Nach Zahn-Operation - Auch zweiter Sumatra-Tiger im Cottbuser Tierpark verstorben

Di 04.01.22 | 15:13 Uhr
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Tiger im Tierpark Cottbus
Audio: Inforadio | 04.01.2022 | J. Jahn | Bild: rbb

Erst vor wenigen Jahren ist im Cottbuser Tierpark das Raubtierhaus saniert worden - zwei neue Sumatra-Tiger zogen ein. Bereits im September war einer der Tiger überraschend verstorben. Nun ist auch der zweite Tiger nach einer Operation gestorben.

Im Cottbuser Tierpark ist der zweite Sumatra-Tiger innerhalb weniger Monate verstorben. Das teilte der Tierpark am Dienstag mit.

Der Tigerkater Masat hatte sich demnach ein Stück des großen Eckzahnes abgebrochen. Eine Zahn-Operation sei zwar erfolgreich verlaufen, danach habe das Tier aber stark abgebaut und kaum noch gefressen. Trotz intensiver Behandlung sei Masat bereits am 28. Dezember gestorben.

Tiger gelten als Besucherlieblinge

Der Tiger war mit seinem Bruder Tangse im Mai 2017 nach Cottbus gekommen. Tangse war im September 2021 an einer Magen-Darm-Erkrankung gestorben. Beide Sumatra-Tiger gehörten zu den Besucherattraktionen in Cottbus.

Sumatra-Tiger sind vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn kommen sie ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra vor. Die Tiere gelten als eine der seltensten Tiger-Unterarten. Nach Zahlen der Tierschutzorganisation WWF gibt es lediglich 371 Exemplare der Raubkatze.

Der Tierpark Cottbus kündigt am Dienstag an, dass es im Raubtierhaus in diesem Jahr wieder Tiger geben soll.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.01.2022, 11.30 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Sehr gut kommentiert. Auch der von @ Paul. Aus sehr naheliegenden Gründen halt auch ich keine Tiere in meiner Wohnung. Möchte ich mir Wildtiere u.a. aus der Nähe betrachten gehe ich in den Tierpark oder den Zoo.

  2. 12.

    Natürlich müssen die Natur und die Lebensräume geschütz werden. Aber "vor Ort" wird das nur sehr eingeschränkt betrieben. (Ich war schon mal in Sumatra). Machen sie mal ihren Küchenschrank auf und lesen das Kleingedruckte auf den Produktpackungen. Haben sie Nutella im Schrank? Mit unserem Palmölkonsum tragen wir zur Abholzung der Regenwälder und zur Ausrottung der Tiger bei. Den Rest erledigt der Chinesische Aberglaube (traditionelle chinesische "Medizin")

  3. 10.

    Wieeeeeeeeeeeeeeeee seid ihr denn drauf
    Stimmt das Problem nicht die Lösung.........

  4. 9.

    Was soll das denn?Wir können froh und glücklich sein,das Zoos den nachfolgenden Generationen gefährdete Tierarten erhalten.
    Es zeigt von absoluten Egoismus so zu denken.Denk Mal nach!!!

  5. 7.

    Nachdem ich hier so einige Kommentare gelesen habe, die ich zum Teil verstehen kann, muss ich aber trotzdem sagen, das ohne die Tierparks und Zoos die Tierwelt noch ärmer dran wäre und die Arten noch schneller aussterben würden.

    Denn der Mensch ist nun mal sehr öberflächlich und was der Mensch nicht sieht, interessiert ihn zum größten Teil auch nicht.

    Es ist auch nur im weitesten Sinne und nur zum kleinen Teil für Tiere eine Tierquälerei im Zoo zu sein, was aber auch von vielen Umständen abhängig ist. Wie z.B. ob das Tier in einen Zoo oder in der Wildns geboren und aufgewachsen ist. Aber ich verstehe was man damit meint, weswegen ich selber keine Haustiere habe.

    Zusammengefasst heist das, das der Tod des Tigers mehr als traurig ist, aber Zoos und Tierparks sind ein absolutes MUSS für die Erhaltung der Tierwelt.

  6. 6.

    Vielleicht sollte man bedrohte Tierarten aussterben lassen, als sie an für sie nicht geeigneten Orten mühsam zu "erhalten". So wäre dann ohne rosa Wattewolke "Tierpark/Zoo" die Wahrheit deutlicher sichtbar: nämlich, dass der Mensch die natürlichen Lebensräume für diese Arten vernichtet hat.

  7. 5.

    Ja, die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu lassen wäre der optimale und wirklich beste Zustand. Wären nicht die Menschen, die durch Gier nach Geld die Lebensräume zerstören, die durch Gier nach Geld das letzte Fell eines Tigers verkaufen, die durch die Gier nach Geld den letzten Elefanten oder das letzte Nashorn abschlachten. So traurig es klingen mag, da der Mensch noch nicht die Reife zum Umgang mit der Natur und der Tierwelt besitzt, wird durch die Tierparks/Zoos ein wesentlicher Anteil der Arterhaltung betrieben. LEIDER. Die Wilderei macht nicht einmal vor Tierresevaten oder Nationalparks halt.

  8. 4.

    Artenschutz findet vor Ort statt und nicht in Zoos. Die beiden hatten in den 4 (!) Jahren bis zum Tod bestimmt ein sehr artgerechtes und glückliches Leben in Cottbus...

  9. 3.

    Ich stimme Horst voll zu. Wichtig wäre die Arterhaltung in der Natur. Für mich ist die Haltung von exotischen Tieren im Zoo Tierquälerei, weil ihren natürlichen Bedürfnissen auch bei bester Pfllege nicht entsprochen werden kann....

  10. 2.

    naja, da die Spezies in der freien Wildbahn langsam aber sicher ausgerottet wird, wäre eine Arterhaltung in Tierparks und Zoos vielleicht doch nicht so schlecht.

  11. 1.

    trauriges Dasein von Tieren die hier absolut nichts zu suchen haben. Exoten sollte man komplett aus Tierparks, Zoos und anderen Bespassungsanlagen verbieten!! Menschen lernen nichts dazu...

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