanz: Wie hoch ist der Anteil von "mobile Kontrollen, vor allem vor Schulen und Kitas"?

Nächster Artikel

Bild in groß
Bildunterschrift