Höchstwert für zweite Junidekade - Cottbus knackt deutschen Hitzerekord

Mo 20.06.22 | 10:20 Uhr
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Badende unter Fontaene, Weisser See in Berlin-Weißensee (Bild: picture alliance / imageBROKER | Schoening Berlin)
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Der Sonntag war der bislang heißeste Tag des Jahres. Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen nun einen neuen Rekord: Nirgends war es heißer als in Cottbus - und noch nie war es zu diesem Zeitpunkt heißer in Deutschland.

In Cottbus ist am Sonntag der erste deutsche Hitzerekord des Jahres gebrochen worden. Mit einem Wert von 39,2 Grad Celsius hat die Lausitz-Metropole die deutschlandweit höchste Temperatur gemeldet. Auch in einem Stadtteil der sächsischen Landeshauptstadt Dresden war dieser Wert erreicht, aber nicht überschritten worden. Sowohl für Cottbus, als auch für Dresden waren es die jeweils heißesten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichung.

Der Wert ist der höchste, der in Deutschland jemals in der zweiten Junidekade gemessen worden ist. Dabei handelt es sich um den Zeitraum vom 11. bis zum 20. Juni.

Der bisherige Rekord für die zweite Junidekade ist damit um fast ein Grad übertroffen worden. Dieser war 2002 mit 38,3 Grad im Rheinland gemessen worden.

In ganz Deutschland waren am Sonntag ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen worden. Laut Deutschem Wetterdienst gab es an mehreren Wetterstationen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen Temperaturen von 38 Grad Celsius und mehr.

Auch europaweit gab es Höchstwerte. Vor allem Frankreich und Spanien hatten mit einer anhaltenden Hitzewelle zu kämpfen. So wurden im französischen Biarritz sogar 42,9 Grad gemessen. Der französische Wetterdienst Météo France sprach von der frühesten Hitzewelle seit 1947.

In Brandenburg sorgte die Hitze in Verbindung mit anhaltender Trockenheit für zahlreiche Waldbrände. Die größten wüten noch immer rund um Treuenbrietzen und Beelitz. Auch die Leitstelle Lausitz vermeldete nur für Südbrandenburg rund 2.500 Einsätze. Neben 32 kleineren Wald- und Böschungsbränden handelte es sich vor allem um hitzebedingte Rettungseinsätze, beispielsweise wegen Kreislaufproblemen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.06.2022, 6:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Mein Haus ist ca. 150 Jahre alt. Ich hatte gestern 23 Grad Raumtemperatur. Ohne Klimaanlage und ohne Dämmung. Nur Fenster zu und Rollos runter.

  2. 6.

    Vielen Dank für den Hinweis. Das wollen wir natürlich nicht unterschlagen und ergänzen diese Info. Beste Grüße!

  3. 5.

    "Gebrochene Hitzerekorde gibt's in diesem Jahrhundert im dutzend billiger."
    Diese Rekorde gibt es übrigens seit Ende der Eiszeit (vor etwa 10.000 Jahren) in jedem Jahrhundert.
    Hier in Tempelhof hat heute eine neue Eiszeit begonnen.....


  4. 4.

    "Nirgends war es heißer als in Cottbus"
    Das stimmt nur bedingt.
    Der DWD hat Cottbus UND Dresden gesagt.
    Der Partnersender MDR hat das auch so geschrieben.
    Warum grenzt der rbb die Sachsen aus?

  5. 3.

    Was mich – abgesehen von der Hitze selbst – jedesmal vergrätzt, ist, daß solcherart Meldungen hinausposaunt werden, als sei daran auch nur irgendetwas Positives; zumeist, so hat man das Gefühl, von Leuten, die ihren Tag in einem vollklimatisierten Studio verbringen. „Rekord … geknackt“ „…nicht geknackt“. In dieser Brüllhitze sterben jedes Jahr Leute, vielleicht kann das wenigstens im Tonfall einer solchen Meldung einmal berücksichtigt werden.

  6. 2.

    Finsterwalde 39,5 Grad

  7. 1.

    Gebrochene Hitzerekorde gibt's in diesem Jahrhundert im dutzend billiger.

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